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Karlsruhe Karlsruher missachten zunehmend die Corona-Regeln: "Wir dürfen uns keine Nachlässigkeiten erlauben"

Urlaub am Strand, Grillfest mit Freunden oder ab an den See - der Sommer ist in vollem Gange. Doch die Menschen werden zunehmend unvorsichtig, halten den Abstand oder die Mundschutzpflicht nicht ein, Gastronomen verzichten auf die Erfassung der Kundendaten. Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup appelliert: "Wir dürfen die in Teilen wiedergewonnene Normalität nicht aufs Spiel setzen!"

Die Infektionszahlen steigen deutschlandweit wieder an. Grund ist nicht nur die derzeitige Urlaubssaison, sondern auch das zunehmend unachtsame Verhalten der Menschen. Das ist nicht nur die Einschätzung des Gesundheitsamtes Karlsruhe, sondern hat sich auch in Beobachtungen von Polizei und Ordnungsdienst gezeigt.

Noch immer gilt im öffentlichen Raum das Abstandsgebot, | Bild: Lena Kube

Demnach halten sich immer weniger Menschen im Alltag an die nach wie vor geltenden Hygieneregeln. "Die Zahl der Hinweise und Beschwerden aufgrund von Verstößen gegen die bestehenden Corona-Regeln stieg deutlich an", teilt die Stadt Karlsruhe auf ihrer Corona-Informationsseite mit.

Menschen missachten Mundschutz und Mindestabstand

Unter anderem verzichten Gastronomiebetriebe auf die Erfassung von Gästedaten, die wichtig sind, um Infektionsketten nachverfolgen zu können. Gemeldet werden aber auch Reisende, die in Bussen und Bahnen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, oder Menschenansammlungen im öffentlichen Raum, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup. | Bild: Marlene Witke

Nun droht ein weiteres Risiko: Die baden-württembergischen Sommerferien beginnen, die Urlaubssaison bricht an. Sowohl der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup als auch Landrat Christoph Schnaudigel appellieren an die Menschen: "Wir dürfen uns keine Nachlässigkeiten erlauben – in Verantwortung für unsere Familien, uns selbst und andere."

Urlaubssaison: Corona-Virus nicht importieren

Doch was gilt für die Urlauber? Jeder, der aus einem Risikogebiet zurückkommt, ist verpflichtet sich beim zuständigen Ordnungsamt zu melden. Außerdem besteht die Verpflichtung zur Einhaltung einer 14-tägigen Quarantäne. Diese kann entfallen, wenn ein ärztliches Attest über einen negativen Test vorgelegt wird.

Corona-Hinweis in Karlsruhe. | Bild: Lena Kube

"Ein relevanter Anteil der Infektionen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe lassen sich auf Einreisen aus dem Ausland zurückführen", machen der Landrat und der Oberbürgermeister deutlich. Sollten die Infektionszahlen wieder ansteigen, könnten die Beschränkungen zurückkehren. "Jetzt dürfen wir die in Teilen wiedergewonnene Normalität nicht aufs Spiel setzen".

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Kommentare (13)
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  •   oststaedtler
    (273 Beiträge)

    30.07.2020 13:51 Uhr
    Strafen
    meiner Meinung diszipliniert man die Leute am ehesten über den Geldbeutel. Am besten 500 Euro Strafe für Leute ohne Maske im ÖPNV usw. Und das dann auch rigoros kontrollieren und durchsetzen.
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  •   FCKSUV
    (302 Beiträge)

    30.07.2020 10:04 Uhr
    Die Epidemiologen
    sind wieder da. grinsen
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  •   andip
    (10459 Beiträge)

    30.07.2020 08:31 Uhr
    ??
    Hier in KA ist doch von einer Zunahme der Infektionen gar nicht zu reden, ganz im Gegenteil.
    Das könnte man auch als Hinweis darauf sehen, dass die ganzen Massnahmen gar nicht so nötig sind.
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  •   tom1966
    (203 Beiträge)

    30.07.2020 09:08 Uhr
    Keine Zunahme...
    ...bedeutet nicht, dass wir jetzt wieder "normal" weitermachen können. Es bedeutet, dass die Vorsichtsmaßnahmen Wirkung zeigen! Darum sollten wir weiterhin Masken tragen, Abstände möglichst einhalten und größere Menschenansammlungen vermeiden.

