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Mainz Biontech will bald Impfstoff-Zulassung für Kinder beantragen

Bisher gilt die allgemeine Impfempfehlung gegen das Corona-Virus erst ab dem Alter von zwölf Jahren. Impfstoffhersteller Biontech arbeitet nun an einem Wirkstoff auch für deutlich Jüngere.

Biontech will in den kommenden Wochen die Zulassung seines Corona-Impfstoffs auch für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren beantragen.

Dazu würden die Ergebnisse einer Studie den Behörden weltweit, "auch hier in Europa", vorgelegt, sagte die medizinische Geschäftsführerin und Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci dem "Spiegel". "Wir bereiten bereits die Produktion vor. Der Impfstoff ist derselbe, aber weniger hoch dosiert, und es muss weniger abgefüllt werden."

"Es läuft alles nach Plan"

Die Studienergebnisse liegen laut Biontech vor und müssten nur noch für die Zulassungsbehörden aufbereitet werden. "Es sieht gut aus, alles läuft nach Plan", sagte Biontech-Chef Ugur Sahin dem "Spiegel". Bis Ende des Jahres würden auch die Studiendaten zu den jüngeren Kindern ab sechs Monaten erwartet.

Das Logo der Firma Biontech am Produktionsstandort in Marburg.
Das Logo der Firma Biontech am Produktionsstandort in Marburg. | Bild: Boris Roessler/dpa

Zugleich fordern die beiden Biontech-Gründer dazu auf, alles daranzusetzen, in den kommenden Wochen noch unentschiedene Menschen von einer Impfung zu überzeugen. "Noch bleiben uns als Gesellschaft etwa 60 Tage Zeit, um einen harten Winter zu vermeiden", sagte Sahin. "Wir sollten das uns Mögliche tun, in diesen knapp zwei Monaten so viele Menschen wie möglich zu mobilisieren.2

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nannte die Ankündigung von Biontech "eine gute Nachricht". "Die Zulassung würde es ermöglichen, auch jüngere Kinder besser zu schützen" sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

 

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  •   Kommentar
    (964 Beiträge)

    11.09.2021 00:59 Uhr
    Schützen
    vor was genau? Quarantäne, Lockdown, sonst noch etwas?
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  •   AhmedDerAufklärer
    (643 Beiträge)

    11.09.2021 14:45 Uhr
    Also
    ich kann mir vorstellen, dass es darum geht
    - die Pandemie in der gesamten Bevölkerung einzudämmen; soviel ich weiß hängt die Entwicklung neuer Varianten mit der Zahl der Infizierten zusammen;
    -diejenigen zu schützen, die sich nicht impfen lassen sollen, aus medizinischen Gründen;
    -diejenigen zu schützen, die sich nicht impfen lassen wollen (s.o.);
    Ich kenne z.B. einen ü80 Senioren, bei dem ein Arzt so sagt, der andere so und der deshalb noch nicht geimpft ist. Hat ein Kind z.B. einen solchen Opa, dann möchte es diesen vielleicht nicht anstecken und nicht durch den Coronatod verlieren. Da kann man fast behaupt, dass die Impfung auch im Kindes-Interesse liegen kann, denke ich. Und den Lehrern soll es auch eine beträchtliche Zahl von Impfskeptikern geben, bei deren Erkrankung dann auch der Unterricht leiden würde.
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  •   Mondgesicht
    (2672 Beiträge)

    12.09.2021 10:45 Uhr
    Ü 80- Senioren
    bei denen die Ärzte von einer Impfung ausdrücklich abraten, sind aber die absolute Ausnahme. Das dürften dann Menschen mit so erheblichen Krankheiten sein, dass diese Leute ohnehin irgendwo stationär aufgenommen sind und nicht zuhause mit den Enkelkindern spielen. Ansonsten gilt: jeder Arzt wird Personen aus dieser Risikogruppe eine Impfung ausdrücklich nahelegen. Vielleicht waren die Personen, von denen Sie berichten, selbst nicht zur Impfung bereit.

    Wir sollten bei dem Grundprinzip bleiben: Schutzimpfungen für die, die gefährdet sind. Und nicht umgekehrt Schutzimpfungen für Ungefährdete, nur um impfunwillige Personen aus Risikogruppen zu schützen. Jeder ist da auch für sich selbst verantwortlich.

