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Stuttgart/Karlsruhe Baden-Württemberg hält an Alarmstufe II fest: Diese Corona-Regeln gelten ab Mittwoch auch in Karlsruhe

Die aktuellen Corona-Regeln bleiben weiter bestehen: Die baden-württembergische Landesregierung hat am Dienstag eine Verlängerung der Alarmstufe II beschlossen. Was nun genau gilt - ka-news.de hat die Übersicht.

"Mit den wieder ansteigenden Inzidenzen ist zu erwarten, dass auch die Belastung der Krankenhäuser wieder steigt. Daher bleiben trotz des kurzfristigen Rückgangs der Belegung der Intensivbetten unter 450 die Regelungen der Alarmstufe II bestehen", schreibt die Landesregierung auf ihrer Website nach der Kabinettssitzung am Dienstag.

Bis zum 1. Februar bleiben die aktuellen Maßnahmen daher erst einmal weiter bestehen - unabhängig von der Auslastung der Intensivbetten und der Hospitalisierungsinzidenz. "Wir werden natürlich genau beobachten, wie sich Omikron auf das Gesundheitswesen und die kritische Infrastruktur auswirkt und unsere Maßnahmen entsprechend anpassen", so Gesundheitsminister Manne Lucha.

Das wird sich ab Mittwoch ändern

In der geänderten Corona-Verordnung, die am morgigen Mittwoch in Kraft tritt, werden aber nicht nur die bekannten Regelungen verlängert. Einige Maßnahmen werden auch neu gefasst:

  • FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen: "In Innenbereichen mit Maskenpflicht müssen Personen ab 18 Jahren eine FFP2- oder vergleichbare Maske tragen – beispielsweise KN95-/N95-/KF94-/KF95-Masken. Dies gilt nicht für den öffentlichen Verkehr und in Arbeits- und Betriebsstätten. Hier gelten weiter die vom Bund gesetzten Regeln", schreibt das Land.
  • Die Sperrzeit für die Gastronomie gilt nun von 22.30 Uhr bis 6 Uhr.
  • Schüler dürfen ihren Schülerausweis weiterhin als Testnachweis benutzen. "Auch nichtgeimpfte Jugendliche haben damit im Februar noch die Möglichkeit, ohne weitere Testung Zutritt zu Bereichen zu bekommen, in denen 3G, 2G oder 2G+ gilt." Für über zwölfjährige Schüler werde diese Ausnahme allerdings mittelfristig auslaufen.
  • Quarantäne-Regelungen sollen vereinfacht werden:
  • Das gilt ab Mittwoch für Infizierte
    > Positiv getestete Personen/Infizierte können die Absonderung (ohne vorherige Freitestung) nun einheitlich nach zehn Tagen beenden.
    > Ab Tag 7 der Absonderung ist eine Freitestung mit PCR- oder Antigentest möglich.
    > Für Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen etc. gilt: Wiederbetreten der Arbeitsstätte erst ab Tag 7 mit negativem PCR-Test sowie nach 48 Stunden Symptomfreiheit.
  • Das gilt ab Mittwoch für Kontaktpersonen
    > Ohne Freitestung: ebenfalls zehn Tage Absonderung
    > Ab Tag 7 Freitestung ebenfalls möglich
    > Für Kinder und Jugendliche in Kitas und Schulen ist Freitestung bereits ab Tag 5 möglich
    > Frisch genesene oder frisch geimpfte Personen (bis maximal drei Monate nach Infektion beziehungsweise Impfung) sowie Personen mit Auffrischungsimpfung sind von der Pflicht zur Absonderung befreit.

"Es wäre fahrlässig, jetzt die Regelungen zu lockern"

Ministerpräsident Winfried Kretschmann begründet die Verlängerung der Corona-Regelungen im Land mit der Ausbreitung der infektiösen Omikron-Variante. "Der Blick in andere Bundesländer zeigt, dass sich Omikron in Deutschland rasant verbreitet und die Infektionszahlen explosionsartig in die Höhe schießen. Das heißt wir müssen davon ausgehen, dass auch in Baden-Württemberg wieder mehr Menschen ins Krankenhaus kommen."

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg.
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg. | Bild: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Erschwerend komme hinzu, dass durch vermehrte Ansteckungen auch mehr Personal in den Kliniken und der kritischen Infrastruktur fehlen werde, so Kretschmann. "Daher wäre es fahrlässig, jetzt bei wieder steigenden Inzidenzen, die Regelungen zu lockern."

Dateiname : Neue Corona-Verordnung ab 12. Januar
Dateigröße : 838.40 KBytes.
Datum : 11.01.2022 16:29
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Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus hält Karlsruhe in Atem: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für die Fächerstadt und die Region in diesem Dossier.
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Kommentare (44)
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  •   Horst
    (52 Beiträge)

    17.01.2022 12:04 Uhr
    "Nur Idioten sterben an Covid!" *
    *) Zitat von Cirsten Weldon, QAnon Anhängerin, gestorben im Januar 2022 an Cor... äh Schnupfen.
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  •   andi-b7
    (3433 Beiträge)

    12.01.2022 20:33 Uhr
    Ja für den Eigenschutz,
    Dann sollte halt auch jeder selber entscheiden. Im übrigen ob das Pandemie Wirksam ist , gibt es keine einzige Studie. Vor allem warum nicht gleich eine Gasmaske mit Biofilter? Bringt 100 % Schutz !
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  •   snopidi
    (12 Beiträge)

