37  

Karlsruhe Nachbarschaftshilfe: Karlsruher Klinikum übernimmt französische Corona-Patienten

Klinikum Karlsruhe unterstützt französische Nachbarn und übernimmt Covid-19-Patienten aus Strasbourg. Das Klinikum Karlsruhe hat seinen französischen Nachbarn Hilfe zugesagt und wird im Laufe des heutigen Sonntag drei beatmete an COVID-19 erkrankte Patienten aus dem Universitätsklinikum Strasbourg zur intensivmedizinischen Behandlung ins Klinikum Karlsruhe übernehmen.

Wie das Klinikum am Nachmittag mitteilte, sind zwei der drei angekündigten Patienten bereits sicher gelandet und wurden kreislaufstabil und künstlich beatmet auf  die Intensivstation übernommen worden. 

Ministerpräsident hatte Unterstützung zugesagt

"Der per Hubschrauber aus Straßburg durchgeführte Transport der beiden weiblichen Patientinnen im Alter von 77 und 63 Jahren hat perfekt geklappt. Zum Zustand der Patientinnen kann man aktuell noch keine detaillierten Angaben machen, hierzu können wir uns erst zu einem späteren Zeitpunkt äußern", so der medizinische Geschäftsführer Uwe Spetzger kurz nach der Übernahme der zweiten Patientin. 

Die Übernahme eines weiteren Patienten soll in Kürze folgen. Da die grenznahen französischen Krankenhäuser an der Grenze ihrer Behandlungskapazitäten für beatmungspflichtige Patientinnen und Patienten angekommen sind, hatte Ministerpräsident Kretschmann am vergangenen Freitag die Unterstützung Baden-Württembergs zugesagt.

Neben den drei Fälle aus dem Elsaß sind zwei weitere in Behandlung

"Es ist der Stadt Karlsruhe und dem Klinikum natürlich ein wichtiges Anliegen unseren französischen Nachbarn in dieser schwierigen Zeit zu helfen"; so Spetzger, "die Übernahme der beatmeten Patienten erfolgt unter Einhaltung aller hygienischen Vorgaben. Die Patienten werden entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) getrennt von der normalen Patientenversorgung isoliert behandelt."

"Gegenwärtig befinden sich zwei weitere Patienten mit bestätigter Infektion mit dem neuen Coronavirus in intensivmedizinischer Behandlung im Klinikum", erklärt Eberhard Kniehl, Leiter der Abteilung für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene. Im Bereich der Kinderklinik gibt es aktuell nach wie vor keinen bestätigten Fall des neuartigen Virus.

Dieser Artikel wurde nachträglich bearbeitet.

Mehr zum Thema
Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus breitet sich aus: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für Karlsruhe und die Region in diesem Dossier.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (37)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   kawai
    (161 Beiträge)

    23.03.2020 10:17 Uhr
    In Zeiten der Krise...
    ... bin ich sehr froh, dass wir noch vernünftige Leute in den Regierungen sitzen haben. Wie man in diesem Forum schön sieht, entlarven sich die Rechtpopulisten gerade selbst. Ich mag mir gar nicht vorstellen wie es wäre, wenn gerade Höcke, von Storch & Co. an den Schalthebeln sitzen würden. Ein Alptraum.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Spatzel
    (1 Beiträge)

    23.03.2020 09:26 Uhr
    Helfende Hand
    Jede helfende Hand wird benötigt in dieser schweren Zeit .Und jeder hat ein Recht darauf das er/sie medizinisch versorgt wird,egal was für eine Nationalität.Wenn Ihr etwas sinnvolles tun wollt ,dann tut etwas für die Patienten die jede Hilfe benötigen.
    Manche haben aber die Einstellung ,jeder ist sich selbst am nächsten.Hauptsache ich werde gut versorgt.Wenn ihr etwas gutes tun möchtet werdet kreativ und helft.spendet ,näht Mundschutz aus Baumwolle usw. lasst euch etwas einfallen.Hilfe wird immer benötigt.
    Ich arbeite auch im Städt.Klinikum Karlsruhe ,und ich kann beurteilen wie hart es ist an vorderster Front zu stehen.Da brauchen wir keine unqualifizierte Kommentare.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   silberahorn
    (10259 Beiträge)