    Wobei ich das nicht als grundsätzliche Kritik an Impfungen bei Kindern verstanden wissen will. Aber bitte nur dann, wenn der Nutzen überwiegt und die Stiko dies geprüft und empfohlen hat.
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  •   Kommentar
    (964 Beiträge)

    11.09.2021 23:15 Uhr
    Warum
    zu 1) sind dafür vorrangig die Kinder verantwortlich? Keine Gruppe von Handwerkern, egal wie geimpft oder genesen, arbeitet irgendwo mit Masken. Die Kinder sollen in der Schule, egal wie geimpft oder genesen, den ganzen Tag welche tragen.
    zu 2) Warum sind dafür die Kinder verantwortlich? Und wer und wieviele Personen sollen das konkret sein?
    zu 3) Dafür sind die Kinder absolut nicht verantwortlich. Für alte und gefährdete Personen sollte ein Impfpflicht gelten, bevor diese für Kinder "empfohlen" wird.
    Warum viele Hausärzte Impfungen verzögert haben, habe ich bis heute nicht verstanden. In meinem Umfeld gab es auch einen Fall mit Herzproblemen und 80+. Das Risiko überhaupt nur eine Nebenwirkung der Impfung zu haben, ist in dem Alter gering. Die Wirkung umso wichtiger.

    Kinder sollen einen medizinischen Behandlung unterzogen werden, wenn diese ihnen selbst etwas nützt. Die aktuelle Position der Stiko ist eine Krücke, die die Impfung empfiehlt, um Ausgrenzung und Lockdown zu vermeiden.
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  •   AhmedDerAufklärer
    (643 Beiträge)

    12.09.2021 00:48 Uhr
    Aha,
    und Ihnen wäre demnach "Ausgrenzung und Lockdown" lieber.
    Und laut Stiko-Empfehlung überwiegt auch bei Jugendlichen der Nutzen das Risiko. Aber da sind Sie sicherlich der viiiiiel bessere Experte.
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  •   Kommentar
    (964 Beiträge)

    12.09.2021 11:48 Uhr
    Mir sind Ausgrenzung und Lockdown für wirklich Gefährdete
    und strengere Regel im Berufsleben erheblich lieber als pauschal Impfungen und Maskenpflicht für ungefährdete Kinder.

    Und wenn man Folgen für die Entwicklung der Kinder durch Lockdown und Ausgrenzung aus den Überlegungen herausnimmt, überwiegt der Nutzen der Impfung nicht. Je jünger das Kind ist, desto weniger.

    Jedes Kind kann geimpft werden, wenn ein Nutzen durch Vorerkrankungen eindeutig vorliegt. Dabei ist es egal, ob die Stiko für die Altergruppe eine Empfehlung ausgesprochen hat.
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  •   Ein_Wanderer
    (490 Beiträge)

    11.09.2021 16:52 Uhr
    Nun,
    so kann man sich alles schönreden. Impfen von Kindern, die durch dieses Virus gar nicht gefährdet sind (Ausnahmefälle mit schweren Vorerkrankungen mal ausgenommen) dient alleine wirtschaftlichen Interessen. Und natürlich dazu, dass die Regierung sich höherer Impfzahlen brüsten kann...
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  •   80er
    (6108 Beiträge)

    11.09.2021 21:24 Uhr
    Den....
    ...Impfstoff zi lassen heißt nicht, dass die Kinder zwangsgeimpft werden sollen. Im übrigen gibt es durchaus Kinder, die schwer an Corona erkrankt sind. Und über die wirtschaftlichen Interessen von biontech zu spekulieren erübrigt sich. Die könnn jetzt gut leben. Sie allerdings machen einfach nur Stimmung gegen die Impfung an sich und gegen die Maßnahmen. Ihnen sind die Kinder scheißegal.
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  •   AhmedDerAufklärer
    (643 Beiträge)

    11.09.2021 18:31 Uhr
    Schade
    dass Du für Argumente nicht zugänglich bist -ich hab's versucht- sondern nur Deine Unterstellungen verbreiten möchtest...
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  •   Ein_Wanderer
    (490 Beiträge)

    12.09.2021 08:58 Uhr
    Gut,
    der Aufklärer hat natürlich wieder einmal die einzige Wahrheit für sich gepachtet. Dann aber sollten wir konsequent schnellstens auch mit Tierimpfungen beginnen. Habe gerade gelesen, dass im Zoo von Atlanta die Gorillas mit Corona infiziert sind. Stellen Sie sich mal vor, da kommt ein ungeimpfter Senior in den Zoo und steckt sich am Gorillagehege an...
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