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Karlsruhe "Es kommt jetzt auf jeden Einzelnen von uns an, ob wir das Coronavirus in den Griff bekommen"

Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup appelliert erneut an die Vernunft der Bürger, die Landesverordnung und alle damit einhergehenden Maßnahmen zum Schutz vor der Ausbreitung des Corona-Virus einzuhalten. "Nehmen Sie das ernst. Es kommt jetzt auf jeden Einzelnen von uns an, ob wir das Coronavirus in den Griff bekommen", so das Stadtoberhaupt in einer Pressemeldung.

"Halten Sie den Kontakt zu Ihrer Familie und Ihren Freunden, bleiben Sie verbunden - per Telefon, Messenger-Dienst und anderen Medien. Aber nehmen Sie die Anordnungen des Landes ernst und reduzieren Sie den direkten Kontakt zu anderen Mitmenschen auf das maximal Erlaubte und weniger."

"Jedem muss klar sein: Es geht nicht egoistisch um mich, es geht um uns"

Erneut appelliert der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup an die Bürger, die Verhaltensmaßnahmen der Landesregierung strikt zu befolgen. "Nehmen Sie das ernst. Es kommt jetzt auf jeden Einzelnen von uns an, ob wir das Coronavirus in den Griff bekommen", sagt er.

Gerade auch diejenigen, die sich immer noch unbedarft verhielten, da sie glaubten, nicht zu einer Risikogruppe zu gehören, müssten ihr Verhalten ändern. "Jedem muss klar sein: Es geht nicht egoistisch um mich, es geht um uns - um die Freundin, die Mutter, den Opa, die ich nicht anstecken möchte", so der Rathaus-Chef am Samstagabend in einer Pressemeldung der Stadt Karlsruhe.

Große Mehrheit halte sich an die Einschränkungen

Nach dem sonnigen Freitag erleichtere das regnerische Wetter am Samstag vielen die Entscheidung, zuhause zu bleiben. Davon abgesehen habe er aber dennoch den Eindruck, dass sich die große Mehrheit der Karlsruher an die Einschränkungen halte. Mentrup lobe zudem die zahlreichen Hilfsaktionen, die aus der Bürgerschaft heraus organisiert werden.

Oberbürgermeister Frank Mentrup. | Bild: Marlene Witke

"Das ist für mich gelebte Solidarität, die vielen hilft, die sich jetzt besonders schützen müssen", so der Oberbürgermeister. Er danke allen, die "in vorderster Linie durch ihre Arbeit unser Gemeinwesen am Laufen halten." "Wir allen ziehen den Hut vor den vielen Beschäftigten zum Beispiel in den Krankenhäusern, den Arztpraxen, den Supermärkten oder Bäckereien, die dort anpacken, wo ihre Arbeit so dringend gebraucht wird", so der Oberbürgermeister.

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  •   Gevatter
    (399 Beiträge)

    22.03.2020 10:23 Uhr
    Diesefahrverbote werden
    nicht ausgesetzt. Wie krank ,Entschuldigung, ist das denn? Haben wir zur Zeit nicht größere Probleme als Feinstaub? Oder hat man Angst vor der DUH, dass die Zwangsgeld eintreibt. Man sollte den Menschen Erleichterungen geben wo immer es geht.
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  •   Svantovit
    (144 Beiträge)

    22.03.2020 09:47 Uhr
    Ja klar!
    Sicher werden sich die meisten an die Ausgangsbegrenzung (Freiheitsberaubung) halten, wegen dem ach so gefährlichen Virus? Fehlanzeige! Die damit einhergehenden Geldbußen dürften das entscheidende Argument sein. Statt die Risikogruppen unter Hausarrest/Quarantäne zu stellen, wird die ganze Bevölkerung in Sippenhaft genommen und die Mittelschicht mal so richtig ausgedünnt. Kurzarbeit und Entlassungen sind bereits die Begleiterscheinungen dieser Farce. Die Krönung des ganzen ist die Zerschlagung der Republik in einzelne Fürstentümer, (jede Kommune kocht ihr eigenes Süppchen), die jedem Bürgermeister eines jeden Kaffs gestattet, seine "Macht" bzw. sein Ego auszuleben und noch weitere "Spielregeln" mit einzubringen. Soviel zu unserer geilen, parlamentarischen Demokratie, nichts aus den vergangenen beiden Dikatuturen gelernt. Und das Argument, die anderen Staaten würden es genauso halten oder noch schlimmer ist kein Argument. Die EU war, ist und bleibt, eine bloße Wirtschaftsgemeinschaft.
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  •   kunvivanto
    (324 Beiträge)

    22.03.2020 10:28 Uhr
    Politik halt.
    Die jetzigen Versuche, die Coronakrise zu meistern, gleichen dem Versuch, die Welt mit Leder zu überdecken, damit sich niemand an Dornen und spitzen Steinen verletze.
    Es ist viel einfacher, Schuhe zu tragen.

