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Karlsruhe Neue Corona-Vorschriften: Einige Poststellen schließen und Einlasskontrollen sind Pflicht

Ob Bäcker, Apotheke oder Supermarkt: Bewegen sich Kunden in geschlossenen Räumen, müssen Läden ab nun den Zutritt kontrollieren. Das Land Baden-Württemberg hat die Corona-Verordnung ein weiteres Mal überarbeitet und die Vorschriften verschärft. Welche Regelungen kommen hinzu?

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, greift das Land stark in die Freiheit der Bürger ein: Wer an diesem Wochenende mit Freunden im Grünen ein Picknick aufschlägt oder sich anderen Personen in der Bahn auf mehr als 1,5 Meter nähert, macht sich strafbar. Festgesetzt ist dies in der Corona-Verordnung der Landesregierung. Nun wurden die Regelungen ein weiteres Mal überarbeitet.

Einige Berufe sind in dieser Krisenzeit besonders wichtig. Dazu gehören unter anderem Verkäufer in Supermärken, Krankenpflegekräfte oder Polizei und Feuerwehr. Damit sie ihrem Beruf weiter nachgehen können, werden ihre Kinder trotz der geschlossenen Schulen betreut. Neu dabei ist: Die Notbetreuung ist auch in der Zeit der Osterferien gewährleistet.

Gegen den Virus: Abstand halten ist das Gebot der Stunde. | Bild: Marlene Witke

Die zweite Änderung: Dienste der Wohnunglosenhilfe sowie Sucht- und Drogenberatungsstellen dürfen weiterhin betrieben werden. Denn sie zählen nun zur sogenannten "kritischen Infrastruktur". Darunter fallen all die Bereiche, die für die Aufrechterhaltung wichtiger gesellschaftlicher Funktionen notwendig sind.

Zutrittskontrollen sind ab nun verpflichtend

Wer in den nächsten Tagen einen Brief oder ein Päckchen zur Post bringen möchte, wird mitunter vor geschlossenen Türen stehen. Obwohl trotz der Pandemie das Postwesen weiterhin aufrecht erhalten wird, müssen einige Paket- und Poststellen schließen. Es betrifft die Stellen, die an andere Geschäfte angegliedert sind und durch anderweitige Verkäufe den größten Teil des Umsatzes erzielen.

Sie dürfen generell nicht in Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen, Frisöre, Tattoo-/Piercing-Studios, Massagestudios, Kosmetikstudios, Nagelstudios, Studios für kosmetische Fußpflege sowie Sonnenstudios betrieben werden.

Betriebe müssen Zugang kontrollieren

"Für alle Betriebe und Einrichtungen, die weiterhin geöffnet haben dürfen, gilt ab nun: Damit der Mindestabstand eingehalten wird, muss der Zutritt kontrolliert werden. Warteschlangen sollten generell vermieden werden", heißt es in der aktualisierten Verordnung.

"Davon ausgenommen sind Tätigkeiten, bei denen eine enge Körpernähe nicht zu vermeiden ist", schreibt das Land Baden-Württemberg. Dies gelte insbesondere für physiotherapeutische oder pflegerische Tätigkeiten.

Dateiname : 3. Landesverordnung Corona 28.3.2020
Dateigröße : 99.87 KBytes.
Datum : 01.04.2020 11:26
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (906 Beiträge)

    30.03.2020 16:03 Uhr
    Geht mir genauso...
    durch die seit heute geltende drastische Fahrplanausdünnung fahren bis zu 75 Prozent weniger Stadtbahnen aus / nach dem Umland von Karlsruhe. Dies aber bei gleicher Anzahl an Pendlern. Logisch, dass es jetzt viel enger in den Bahnen zugeht als noch vergangene Woche. Das Infektionsrisiko steigert sich dadurch -schon aufgrund des langen Aufenthaltes in den Bahnen- immens. Und das für Pendler die in systemrelevanten Berufen arbeiten...scheinbar braucht man uns Pendler nicht...aber ein Tipp: An alle die von der Fahrplanreduzierung betroffen sind: Schildert das Problem an das Verkehrsministerium B-W, dem Gesundheitsamt, den KVV, und vor allem dem Landratsamt und der Stadt KA. In Mannheim und im Rhein-Neckar Kreis wurden schon letzte Woche die Reduzierungen zu den "Pendlerzeiten" wieder aufgrund von Beschwerden der Fahrgäste zurück genommen. Scheinbar hat man dort erkannt, dass man sehenden Auges gegen die Regeln verstößt und Pendler unnötigen Risiken aussetzt!
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  •   Karlsruher1986
    (520 Beiträge)

    30.03.2020 17:00 Uhr
    Home Office
    Ich darf diese Woche Home Office machen.

    Meinem Arbeitgeber war das Ansteckungsrisiko zu hoch.

    Habe heute morgen um 06:30 Uhr die Freigabe erhalten.

    Hoffentlich ist bald wieder alles beim alten.
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  •   Nachteule
    (962 Beiträge)

    30.03.2020 16:54 Uhr
    Strafanzeige
    Wenn sich diese Situation regelmässig für die Pendler ergibt, würde ich das dokumentieren und Strafanzeige gegen die Verantwortlichen stellen. Die müssten ja wissen, wie voll die Bahnen sind und es gibt Berufsgruppen, die am Arbeitsplatz antreten müssen und auf die Bahnen angewiesen sind.
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