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Karlsruhe Stadt informiert: Erste Corona-Fälle bekannt, die sich in Karlsruhe infiziert haben

Seit Freitag gibt es in Karlsruhe erste Fälle, bei denen sich Personen in Karlsruhe und nicht in einem Risikogebiet mit dem Corona-Virus infiziert haben. Die Stadt ergreift weitere Maßnahmen zum Schutz sogenannter Risikogruppen. Eine städtische Ausgangssperre soll aber die allerletzte Maßnahme bleiben.

Auch bei kritischen Berufsgruppen wie klinischem Personal sind erste Fälle aufgetreten. Darüber und über weitere aktuelle Entwicklungen in der Corona-Lage informiert der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup am Dienstagmittag in einer Pressekonferenz unter freiem Himmel - im Innenhof des Rathaus.

"Grundstimmung ist nun eine andere"

Seit Freitag herrscht in Karlsruhe eine neue Situation: "Wir haben erste Infektionen, die nicht von einem Urlaubsgebiet nach Karlsruhe hineingebracht wurden", sagt Frank Mentrup.

Oberbürgermeister Frank Mentrup. | Bild: Marlene Witke

Nachweislich haben sich Personen in der Stadt an ihren Mitmenschen angesteckt. "Eine Infektion ist nach wie vor relativ unwahrscheinlich, aber die Grundstimmung ist nun eine andere", so der Oberbürgermeister.

Im Städtische Klinikum richtet man derzeit eine neue Station für die schweren Verläufe der Erkrankung ein. Stand Dienstagnachmittag befinden sich drei der Infizierten aus dem Stadt- und Landkreis in stationärer Behandlung. 

Kommt die Ausgangssperre?

Muss die Karlsruher Bevölkerung mit einer Ausgangssperre wie in Österreich und Italien rechnen - oder sind diese Szenarien noch weit entfernt? "Eine Ausgangssperre wäre ein massiver Eingriff", sagt Frank Mentrup und appelliert an das Verantwortungsbewusstsein eines jeden Einzelnen: "Die Bürger tragen durch eigenes Verhalten dazu bei, dass es nicht soweit kommen muss."

Eine derart drastische Maßnahme wünsche sich niemand, sie werde allerdings vom weiteren Verlauf der Infektionszahlen und der verantwortungsbewussten Haltung der Bürger abhängig gemacht, so Mentrup.

Der Fokus in den kommenden Wochen soll auf dem Schutz sogenannter Risikogruppen liegen. Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, wurde das öffentliche Leben bereits stark eingeschränkt. Auch für die Stadt Karlsruhe und ihre Angestellten gilt ab sofort: Notbetrieb.

Bürgerdienste vorerst auf "Notbetrieb"

Die Stadt Karlsruhe hat am Dienstag entschieden, ihre Aktivitäten weitgehend einzustellen - den "Notbetrieb" aufzunehmen. "Heute haben wir schweren Herzens beschlossen, alle Bürgerdienste herunterzufahren", sagt Frank Mentrup.

Wohin können sich Bürger mit dringenden Anliegen nun wenden? "Alle Bürgerdienste sind weiterhin telefonisch erreichbar", informiert der Oberbürgermeister. Dies soll vorerst zur kommenden Woche gelten, bei Bedarf könnte der Notbetrieb jedoch für rund zwei weitere Wochen aufrecht erhalten werden.

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Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus breitet sich aus: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für Karlsruhe und die Region in diesem Dossier.
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Kommentare (43)
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  •   Mediziner
    (2 Beiträge)

    20.03.2020 17:55 Uhr
    Ich glaube, viele haben es immer noch nicht kapiert
    ...und das führt zu einer Gefährdung vielerMitmenschen.

    Covid 19 hat zu 80% einen relativ glimpflichen Verlauf.

    ABER: Jeder 5. wird einen schweren Krankenheitsverlauf erleiden. In 5 % wird es zur Intentivpflichtigkeit mit der Notwendigkeit einer invasiven Beatmung kommen - und bei der bestehenden Grunderkrankung, welche ein ARDS zur Folge hat, hat man beatmungstechnisch weniger gute Karten.


    Mich würde also mal der medizinische Background machner Leute interessieren, welche die aktuelle Situation verharmlosen und bagatellisieren.

    Die Leute, welche sich nicht an die Regeln halten, gefährden insb. Ältere und Vorerkrankte mit bekanntermassen schwerwiegenden Verläufen sowie auch das Rettungsdienst- und Krankenhauspersonal !!!