    Ich bin ja sehr für die Integration geistig Behinderter in die Gesellschaft. Aber muss es ausgerechnet in der Politik sein? Selbst der Chef der Bundesärztekammer plädiert dafür, nicht alle Menschen zu beschränken, sondern nur die wirklich gefährdeten zu ihrem eigenen Schutz.
    https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-aerztchef-massnahmen-befristen-100.html

    PS
    Ich bin selbst 70 und gehöre damit angeblich zu den Gefährdeten. Aber ich habe mich immer selbst um meine Gesundheit gekümmert und damit um meine Immunität, und rechne im Fall einer Ansteckung mit einem milden Verlauf. Ich hatte bereits ein langes und tolles Leben, und bin mir bewusst, dass es eh irgendwann enden wird. Wozu sollte ich Angst haben? Ich halte zwar natürlich die Vorschriften ein, aber ich finde sie überzogen
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  •   patrickkk
    (1773 Beiträge)

    22.03.2020 07:20 Uhr
    ...
    "Es kommt auf jeden einzelnen an"

    Ja teile stimmen. Und ich kann mich dem Appell an Vernunft nur anschließen, aber aus meiner eigenen Erfahrung weis ich dass die Bürger hier schon deutlich weiter sind als die "Verantwortlichen". Ich bin Teil einer Risikogruppe, und kann mich nur bei meinen Freunden / Nachbarn bedanken. Noch möchte ich keine Hilfe beanspruchen, aber die Hilfe die bisher angeboten wurde kam von Karlsruher Bürger/innen.

    Nur die Politik stellt schonmal sicher einen Sündenbock zu haben ("Unverantwortliche Bürger", ) falls ihr versagen all zu schlimme Folgen hat. Die ganzen Redakteure werden dann ebenfalls ganz genau wissen wer schuld war an den Toten der Krankheit vor der bloß keiner Panik haben soll. Inklusive unserer ach so informierten "Öffentlichen".
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  •   kritiker_2014
    (574 Beiträge)

    21.03.2020 22:19 Uhr
    Mentrup appelliert an die Vernunft der Karlsruher Bürger
    i.d.R. wird sich auch daran gehalten.
    Aber diese Hamsterkäufe müssen endlich unterbunden werden.
    In Dänemark macht es die die Supermarktkette Meny vor wie es geht.
    Man bezahlt für eine Flasche Desinfektionsmittel umgerechnet 5,35 Euro,
    für die zweite Flasche 134 Euro.
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  •   maehdrescher
    (1472 Beiträge)

    22.03.2020 09:19 Uhr
    Ja, der Handel muss handeln.
    Einige Läden wie z.B. dm beschränken ja schon die Abgabe pro Kunden. Aber die Regale sind trotzdem leer. Was geht hier ab?

    Zuerst mal sollten Politiker wie z.B. Ministerin Klöckner nicht so dumme Sprüche in die Mikrofone rufen nach dem Motto, die Regale wären am nächsten Tag wieder voll. Die Regale sind nämlich seit Wochen ständig leer. Aber klar, Politiker gehen ja selber nie einkaufen, die lassen sich von ihren Lakaien versorgen und merken nicht, was in der Realität abgeht.

    Hoffentlich jagen die Bürger solche Politiker nach der Coronakrise endlich davon.
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  •   mkalle
    (99 Beiträge)

    22.03.2020 12:18 Uhr
    Von wegen Lakaien
    Da war doch gestern das Bild von der Merkel in der Zeitung wie die selber im Supermarkt rumwackelt.
    Da wäre es mir bedeutend lieber die hätte geschultes Personal das so unwichtige Tätigkeiten in einer Krise für sie übernimmt. Warum müssen Regierungsmitglieder so ein unnützes Risiko eingehen, sollen die lieber schauen dass sie handlungsfähig bleiben.
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  •   Ein_Wanderer
    (424 Beiträge)

    22.03.2020 12:25 Uhr
    Merkels Supermarkt
    hat bestimmt direkt vor dem Eintreffen der Kanzlerin je zehn Paletten Klopapier, Reis, Nudeln usw. erhalten. So eine Volksverdummung kann sich die Regierung sparen.
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  •   kunvivanto
    (324 Beiträge)

    22.03.2020 12:24 Uhr
    Das ist jetzt ein Testfall für meine Selbstbeherrschung.
    "Warum müssen Regierungsmitglieder so ein unnützes Risiko eingehen, sollen die lieber schauen dass sie handlungsfähig bleiben."
    Lasse ich jetzt meinen Sarkasmus raus oder nicht?
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  •   mkalle
    (99 Beiträge)

    22.03.2020 12:31 Uhr
    ?
    Deine toxischen Kommentare könntest du eigentlich generell für dich behalten.
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