Berlin Bund und Länder: Nächste Corona-Beratung am Donnerstag - wie geht's weiter?

Kanzlerin Merkel will mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer am Donnerstag erneut über die Corona-Krise beraten. Thema soll unter anderem sein, wie es mit Pausen, Schulbusverkehr und Hygiene an Schulen weitergehen kann. Kanzleramtschef Helge Braun zieht indes eine gemischte Zwischenbilanz.

Das Kanzleramt hat sich ausdrücklich zu einer regional angepassten Reaktion auf die Corona-Krise bekannt. Bei der Überprüfung der Maßnahmen mit den Ländern "muss auch berücksichtigt werden, dass die Epidemie sich in Deutschland nicht gleichmäßig ausbreitet, sondern die Lage regional unterschiedlich sein kann", schreibt Braun (CDU) in einer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Zwischenbilanz der Maßnahmen im Kampf gegen Corona für die Koalitions-Abgeordneten von Union und SPD.

"Deutschland hat Grund, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken"

"Das kann bedeuten, dass Beschränkungen in bestimmten Regionen aufrechterhalten oder nach zwischenzeitlichen Lockerungen wieder verschärft werden müssen", schreibt Braun, der selbst Mediziner ist. Im Kapitel "Ausblick" des am Freitag an die Koalitionsabgeordneten im Bundestag übermittelten 22 Seiten langen Schreibens zieht Braun insgesamt dennoch eine positive Zwischenbilanz.

Überprüfung der Maßnahmen: Kanzleramtschef Helge Braun zieht eine gemischte Bilanz.
Überprüfung der Maßnahmen: Kanzleramtschef Helge Braun zieht eine gemischte Bilanz. | Bild: Oliver Killig/zb/dpa

"Trotz der aktuell ernsten Situation hat Deutschland Grund, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken", schreibt er. Die jüngsten Entwicklungen gäben Anlass zur Hoffnung, "dass dank des unermüdlichen Einsatzes des medizinischen und pflegerischen Personals viele Menschenleben gerettet werden können und dass eine Überlastung des Gesundheitssystems, wie sie andere Länder erlebt haben, vermieden werden kann".

Weitere Lockerungen sollen erst am 6. Mai diskutiert werden

Die Kultusministerkonferenz soll bis zum 29. April - dem Tag vor der neuerlichen Bund-Länder-Schalte - ein Konzept vorlegen, wie es mit Pausen, dem Schulbusverkehr, Hygiene und dem Umgang mit kleineren Gruppen an den Schulen weitergehen kann.

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: ka-news.de

Merkel hatte angekündigt, dass erst am 6. Mai - etwa gut zwei Wochen nach den ersten Öffnungen von kleineren Geschäften - über weitere Lockerungen diskutiert werden soll. Es wird erwartet, dass bis dahin klar ist, welche Auswirkungen etwa die Geschäftsöffnungen auf die Infektionszahlen hatten. Merkel hatte am Donnerstag in einer Regierungserklärung kritisiert, manche Länder gingen zu forsch mit den Lockerungen um.

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