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Stuttgart Clubs im Südwesten wollen nicht als Pandemietreiber gebrandmarkt werden

Die baden-württembergische Clubszene fürchtet angesichts der angekündigten erneuten Zwangspause für die Szene als Treiber der Pandemie gebrandmarkt zu werden. "Wir sind bereit, die gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Aber wir wollen das nicht alleine tragen", sagte der Sprecher der Interessengemeinschaft Clubkultur Baden-Württemberg, Simon Waldenspuhl, in Stuttgart. Wie schon vor zwei Jahren treffe es die Clubs und Diskotheken als erstes. "Dabei gibt es keine wissenschaftliche Grundlage, die belegt, dass es bei uns riskanter ist als in Stadien oder Theatern", sagte Waldenspuhl der dpa am Dienstag.

Für die Clubs sei die erneute Schließung ein "Desaster". Wichtig seien jetzt zugeschnittene Hilfsprogramme, um die heftig angeschlagene Szene nicht alleine zu lassen. Unter anderem werde es für die Betreiber schwer, die 450-Euro-Kräfte zu halten. Viele verlören auch die fest angestellten Mitarbeiter, die sie wieder in Kurzarbeit schicken müssten - und bekämen sie in besseren Zeiten nicht wieder.

Schließung voraussichtlich in wenigen Tagen

Die finanzielle Unterstützung dürfte zudem nicht eingestellt werden, sobald die Zwangspause aufgehoben werde, forderte die Interessengemeinschaft. "Wir benötigen die Mittel mindestens 120 Tage weiter, um den Anschub finanzieren zu können", sagte Waldenspuhl.

Das Land hat angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage eine scharfe Einschränkung öffentlicher Veranstaltungen angekündigt. Dann müssten Freizeitbetriebe wie Clubs und Diskotheken unter Umständen bereits in wenigen Tagen schließen.

 

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  •   andip
    (11335 Beiträge)

    01.12.2021 15:27 Uhr
    Ist das überhaupt belegt
    dass Clubs und Discos Pandemietreiber sind?
    Genauso wie alle anderen Veranstaltungen, die jetzt nicht mehr stattfinden sollen?
    Oder wird das nur so unterstellt?
    Andererseits wollten diverse Discos sowieso von sich aus schliessen, nicht wegen Corona sondern weil sie kaum noch Gäste haben.
    Bei einer Zwangsschliessung wären die Aussichten auf staatliche Hilfen dann grösser.
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  •   oststaedtler
    (302 Beiträge)

    02.12.2021 14:14 Uhr
    Zumindest mal laut Luca App...
    https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/corona-luca-bars-101.html
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  •   Prof.Baerlapp
    (820 Beiträge)

    01.12.2021 18:17 Uhr
    Ganz genau
    wird man es wohl nie sagen können. Aber neulich habe ich gelesen, dass die überwiegende Zahl der Meldungen in der Luca-App aus Clubs und Diskos kam. In anderen Bereichen (Speisegastronomie, Kultur, Sport) sollen es dagegen nur wenige gewesen sein.

    Eine gewisse Logik spricht schon dafür, dass in Clubs, wo getanzt wird und es auch eher mal eng zugeht, sich Infektionen leichter verbreiten als z.B. in einer Veranstaltung, wo alle brav mit Abstand und Maske auf dem Platz sitzen.

    Erfreulich ist das alles trotzdem nicht. Ich kann verstehen, dass die Betreiber so langsam genervt sind.
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  •   Kommentar
    (1307 Beiträge)

    01.12.2021 16:20 Uhr
    Hier in Deutschland
    ist eigentlich kaum irgendetwas belegt, da wir uns größtenteils auf Erkenntnisse aus dem Ausland verlassen - und auf telefonische Umfragen natürlich.
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  •   tom1966
    (1763 Beiträge)

    02.12.2021 07:08 Uhr
    Es genügt logisches Denken!
    Wie Prof. Baerlapp schon geschrieben hat: Viele Menschen dicht beieinander in einem geschlossenen Raum und dazu noch körperliche Bewegung (Tanzen): Wenn unter den Besuchern nur ein oder zwei Infizierte sind, die die Viruspartikel ausatmen, genügt es, um auch viele der anderen zu infizieren. Das hat nicht mit Brandmarkung zu tun, sondern alleine mit der Art, wie sich das Virus verbreitet.
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  •   Kommentar
    (1307 Beiträge)

    02.12.2021 09:22 Uhr
    Gesunder Menschenverstand genügt sonst auch nicht,
    schließlich haben wir 2G+ auf Weihnachtsmärkten und 2G in der Gastronomie - Weihnachtsmärkte werden jetzt untersagt. Und 2G für Sport draußen sowie 2G für Sport drinnen - beides ohne Maske bei der Sportausübung.

    Das Ministerium hier in BW ist übrigens sehr stolz auf seine Arbeit, findet sich großartig, und ist auch sonst ganz toll (Stichwort: Impforte).

    Und die CDU ist schon wieder im Wahlkampf, diesmal um den Parteivorsitz. Daraus folgend ist Herr Braun jetzt in Opposition zu sich selbst und fordert, noch aktiv an der Regierung, Oppositionspositionen. Wo ist da irgendwo logisches Denken zu finden?
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