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Karlsruhe Aktuelle Corona-Lage in Karlsruhe: Neuer Müll-Rhythmus, mehr Abstand auf Wochenmärkten

Oberbürgermeister Frank Mentrup informierte am Mittwochmittag zur aktuellen Corona-Lage in Karlsruhe: Alle Bürgerdienste sind seit vergangenen Montag wieder im Einsatz. Bei der Müllabholung gibt es einen neuen Rhythmus und auf den Karlsruher Wochenmärkten eine neue Abstandsregelung. Einen Anlass zur Lockerung von Maßnahmen sieht er nicht, allerdings auch keinen zur Verschärfung.

Oberbürgermeister Frank Mentrup sieht keinen Anlass für weitere Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen in Karlsruhe. "Die Bürgerinnen und Bürger haben bislang besonnen gehandelt", so Mentrup am Mittwoch in einer virtuellen Pressekonferenz, "ich sehe in Karlsruhe keinen Anlass dazu." Es habe keine auffälligen oder besonderen Situationen in geöffneten Betrieben mit viel Publikumsverkehr wie Supermärkten oder Baumärkten gegeben.

Eine Ausnahme bildet der Wochenmarkt auf dem Gutenbergplatz: Er war aufgrund des Wetters stark besucht, vielerorts konnte der Abstand nicht oder nur schwer eingehalten werden. Die Stadt hat daraufhin die Standsituation auf allen Karlsruher Wochenmärkten überarbeitet, um größere Abstände zwischen den Ständen zu schaffen. Sie bittet außerdem darum, zügig einzukaufen.

Keine Verschärfung der Corona-Maßnahmen in Karlsruhe

Mentrup sieht die Bundespolitik derzeit vor den Wunsch gestellt, Ankündigungen der Lockerungen von Maßnahmen vorzunehmen. "Dafür gibt es keinen Anlass", so das Stadtoberhaupt, "jede Lockerung wäre ein echtes Wagnis und hätte eine Überbelastung des Gesundheitssystems zur Folge."

In Karlsruhe ist mit keinen Verschärfungen zu rechnen, die Kontrollen zur Einhaltung der aktuellen Verordnung will man allerdings intensivieren. "Wir werden mit entsprechenden Bußgeldern gegen Verstöße vorgehen - vor allem bei Mehrfachverstößen."

Wertstoffhöfe ab 6. April wieder offen

Viel Unmut gibt es dieser Tage bei den Bürgern in Sachen Müll: Wertstoff und Papier bleiben vorerst stehen - und auch die Wertstoffhöfe wurden relativ überraschend geschlossen. "Wir bedauern sehr, dass die Bürger vor den Toren standen und die Höfe schon geschlossen waren", so Mentrup.

Dies sei allerdings notwendig gewesen, da zu diesem Zeitpunkt die Höfe im Landkreis bereits geschlossen waren und viele Bürger in die Stadt gefahren kamen. In der kommenden Woche werden einige Wertstoffhöfe wieder öffnen.

Wertstofftonne wird im dreiwöchigen Rhythmus geleert

Ab kommender Woche soll auch die Wertstofftonne stadtweit wieder regelmäßig geleert werden. Die zuständigen Behörden "tüfteln" derzeit an den neuen Routen, denn vorerst wird die Leerung im dreiwöchigen anstatt des gewohnten 14-tägigen Rhythmus stattfinden. Die genauen Termine stehen noch nicht fest, die Stadt will darüber zeitnah informieren.

"Wir werden uns bemühen,die Touren nachzuholen, die ausgefallen sind, damit einige Straßenzüge nicht fünf bis sechs Wochen auf eine Leerung warten müssen", so Mentrup. Papier und Pappe wird allerdings weiterhin bis zum 19. April stehen bleiben. Bio- und Restmüll werden im 14-tägigen Rhythmus von den Mitarbeitern des Abfallamts geholt.

Bürgerdienste wieder alle verfügbar

Vor rund zwei Wochen wurden in allen städtischen Ämtern, die Dienste angesichts von Corona kurzfristig heruntergefahren: Seit Montag läuft in den Dienststellen wieder ein geregelter Basisbetrieb. Gearbeitet wird mit Redundanz mit mehreren Teams - "die kritische Infrastruktur der Stadt soll einsatz- und handlungsfähig sein."

Es werden wieder alle Leistungen der Bürgerdienste angeboten, so Oberbürgermeister Frank Mentrup. Allerdings muss eine Voranmeldung beim jeweiligen Bürgerbüro erfolgen: Entweder telefonisch oder per Mail.  Vorab wird geklärt, wie dringend das Anliegen ist und wie eine Lösung gefunden werden kann. "Wenn die direkte Erreichbarkeit nicht gefunden wird, nutzen Sie bitte die Behördennummer 115", so Mentrup.

Neue Regelung für Kfz-Zulassung

Die Zeit wurde genutzt, um Infektionsschutzmaßnahmen wie Plexiglasscheiben, Handdesinfektionsspender und Abstandsregelungen umzusetzen. An vielen Stellen konnte der Wartebereich entzerrt werden, problematisch war es bei Kfz-Zulassungsstellen - hier bildeten sich immer wieder lange Schlangen. 

Die Stadt versucht, auch diesen Prozess zu optimieren: Händler und Privatpersonen können ihre Unterlagen einreichen und die Zulassung am darauffolgenden Tag abholen. Händler sollen hierfür eine telefonische Voranmeldung nutzen und ausschließlich die Dienststelle in der Steinhäuserstraße nutzen. Privatpersonen können diesen Service in der Kaiserallee 8 in Anspruch nehmen.

