Karlsruhe Gute Handhygiene hilft gegen die Verbreitung von Corona - 5 Tipps zum richtigen Händewaschen

"Gründlich Hände waschen!" - was Eltern ihren Kindern schon früh versuchen beizubringen, ist einer der häufigsten und wirksamsten Tipps, um sich vor Infektionskrankheiten zu schützen. Denn: An den Händen finden sich besonders viele Erreger - so auch der neuartige Coronavirus. ka-news.de zeigt daher in einer Video-Anleitung: Von der Seife bis zum Abtrocknen - so geht Händewaschen richtig.

Gründliches Händewaschen senkt die Anzahl der Keime an den Händen. Gelangt man an mit den Händen an die Schleimhäute von Mund, Augen und Nase, kann sich der Körper mit den Erregern infizieren.

In Zeiten von Krankheitswellen wie aktuell dem Coronavirus ist das besonders wichtig, um nicht nur sich selbst, sondern auch seine Mitmenschen zu schützen. "Gründliches Händewaschen kann das Risiko einer Ansteckung verringern", teilt auch das Städtische Klinikum Karlsruhe auf Anfrage von ka-news.de mit.

Wann sollte man Hände waschen?

Hände sollten nicht nur gewaschen werden, wenn sie sichtbar schmutzig sind. Wer sich in der Öffentlichkeit bewegt, Kontakt mit Abfällen, Tieren oder Tierfutter hatte, sollte ebenfalls den nächsten Wasserhahn aufsuchen. 

Selbstverständlich sollten nach dem Besuch der Toilette und dem Naseputzen, Husten oder Niesen ebenfalls die Hände waschen werden. Das rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Gründliches Händewaschen senkt die Anzahl von Keimen auf der Haut. | Bild: pixabay@_Alicja_

Auch vor dem Essen und dem Hantieren mit Medikamenten oder Kosmetikartikeln, sowie vor der Zubereitung von Speisen sollen die Hände gewaschen werden. Denn: "Gründliches Händewaschen senkt die Anzahl der Keime an den Händen auf bis zu ein Tausendstel", so die BZgA auf ihrer Webseite. 

Doch wie gelingt die Handhygiene richtig? In fünf kurzen Videos erklären wir, wie es die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt.

1. Hände nass machen

Im ersten Schritt werden die Hände unter dem fließenden Wasserhahn angefeuchtet. Die Temperatur kann dabei so gewählt werden, wie sie als angenehm empfunden wird - sie hat laut BZgA keinen Einfluss auf die Reduktion der Mikroorganismen.

2. Gründlich einseifen

Jetzt folgt das Einschäumen: Nutzen Sie den Seifenspender und verteilen Sie die Seife auf den Handflächen. Übrigens: Hände mit Seife zu waschen ist zwar wirksamer als ohne, wer allerdings keine Seife zur Hand hat, sollte laut BZgA trotzdem auf den Waschvorgang nicht verzichten.

Wasser alleine könne demnach zumindest einen Teil der Erreger entfernen. In öffentlichen Waschräumen sind Flüssigseifen gegenüber festen Seifenstücken zu bevorzugen.

3. Mindestens 20 Sekunden lang waschen - und die Finger nicht vergessen

"Die Hände sollten mehrfach am Tag mit Seife für mindestens 20 bis 30 Sekunden bis zu den Handknöcheln sorgfältig gewaschen werden", heißt es von Seiten des Städtischen Klinikum Karlsruhe. Als Orientierung gilt: 20 Sekunden entsprechen in etwa dem zweimaligen Summen des "Happy Birthday"-Lieds.

Besonders wichtig: Denken Sie beim Schrubben auch an Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume, Daumen und die Fingernägel.

4. Gründlich abspülen

Im vierten Schritt die Hände unter fließendem Wasser abspülen. Benutzen Sie in öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns ein Einwegtuch oder den Ellenbogen.

5. Sorgfältig abtrocknen

Nach dem Waschen sollten die Hände gründlich abgetrocknet werden. "Der Hintergrund ist, dass sich Mikroorganismen in einer feuchten Umgebung besser vermehren", teilt das Städtische Klinikum mit. Für öffentliche Einrichtungen werden im Hinblick auf Hygiene Einmaltücher empfohlen, zu Hause sollte jeder sein persönliches Handtuch benutzen.

Sofern kein erhöhtes Infektionsrisiko - beispielsweise durch erkrankte Familienmitglieder - besteht, ist eine zusätzliche Handdesinfektion im privaten Umfeld laut BZgA im Allgemeinen nicht erforderlich.

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