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Baden-Württemberg erwartet Entspannung bei Impfsituation: "Je mehr Impfstoffe, desto mehr Termine"

Je mehr Impfstoff zur Verfügung steht, desto mehr Impf-Termine können vergeben werden. Gesundheitsminister Manne Lucha ist optimistisch, dass mit den neuen Zulassungen von Moderna und in Kürze wohl auch von Astrazeneca und Johnson & Johnson Entspannung eintritt. Das geht aus einer Pressemitteilung vom Land Baden-Württemberg hervor.

Gesundheitsminister Manne Lucha bittet die Bevölkerung beim Thema Impfen um Geduld.

"Mit der derzeit vom Bund zur Verfügung gestellten Menge an Impfstoff können wir täglich in Baden-Württemberg 6.500 Menschen impfen. Die Bundesregierung hat per Verordnung festgelegt, dass im ersten Schritt insbesondere über 80-Jährige sowie ärztliches und pflegerisches Personal geimpft werden dürfen. Allein diese Personengruppe macht bei uns im Land rund 1 Million Menschen aus, die derzeit impfberechtigt sind“, so Lucha am 10. Januar in Stuttgart.

Je mehr Impfstoffe, desto mehr Termine

Diese große Diskrepanz sei leider nicht so schnell aus der Welt zu schaffen. "Ich bin optimistisch, dass mit den neuen Zulassungen von Moderna und in Kürze wohl auch von Astrazeneca und Johnson & Johnson etwas Entspannung eintritt“, so Lucha weiter.

Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen), Minister für Gesundheit, gestikuliert.
Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen), Minister für Gesundheit, gestikuliert. | Bild: Marijan Murat/dpa

Die Rechnung sei einfach: "Je mehr Impfstoff wir zur Verfügung haben, desto mehr Menschen erhalten Termine", sagt Lucha.

Die Infrastruktur sei da, inklusive tausender Ärzte, medizinischer Fachangestellte und Freiwillige. Die Impfung selbst bleibe aber freiwillig. Momentan sei die Nachfrage einfach viel größer als das Angebot.

Ich verstehe die Enttäuschung all jener, die jetzt noch nicht zum Zug kommen, weil die Termine so schnell vergriffen sind. Bitte haben Sie noch etwas Geduld, die Lage wird sich entspannen. Und seien Sie versichert: Jeder Impfstoff, der hier in Baden-Württemberg ankommt, wird sofort vergeben", so der Gesundheitsminister in der Pressemitteilung.

Impfungen in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg hat Stand 9. Januar 268.125 Impfdosen geliefert bekommen. Davon wurden zuletzt am 9. Januar 92.625 Impfdosen ausgeliefert. Die nächste Lieferung von Biontech wird die Impfzentren vermutlich am 21. Januar erreichen. Das Land hält 50 Prozent der Dosen zurück, um die 2. Impfung auch bei Lieferschwierigkeiten des Impfstoffherstellers garantieren zu können.

Somit hat Baden-Württemberg seit Beginn der Impfungen faktisch 134.063 Impfdosen geliefert bekommen, die auch direkt verimpft werden können. Von diesen wurden bis einschließlich 8. Januar 55.320 verimpft.

(Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

Somit standen am 9. Januar noch 78.743 Impfdosen zur Verfügung. Dieser Impfstoff sollte bis 21. Januar, also bis zur nächsten Lieferung reichen. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste das Land 6.057 Dosen pro Tag verimpfen. Derzeit werden ca. 6.200 Impfdosen am Tag verimpft.

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  •   kritiker_2014
    (650 Beiträge)

    12.01.2021 15:45 Uhr
    Eine Entspannung
    ist noch lange nicht in Sicht. Was redet der Lucha da für ein Blödsinn?
    Es gibt noch nicht mal die obligatorischen FFP2 Masken für Menschen ab 60 weil die AOK Schwierigkeiten
    hat mit der Versendung der zwei Coupons für Januar und Februar die man bei der Apotheke volegen muß um diese verbilligt zu erhalten.
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  •   Queri
    (188 Beiträge)