    12.01.2022 18:21 Uhr
    Vertrauen
    Zuverlässigkeit schafft Vertrauen. Vertrauen ist das Fundament jeder Gemeinschaft.
    Schade das Mr. The Eländ diese Chance erneut verpasst Vertrauen zu bilden, indem er sich an seine eigenen Verordnungen hält. Natürlich haben wir bis dato in unserem Ländle wenig Erfahrung mit Omikron noch derzeit, doch gibt es ebenso Daten aus den USA, Dänemark etc. pp welche durchaus Anlass zur Hoffnung und Zuversicht geben könnten. Aber wir befinden uns nun mal seit Corona in einem Status des stark national ausgerichteten Fokus, eigentlich existiert die Welt außerhalb Deutschlands für unsere Wahrnehmung nicht mehr, keine kluge Ausrichtung mitten in einer Pandemie. Nun können wir wieder dazu übergehen und jene, welche Vertrauen und Gefolgschaft in Frage stellen, zu beschimpfen und zu diffamieren, und diese als Ursache allen Übels kennzeichnen. Wir könnten allerdings in der Führung auch durchaus an uns selbst arbeiten, kommt deine Botschaft nicht mehr an, arbeite an der Botschaft.
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  •   Senfdazu
    (542 Beiträge)

    12.01.2022 18:16 Uhr
    😎
    "In Karlsruhe kam es zu lautstarken Protesten gegen Polizeibeamte". Dieser Post zu einem vorherigen Beitrag: Was soll der Protest
    gegen Polizeibeamte? Das sind unsere Nachbarn Mitbewohner und ggf. sogar Freunde.
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  •   Waterman
    (6821 Beiträge)

    12.01.2022 15:31 Uhr
    Es ist eben etwas vertraxt
    Was sich heute ereignet in Sachen Ansteckung und Erkrankung, zeigt sich erst in 1-2 Wochen in der Statistik. Entsprechend ist es bei den Maßnahmen, nur umgekehrt.

    Viele die heute jammern und sofortige Lockerungen fordern, ihre Freiheit gefährdet sehen oder einfach immer das Nächstliegende wollen, waren früher sofort dabei den Entscheidern Planlosigkeit, Konzeptlosigkeit und sogar Ratlosigkeit angesichts des Virus vorzuwerfen.

    Man kann die Entscheidung, jetzt nicht zu lockern als Versuch sehen, vor diese paradoxe Situation zu kommen. Wir haben die Zahlen aus den USA und benachbarten Ländern und auch unsere eigene Projektionen, die steil nach oben geht.

    Gebt dieser Entscheidung 2 Wochen und wir werden mehr wissen.

    Wichtig ist, was am Ende dabei herauskommt. Unterstützend wäre eine steigende Impfbereitschaft der Ungeimpften. Ungebremstes Boostern. Und die üblichen Vorsichtsmaßnahmen, wie Hygiene und Maske sowieso.

    Kommt ein Tsunami, ist es ratsam an Land zu bleiben.
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  •   Ein_Wanderer
    (553 Beiträge)

    12.01.2022 18:15 Uhr
    Die WHO schätzt
    dass sich ohnehin bald die Hälfte der Europäer infiziert haben wird. Dass also die Zahlen erst mal noch hochgehen werden wissen wir.

    Aber Fakt ist, dass die schweren Fälle bisher nicht hochgehen. Also kann man sich gefälligst an die von der eigenen Regierung aufgestellten Regeln halten. Dieser vorsätzliche dauerhafte Panikmodus auf alle Ewigkeit nervt nur noch. Ich vermute, das geht nicht mehr lange gut. Entweder rechtzeitiger Strategiewechsel oder die Straßen füllen sich mit immer mehr Demonstranten.
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  •   Reger
    (823 Beiträge)

    12.01.2022 12:30 Uhr
    Überzogen
    Ob FFP2 oder medizinische Maske, das kann nicht ernsthaft einen Unterschied ausmachen. Aber Hauptsache eine neue Regelung.
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  •   RainerBu
    (1502 Beiträge)

    12.01.2022 14:01 Uhr
    oh doch
    besonders für den Eigenschutz großer Unterschied.
    Wenn eine FFP2 richtig getragen wird, filtert sie fast alles in dem Größenbereich der Viren weg.
    Definition kann ja jeder nachlesen.
    Für andere sollte sie demnach auch mehr schützen wie eine OP-Maske.
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  •   AlterMann
    (420 Beiträge)

    12.01.2022 12:25 Uhr
    Intensivbetten
    Und das alles nur weil die Intensivbetten knapp sind.
    Es werden hunderte Milliarden Euros aufgewendet für alle möglichen Zahlungen, ganze Wirtschaftszweige werden lahmgelegt und zerstört und Deutschland wirtschaftlich kaputt gemacht.
    Würde man jedem Pfleger oder Pflegerin eine Million Euro Jahresgehalt bezahlen würden sich dafür so viele melden dass wir sofort tausende Intensivbetten zusätzlich betreiben könnten, und das für einen ganz geringen Bruchteil der Kosten.
    Statt dessen bekommen die Krankenhäuser Geld wenn die verfügbaren Betten knapp sind, was sicher auch dazu geführt hat dass wir im letzten Jahr ca. 4000 nutzbare Betten verloren hatten.
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  •   Senfdazu
    (542 Beiträge)

    12.01.2022 18:07 Uhr
    😎
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++

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