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Bonn Bereit für die Krise: Kann Corona uns für künftige Katastrophen-Szenarien rüsten?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hofft, dass die Corona-Pandemie das Krisenbewusstsein der Deutschen schärft. "Wir können derzeit noch nicht wissenschaftlich belegen, ob die Corona-Krise eine Verhaltensänderung mit sich bringt", sagte der Präsident des Bundesamts, Christoph Unger, der Deutschen Presse-Agentur. "Aber wir wünschen es uns und wir arbeiten dafür."

Es gebe noch viel zu tun in der Krisenvorsorge, sagte Unger. Der BBK-Präsident ist überzeugt, dass sich Katastrophenfälle künftig häufen werden - schon wegen des Klimawandels. Erdbeben, Hochwasser, Stromausfälle - die Menschen müssten für den Notfall vorsorgen.

"Die Deutschen vertrauen sehr stark darauf, dass der Staat immer zur Hilfe kommt." So hätten die wenigstens Menschen Vorräte für zehn Tage zuhause, wie es das Bundesamt empfiehlt. Wer keine Reserven daheim habe, der kaufe dann panisch Klopapier wie zu Hochzeiten der Corona-Krise.

Keine Panik schüren, aber Menschen auch nicht einlullen

Das BBK unterstützt es, wenn Menschen sich auf Katastrophen-Szenarien vorbereiten. Klar wolle er keine Panik schüren, sagte Unger. Aber: "Wir dürfen die Menschen nicht einlullen." Er fühle sich in seiner Rolle manchmal wie die Figur Kassandra aus der griechischen Mythologie. "Die hat ja auch immer auf irgendwelche Dinge hingewiesen - und keiner hat ihr geglaubt."

Am 10. September soll es den ersten bundesweiten Warntag seit Ende des Kalten Krieges geben, vom BBK organisiert. An diesem Tag würden die unterschiedlichsten Warnmittel wie Sirenen, Apps aber auch digitale Werbetafeln bundesweit ausgelöst.

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Kommentare (4)
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  •   patrickkk
    (1762 Beiträge)

    29.08.2020 06:51 Uhr
    ...
    So idiotisch wie es war. Das klopapier kaufen am Anfang hat immer noch mehr Sinn gemacht als die Inaktivität einer Merkel, eines Spahns, eines Kretschmanns.

    Deren verhalten muss geändert werden. Sie brauchen Berater die des Englischen mächtig sind und fähig und willig sind bulletins der WHO zu lesen.
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  •   Route66
    (2822 Beiträge)

    29.08.2020 10:58 Uhr
    ...
    Aha
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  •   patrickkk
    (1762 Beiträge)

    29.08.2020 11:05 Uhr
    ...
    Ist so. Die WHO hat schon mitte Februar deutlich gewarnt, Masken empfohlen, dass kommende Ausmaß beschrieben und es JEDEM frei zugänglich gemacht. Ab dann war nichts mehr eine Überraschung. Sehr vieles dessen was wir jetzt über dieses Virus wissen war da schon bekannt.

    Aber die Vertretter von CDU, SPD, Grünen, von den "anderen" will ich ja garnicht reden, saßen noch bis anfang März in gemütlicher Runde im Öffentlichen Fernsehen und warnten vor der Panik, statt vor der Krankheit! Erzählten uns dass Deutschland ja nun nicht China sei, und sowieso, bei unseren "Umständen" Masken keinen Sinn machen würden.

    Und jetzt wundern sie sich dass die minderbemittelten ihnen nicht glauben dass Masken sehr wohl sinn machen. Dass Prävention hilft.

    Es kommt nicht von ungefähr.
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  •   FCKSUV
    (531 Beiträge)

    29.08.2020 17:15 Uhr
    Hatte der Hofvirologe
    nicht vor Masken gewarnt?
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