    12.01.2021 16:13 Uhr
    '
    doch, bei dm gibt's welche.
    Aber man kann natürlich immer und bei allem nach dem Staat rufen und so tun als wären alle Teil der 3%, die sich ernsthaft einen Kauf nicht leisten könnten. Für die muss natürlich gesortgt sein.
    Übrigens haben die Verbrauche beim Lockdown Mrd. Euro eingespart (nicht ausgegeben).
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  •   Eiermann
    (328 Beiträge)

    12.01.2021 17:40 Uhr
    FFP 2
    Mit Söders überraschendem Vorstoß zur FFP2-Maskenpflicht in Handel und ÖPNV , die auch noch sehr kurzfristig in Kraft treten soll, wird natürlich der Mangel an solchen Masken jetzt erst recht geschürt. In Bayern stehen jetzt schon die Leute Schlange vor den Apotheken, bei Rossmann usw. sind sie ausverkauft. So etwas kann man doch nicht gerade mal so verordnen.

    FFP 2-Masken sind meines Wissens Einwegmasken, d.h. sie können nicht gewaschen und wiederverwendet werden. Für rund 80 Millionen Menschen drei Masken pro Woche (das wäre schon sparsam gerechnet), macht 240 Mio Stück. Wo sollen die denn herkommen?
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  •   Kommentar
    (341 Beiträge)

    13.01.2021 04:09 Uhr
    Aus China
    Wie alle Dinge, die man hier kaufen und nicht essen kann.

    Aber was macht man denn, wenn man nicht irgendwo arbeiten geht (dann Sache des Arbeitgebers), dass man 3 Masken die Woche benötigt?
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  •   kritiker_2014
    (650 Beiträge)

    12.01.2021 17:35 Uhr
    darum gehts mir
    gar nicht.Ich kann mir die natürlich finanziell leisten.
    Es geht darum etwas ankündigen und dann kann man es nicht einhalten.
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  •   Kommentar
    (341 Beiträge)

    13.01.2021 04:16 Uhr
    Frau Merkel
    wollte die nächsten Masken auch direkt verschicken - damit man nicht mehr zur Apotheke muss.

    Daraus ist anscheinend nichts geworden.
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  •   myopinions
    (1174 Beiträge)

    12.01.2021 15:38 Uhr
    .................der Lucha sagt es
    dem Volk knallhart und ohne Rücksicht:
    "Je mehr Impfstoffe, desto mehr Impftermine."

    Für soviel Transparenz und Ehrlichkeit wird er bestimmt wiedergewählt!
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  •   tom1966
    (822 Beiträge)

    12.01.2021 15:34 Uhr
    Impfungen
    6200 Impfungen pro Tag bei ca. 11 Millionen Einwohnern? Wenn sich nur 6 der 11 Millionen impfen lassen, dauert das 947 Tage - also fast drei Jahre!

    Ich denke, das Hauptproblem wird demnächst nicht der Mangel an Impfstoff, sondern der Mangel an Impfpersonal sein.
    Hinzu kommt die Buerokratie, die mit der Impfung zusammenhängt - Belehrung, Einverständniss usw.

    Das alles muss besser organisiert werden. Warum nicht arbeitslose oder (frisch) berentete Pfleger, Krankenschwestern, MTAs einsetzen, auch Ärzte, die erst vor kurzem in Rente gegangen sind - jeden, der eine Spritze setzen darf!
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  •   Kommentar
    (341 Beiträge)

    13.01.2021 04:11 Uhr
    Weil
    die der Kern der Risikogruppe sind?
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  •   Eiermann
    (328 Beiträge)

    12.01.2021 17:34 Uhr
    Dieses logistische/ personelle Problem
    betrifft aber nur die Impfungen in den Impfzentren. Man müsste eben so schnell wie möglich auch beginnen, die Bevölkerung in den Arztpraxen zu impfen. Mit den Impfstoffen, die nicht auf -70 Grad gekühlt werden müssen, dürfte das doch kein Problem sein. Für den Biontech-Impfstoff kann man dann weiterhin die Zentren nutzen.

    Wenn wir so etwas nur über die staatliche Planwirtschaft organisieren, wird es natürlich nicht klappen. Bzw. es würde mehrere Jahre dauern, die gewünschten 70% der Bevölkerung zu impfen. Also, Impfstoff schnell an die Ärzte liefern. Die packen das ja auch jedes Jahr bei der Grippeimpfung.
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