    Das Corona-Virus ist noch da! Es genügt nur ein Infizierter in einem Raum voller Menschen und es gibt einen neuen Hotspot.

    Das ganze als politisches Kalkül darzustellen, hat man an anderer Stelle schon versucht und eine böse Quittung dafür bekommen: ein Blick in die USA genügt.
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  •   FG1961
    (351 Beiträge)

    30.07.2020 06:27 Uhr
    Mir sind die aktuellen Regeln nicht
    mehr bekannt. Somit bleibe ich bei dem Mindestabstand, ziehe den Spuckschutz in den Geschäften auf und wasche mir häufig die Hände.
    Wenn ich in der Stadt sieht es überwiegend so aus wie im letzten Sommer.
    Wenn Bund, Land oder Stadt die Einhaltung der Regeln wollen, könnte sie es durchsetzen.
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  •   Ein_Wanderer
    (418 Beiträge)

    29.07.2020 21:29 Uhr
    Politisches Kalkül
    Die großen Corona-Warner haben in der Politik hohe Beliebtheitswerte, siehe z.B. Söder. Da nimmt sich unser Dr. Mentrup natürlich gleich ein Beispiel, bald ist OB-Wahl.
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  •   tom1966
    (203 Beiträge)

    30.07.2020 09:37 Uhr
    Internationale Sicht
    Auch Trump hat das Corona-Virus heruntergespielt. Resultat: über 4 Millionen Infizierte und ca. 150 000 Tote (offizielle Zahlen, Quelle : CNN / Johns Hopkins Universität).

    Und da soll das Bestehen auf Vorsichtsmaßnahmen und Warnen vor einer möglichen zweiten Welle politisches Kalkül sein?
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  •   Propagandahilfskraft
    (1428 Beiträge)

    30.07.2020 11:27 Uhr
    Die Failed States of America ...
    ... haben ganz andere Probleme. Vor der Pandemie hatten IIRC etwa 10% der Menschen keine Krankenversicherung und rund 20% eine nur unzureichende. Mit dem Lockdown stieg die Zahl der Arbeitslosen schlagartig an, damit auch die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung. Die Fehler, die zu den vielen Toten in Pflegeheimen führten sind sehr ähnlich zu denen in Italien. Da wurden zu Beginn der Pandemie die symptomarmen Erkrankten zur Entlastung der Krankenhäuser in Pflegeheime abgeschoben. In NY sollen viele der Menschen durch Fehlbehandlung gestorben sein. Nach diesen Aussagen war das Pflegepersonal auf den Covid19-Stationen zu großen Teilen unqualifizierte Praktikanten (!?) und der Meinung: Die sterben ja eh' bald am Killervirus. Und dann gab es noch Prämien für die künstliche Beamtmung, welche aber idR schädlich ist. Daran war nicht der allerwerteste Donald Trump schuld. Das geschah bevorzugt in von den „Demokraten“ regierten Staaten.
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  •   Freigeist1
    (1282 Beiträge)

    30.07.2020 13:26 Uhr
    Die Vermischung
    eines Virus mit Parteipolitik bringt glaube ich kein Glück, selbst wenn man "Hilfskraft" für irgendjemanden ist zwinkern
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  •   barheine
    (337 Beiträge)

    29.07.2020 17:03 Uhr
    Es ist mittlerweile eigentlich auch nicht mehr möglich, Sicherheitsabstand einzuhalten. Das wäre ein einziger Hindernislauf. Also Augen zu und durch. Ich befürchte, wir werden noch die Quittung dafür bekommen.
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