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Köln Corona-Impfung bei Kindern: Informations-Merkblatt soll Eltern bei der Entscheidung unterstützen

Die Frage, ob die Kinder gegen das Coronavirus geimpft werden sollen treibt derzeit viele Eltern um. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat nun die wichtigsten Informationen gebündelt.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) will Eltern bei der Entscheidung über eine Corona-Impfung ihrer Kinder mit einer Sammlung von Informationen unterstützen.

Das Merkblatt gibt Orientierungshilfe zu Fragen wie: Soll ich mein Kind impfen lassen, auch wenn es nicht vorerkrankt ist? Wie sicher ist die Corona-Schutzimpfung für mein Kind? Schützt die Impfung auch vor der Delta-Variante? Enthalten ist zudem eine Checkliste zu Aspekten wie Vorerkrankungen, Alter und persönlichen Kontakten, die bei der Entscheidung für oder gegen eine Impfung helfen soll.

Keine schwerwiegenden Nebenwirkungen 

Erläutert wird in dem BZgA-Merkblatt auch, warum es bislang keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren von der Ständigen Impfkommission (Stiko) gibt: Kinder und Jugendliche erkrankten meist ohne Krankheitszeichen oder mit mildem Covid-19-Verlauf, zudem reiche die Datenlage für eine allgemeine Empfehlung noch nicht aus. Die Impfung sei aber nach ärztlicher Aufklärung und auf Wunsch der zu impfenden Person beziehungsweise der Sorgeberechtigten dennoch möglich.

Kinder gegen Corona impfen? Das Merkblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung soll eine Orientierungshilfe bieten.
Kinder gegen Corona impfen? Das Merkblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung soll eine Orientierungshilfe bieten. | Bild: Fabian Sommer/dpa/Symbolbild

Die Bundeszentrale macht in ihrer Übersicht auch Angaben zu möglichen Impfreaktionen. Als häufig bei Kindern werden beim mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer Schmerzen an der Impfstelle (mehr als 90 Prozent), Müdigkeit und Kopfschmerzen (mehr als 70 Prozent), Muskelschmerzen und Schüttelfrost (mehr als 40 Prozent) sowie Fieber und Gelenkschmerzen (mehr als 20 Prozent) aufgeführt.

Schwerwiegende Nebenwirkungen seien in der Zulassungsstudie nicht beobachtet worden, heißt es auch. In den letzten Monaten seien aber nach der Impfung mit mRNA-Impfstoffen in sehr seltenen Fällen Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen beobachtet worden, hauptsächlich innerhalb von 14 Tagen nach der zweiten Impfung und vor allem bei jüngeren, männlichen Geimpften.

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  •   maehdrescher
    (1632 Beiträge)

    03.08.2021 08:53 Uhr
    Das Merkblatt
    sollte dringend mehrsprachig aufgelegt werden.
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  •   andip
    (11195 Beiträge)

    03.08.2021 08:17 Uhr
    Wieso ist immer von Kindern die Rede
    wenn von über 12jährigen gesprochen wird?
    Das sind für mich Jugendliche und das sind keine kleinen Babys mehr, die nichts selber machen können oder keine eigene Meinung dazu haben können.
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  •   Kommentar
    (964 Beiträge)

    03.08.2021 06:13 Uhr
    "Sehr selten"
    ist 1 in 10000 oder weniger.

    Kinder zu impfen ist viel einfacher als die eigentlichen Problemgruppen zu impfen. Die haben schließlich Schulpflicht - außer wir müssen die Leute, die sich jetzt nicht alle impfen lassen wollen mal wieder retten, dann natürlich nicht.
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