    Eine Ausgangssperre ist also folgedessen mehr als angemessen, wenn sich manche Leute nicht an die Regeln halten, wie sie derzeit überall von Experten empfohlen werden.
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  •   lesenrettetvorcovid
    (1 Beiträge)

    18.03.2020 12:56 Uhr
    Fachmann für Regionalpolitik, Fußball und jetzt Virologie! Danke Hr.Mentrup!
    Vielen Dank Hr.Metrup, dass sie einfach in allen Themenbereichen, in denen Sie in den letzten Monaten aufgefallen sind, immer mit höchst zufriedenstellender Kompetenz erschienen sind.

    "Eine Infektion ist nach wie vor relativ unwahrscheinlich, aber die Grundstimmung ist nun eine andere", so der Oberbürgermeister.

    Hat Karlsruhe, einen unsichtbaren Schild der die Bürger schützt, oder warum stellen sie Sich mit dieser krampfhaften lächerlichen Aussage entgegen allen Top-Virologen aus Deutschland?
    Wir sollten in solchen Zeiten besser auf Prof. Dr. Christian Drosten hören anstatts auf Leute denen ihre Umfragewerte mehr Wert sind als ihre Authentizität.
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  •   bonkee
    (5 Beiträge)

    18.03.2020 12:46 Uhr
    Leere Straßen?
    Kaiserstraße heute voll mit Menschen. Von wegen leere Straßen.
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  •   Vika
    (186 Beiträge)

    18.03.2020 16:11 Uhr
    Kapieren es nicht
    Und wegen solchen Menschen kommt oder brauchen wir dann das ausgangsverbot ,es wird erst kapiert wenn es soweit ist
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  •   Propagandahilfskraft
    (1366 Beiträge)

    18.03.2020 20:24 Uhr
    Vielleicht haben die es kapiert?
    SARS-CoV-2 ist nur ein Virus der eine sehr milde Erkältung verursacht. Epedemiologisch gesehen also ziemlich harmlos. Bisher hat sich bei solchen Epedemien das Nixtun - mit ein bisschen mehr Vorsicht - bewährt. Bereits ist aktuellen Massnahmen sind vollkommen überzogen. Ein Ausgehverbot wäre da eine weitere Eskalationsstufe des Entzugs der Bürgerrechte, welche absolut unsinnig ist und nur von extrem atoritären und faschsitoiden Charakteren und/oder in Panik geratenen Hysterikern begrüßt werden kann. Und natürlich von Menschen die nun die totale Machtausübung geil finden.
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  •   Mediziner
    (2 Beiträge)

    20.03.2020 17:46 Uhr
    Ich glaube, viele haben es immer noch nicht kapiert
    Aktuell handelt es sich um eine PANDEMIE mit einem Virus, der in 80 % zu relativ
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  •   Schillerlocke
    (154 Beiträge)

    19.03.2020 19:07 Uhr
    Ich sehe das nicht als überzogen an.
    Das wird ja nicht von Dauer sein. Und eine Verharmlosung von einer überdurchschnittlich legalen und sehr einfach zu übertragenen Krankheit, die in kürzester Zeit unser Gesundheitssystem in Kollabs führt, ist in meinen Augen nicht angemessen.
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  •   Gevatter
    (226 Beiträge)

    18.03.2020 20:46 Uhr
    Frage
    was würden Sie tun, wenn eine wirklicher Killervirus kommen würde?
    Das das Virus im Sommer abstirbt vergessen Sie es.
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  •   Propagandahilfskraft
    (1366 Beiträge)

    18.03.2020 22:13 Uhr
    Wenn ein wirklicher Killervirus kommt ...
    ... werden wir alle sterben. Dann wird die Kommentarfunktion von KA-News ziemlich langweilig und die wenigen Überlebenden in ihren Bunkern werden sich zu Tode langweilen. Und selbst wenn das Virus den Sommer überlebt, so fällt zumindest in der warmen Jahreszeit der Infektionsweg Tröpfcheninfektion stark ab und es wird auf jeden Fall eine Entspannung der spannungslosen Lage geschehen. Ich langweile mich ja jetzt schon fast zu Tode. Die Kneipen sind zu und die Foren von durchgeknallten und panischen Hysterikern überlaufen.
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  •   Vika
    (186 Beiträge)

    18.03.2020 22:17 Uhr
    Jetzt
    Eine Grosse Klappe und wenn du selbst betroffen bist bereust all das
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