Info über Bauvorhaben online

Über einige Baumaßnahmen konnte die Stadt in den vergangenen Tagen nicht im gewohnten Umfang informieren, weil beispielsweise Ortschaftsratsitzungen ausgefallen sind. Bürger finden die Informationen zu den Bauvorhaben nun unter anderem online.

Derzeit gibt es im Stadt- und Landkreis Karlsruhe 588 Personen, die mit Covid-19 infiziert sind. 178 sind es im Stadtbereich, 410 im Landkreis (stand 1. April, 11.30 Uhr). 116 Personen sind inzwischen genesen, acht verstorben. Weiterhin sind drei Patienten aus dem Elsaß in Karlsruhe in Behandlung.
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Kommentare (19)
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  •   haku
    (4161 Beiträge)

    01.04.2020 18:00 Uhr
    Wer Gerhard Wisnewski glaubt...
    ...der hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
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  •   Route66
    (2639 Beiträge)

    01.04.2020 17:56 Uhr
    Ja ja Deinen tollen Quellen
    Zitat von NuoViso Die Stadt Leipzig hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Hochburg verschwörungsideologischer Akteure entwickelt. Hier sitzt nicht nur das seit 2010 erscheinende AfD- und Legida-nahe “Compact-Magazin”, sondern auch die Propagandaschmiede “NuoViso”.

    In der Hardenbergstraße 64, einem Hinterhaus in der Südvorstadt, befindet sich die von Frank Höfer, Steffen Höfer und Michael Swoboda betriebene Filmproduktionsfirma “NuoViso”, die seit rund zehn Jahren verschwörungsideologische und esoterische Videos im Internet und auf DVD verbreitet. Das inhaltliche Spektrum reicht von Esoterik und “Impfkritik” über Kornkreise und Pseudowissenschaft bis hin zum modernen Antisemitismus der “Wahrheitsbewegung” und Reichsbürger-Propaganda. Darüber hinaus trat Frank Höfer, ein ehemaliger “Compact”-Mitarbeiter, zwei Mal bei Konferenzen der verschwörungsideologischen und Holocaustleugnern nahestehenden “Anti-Zensur-Koalition” auf.
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  •   Gevatter
    (348 Beiträge)

    01.04.2020 18:08 Uhr
    Zuwas regen Sie sich auf?
    Ist verschwendete Energie. Solche Leute ganz einfach ignorieren und nicht noch Reflektionsfläche geben.
    Wie gesagt, man müsste eigentlich den Tierschutzverein informieren. Gänse für diesen User als Usernamen zu verwenden ist eigentlich Tierquälerei. So dumm ist keine Gans.
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  •   Route66
    (2639 Beiträge)

    01.04.2020 18:20 Uhr
    Stimmt
    Aaaaaber: hier lesen ja auch Leute mit, die so was glauben. Da möchte ich gerne aufzeigen was hinter solchen Behauptungen wirklich steckt 😉😀
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  •   Oitastisch
    (211 Beiträge)

    01.04.2020 19:12 Uhr
    Beeindruckend
    Toll wie sie den Leuten hier zeigen was hinter mancher Behauptung wirklich steckt! Und das machen sie ohne Fakten zu widerlegen. Wirklich beeindruckend und sehr überzeugend! Wer konnte ahnen, dass der "Copy & Paste" Befehl mal so zur Wahrheitsfindung beitragen wird.
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  •   Avatar
    (831 Beiträge)

    01.04.2020 19:33 Uhr
    Ach
    je, noch so einer.🙄
    Nur zur generellen Information: Fakes von Verschwörungstheoretikern muss niemand widerlegen. Weil: die sind schon mal alle in sämtlichen Faktenchecks widerlegt worden. Lesen bildet. Aber nur wenn man das liest was auch wirklich stimmt. Lesen Sie doch mal Die Zeit oder was anderes Sinnvolles.
    Ich fasse es nicht was sich seit Neuestem hier drin rumtrollt. Kommt das von der Angst angesteckt zu werden? Nicht jeder stirbt übrigens, nur ein kleiner Prozentteil. Und das sind Fakten, die belegt sind.
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  •   Oitastisch
    (211 Beiträge)

    01.04.2020 20:07 Uhr
    Faktencheck
    Das wäre doch etwas für den Kalender: Fakes von Verschwörungstheoretikern müssen nicht widerlegt werden, denn sie sind schon von Faktenchecks widerlegt wurden. Toll, wirklich! Aber etwas Sorgen mache ich mir schon um sie. Nur ein kleiner Prozent stirbt an diesem übermächtigen Todes-Virus? Sind sie da absolut sicher? Behalten sie das lieber für sich, sonst kommt noch jemand auf die Idee, dass dieser "Lockdown" total unverhältnismäßig ist. Lesen sie lieber "die Zeit". Diese Zeitung wird von unserem Wahrheitsministerium empfohlen.
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  •   Prof.Baerlapp
    (737 Beiträge)

    01.04.2020 17:32 Uhr
    Wertstoffleerung alle drei Wochen
    statt alle zwei Wochen. Damit kann man leben. Gut, dass man eine Lösung gefunden hat. Immer größer werdende Müllberge will schließlich keiner.
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  •   Route66
    (2639 Beiträge)

    01.04.2020 17:57 Uhr
    Stimme zu
    Hier wurde doch rasch eine Lösung gefunden.
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