    23.03.2020 04:07 Uhr
    Rassismus
    kann sich auch viral verbreiten. Das sind Verhaltensweisen, mit denen die Welt schon seit Jahrhunderten zu tun hatte.
    Die Pest im Mittelalter soll von Juden gekommen sein, weil sie bei Todesfällen geringer betroffen waren. Der Grund dafür war aber eher, dass sie andere Hygienegewohnheiten hatten. Das hat sich später in langem Hass gegen Bevölkerungsgruppen hingezogen, bis zur Massenvernichtung. Nur der Rassismus wurde nicht vernichtet, das ist nicht gelungen. Bis heute.

    Es gibt auch sozialen Rassismus.

    Ich staune immer noch, weil jetzt ganz viel ganz schnell geht und gleichzeitig andere gesellschaftliche Teile fast völlig abgebremst wurden. Es geht zwar nur um eine geringe Zeitspanne (hoffentlich) aber man wird diverse Charaktere besser bemerken können.
    Falsche Helfer werden wahrscheinlich auch aus dem Boden sprießen und nicht nur beim Enkeltrick.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Avatar
    (628 Beiträge)

    22.03.2020 21:43 Uhr
    Ja da kommt
    wieder der Egoismus bei einigen zum Vorschein. Aber selbst nach Solidarität schreien, aber nur wenn es für sie ist.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Kruppstahl
    (1091 Beiträge)

    22.03.2020 22:09 Uhr
    Erst mitdenken, dann andere anblöken.
    Es wird gerade alles auf null hefahren, weil man einen Zusammenbruch des medizinischen Intensivsystems befürchtet. Deshalb ist es völlig unangebracht nun auswärtige Patienten anzunehmen. Die Überfüllung unserer Krankenhäuser kann binnen wenigen Tagen Realität sein.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   ALFPFIN
    (7158 Beiträge)

    23.03.2020 11:42 Uhr
    Einmal ungeachtet
    der prekären akuten Situation habe ich Bekannte (deutsche Staatsbürger) die in akutem Krankheitszustand ohne viel zu fragen, in einem Straßburger Krankenhaus aufgenommen wurden, weil selbst die Anforderung eines Hubschraubers zu viel Zeit gekostet hätte, um sie nach Freiburg zu fliegen.
    Natürlich wird die Aufnahme von Patienten aus dem Elsass nur solange möglich sein, solange wir Kapazitäten frei haben. Da vertraue ich den verantwortlichen Ärzten im Klinikum.
    Sowohl die Krankenhäuser im Elsass und in Lothringen als auch vor allem das Klinikum Karlsruhe und die Uni Klinik Freiburg nehmen häufig jeweils Patienten von der "Gegenseite" auf. So neu ist das nicht.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   likeka
    (499 Beiträge)

    23.03.2020 00:20 Uhr
    Qualifikation
    Was qualifiziert Sie eigentlich, zu der Behauptung Hr. Prof. Dr. Spetzger und seine Ärzte hätten unverantwortlich/unangebracht gehandelt?

    Inwiefern haben Sie eine größere Expertise?
    Oder blöcken Sie selbst einfach nur rum, um mal bei Ihrer Ausdrucksweise zu bleiben?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Kruppstahl
    (1091 Beiträge)

    23.03.2020 00:33 Uhr
    Die hatten Anweisungen von übergeordneter Stelle.
    Europa ist am Ende. Werdet Euch dessen bewusst.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Denkfehler
    (149 Beiträge)

    23.03.2020 07:36 Uhr
    Mal wieder...
    ....Weltuntergangs-Phantasien? Ach nein - nur Europauntergangs-Phantasien.
    Was die Übernahme von Patienten mit dem Ende Europas zu tun hat, sollten Sie vielleicht mal erklären.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Kruppstahl
    (1091 Beiträge)

    22.03.2020 21:24 Uhr
    Wir dürfen uns nicht mehr zu dritt treffen,
    holen uns aber die Verseuchten freiwillig ins Land. Vollkommener Irrsinn.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 4 (4 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.