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Karlsruhe Corona-Fahrplan: So verkehren Bahn und Bus in Karlsruhe und der Region

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie bekommen auch Bahnpendler seit Kurzem zu spüren. Seit dem 17. März verkehren Bahnen und auch Busse nach Sonntagsfahrplan. Am Montag, 30. März, folgen weitere Beschränkungen. ka-news.de hat alle Änderungen im Überblick.

Bereits seit Dienstag, 17. März, fahren die Tramlinien 1 bis 6, die Linie S2 und alle Buslinien nach dem Sonntagsfahrplan. Montags bis freitags setzt der 20-Minuten-Takt schon um zirka 5 Uhr auf diesen Linien ein, samstags gegen 6.45 Uhr. Ein Teil der Stadtbahnlinien, nämlich die Linien S1 und S11, fahren seit Montag, 23. März, zudem nach einem ausgedünnten Fahrplan.

Bild: Needham|Mohawkvisuals
  • Tramlinien 1 bis 6 /  S2
    Die Bahnen verkehren seit dem 17. März bis auf Weiteres im Takt des Sonntagsfahrplans. Montags bis freitags setzt der 20-Minuten-Takt bereits schon um zirka 5 Uhr auf diesen Linien ein, samstags gegen 6.45 Uhr.
  • Alle VBK-Buslinien
    Die VBK-Buslinien verkehren montags bis freitags nach dem Ferienfahrplan. Zusätzlich entfällt die morgendliche Taktverdichtung auf den Buslinien 10 und 55.

Ab dem kommenden Montag, 30. März, folgen die restlichen Linien. Trotz der Corona-Krise will die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) nach eigenen Aussagen einen verlässlichen Takt anbieten. "Damit unsere Fahrgäste den von den Behörden empfohlenen Mindestabstand zu anderen Reisenden einhalten können, fahren wir - soweit das möglich ist - auf allen Linien in Doppeltraktion, also mit zwei aneinandergekoppelten Fahrzeugen", kündigt Ascan Egerer, technischer Geschäftsführer der AVG, an. 

Diese Linien sind betroffen:

Von und nach Wörth Badepark besteht montags bis freitags ein 40-Minuten-Takt, am Wochenende ein Stundentakt. Der Abschnitt von und nach Pforzheim wird von Montag bis Samstag im Stundentakt und an Sonntagen im Zweistunden-Takt bedient. Im morgendlichen Berufsverkehr werden vereinzelte Verstärkerzüge eingesetzt.

  • S31/32
    Die Linien S31 und S32 zwischen Karlsruhe und Bruchsal fahren - im Normalfall - alle 30 Minuten. Auf den Streckenästen von und nach Menzingen sowie von und nach Odenheim fahren die Bahnen ab Montag nur noch alle 40 Minuten. Am Wochenende sowie Montag- bis Freitagvormittag bestehen die Verbindungen von und nach Menzingen beziehungsweise Odenheim nur noch alle zwei Stunden.
  • S4
    Die Eilzüge der Linie S4 zwischen der Fächerstadt und Heilbronn fahren statt stündlich nur noch alle zwei Stunden und statt bis nach Weinsberg geht es nur noch bis zur Station Heilbronn Pfühlpark. Die Kurzläufer zwischen Karlsruhe und Bretten-Gölshausen / Flehingen / Eppingen entfallen ganz.

    Zwischen Karlsruhe und Heilbronn verbleiben damit abwechselnd ein beziehungsweise zwei Fahrten pro Stunde. Ab etwa 19 Uhr besteht auf allen Abschnitten ein Stundentakt, von den Eilzügen werden dann auch die Unterwegshalte zwischen Karlsruhe und Bretten bedient.
  • S5
    Im zentralen Abschnitt zwischen Karlsruhe Rheinbergstraße und Berghausen beziehungsweise Söllingen verkehrt die S5 von Montag bis Samstag in der Regel nur noch alle 20 Minuten, ergänzt um einzelne zusätzliche Verstärkerfahrten von und bis Karlsruhe -Durlach. An Sonntagen wird halbstündlich von und bis Berghausen beziehungsweise Söllingen gefahren.
  • S51/52
    Montags bis freitags wird das Grundangebot von und nach Germersheim durch die Linie S51 aufrecht erhalten. Die Züge fahren in der Regel stündlich, am Vormittag ergeben sich jedoch einzelne Taktlücken. Die Fahrten der Linie S52 entfallen. Am Wochenende verkehren die Züge nur noch alle zwei Stunden.
  • S6
    Montags bis samstags besteht zwischen Pforzheim und Bad Wildbad ein Stundentakt, an Sonntagen ein Zweistunden-Takt.
  • S7/71 und S8/81

    In der morgendlichen Hauptverkehrszeit fährt etwa jeder zweite Zug. Von zirka 9 bis 19 Uhr verkehrt die Linie S7 wie gewohnt zwischen Karlsruhe und Achern, auf dem Abschnitt Rastatt - Achern, allerdings nur im Zweistundentakt. Die Züge der Linie S71, die von Karlsruhe über Ettlingen nach Rastatt fahren, gehen dort auf die S8 in Richtung Freudenstadt nach Bondorf über und sind auf dem gesamten Laufweg als S81 beschildert. Das gilt analog für die Gegenrichtung.

    Die Züge der S8 entfallen im Abschnitt zwischen Karlsruhe und Rastatt. Generell wird zwischen Rastatt und Bondorf ein Zweistundentakt gefahren, in der Hauptverkehrszeit montags bis freitags am Nachmittag wird auf einen Stundentakt bis Freudenstadt Stadt verdichtet. Die Verstärkerzüge und Eilzüge der Linie S81 zwischen Karlsruhe Hauptbahnhof und Forbach beziehungsweise Freudenstadt entfallen. Täglich ab 19 Uhr verkehren die Linien S8 und S71 auf ihren gewohnten Fahrwegen, allerdings nur im Zweistundentakt.

  • S9
    Die Züge der Linie S9 zwischen Bretten und Bruchsal entfallen.
Bild: Needham|Mohawkvisuals

Reduzierung auf Alt- und Nightliner-Linien

Ab Freitag, 27. März, kommt es im Betrieb der Anruf-Linien-Taxen (ALT), Linientaxen und Nightlinern der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) ebenfalls zu Änderungen der Fahrpläne:

  • ALT 31
    Die Linie bleibt montags bis freitags unverändert. Samstags entfallen alle Fahrten.
  • ALT 32
    Die Fahrten zwischen Fächerbad und Hagsfeld Nord entfallen an allen Wochentagen. Die Fahrten zwischen Ohmstraße und Fächerbad bleiben montags bis freitags erhalten.
  • ALT 42/53/54 und Linientaxi 52
    Die Linien werden an allen Wochentagen eingestellt. Ebenso wie das Linientaxi 52.

Die Nightliner starten künftig an allen Kalendertagen erst um 4.30 Uhr, da die Fahrten an die noch verkehrenden Zu- und Abbringer der Tram-Linien angepasst werden. Alle Fahrten zu beziehungsweise ab den Nightliner-Abnahmen am Marktplatz um 1.30 Uhr, 2.30 Uhr und 3.30 Uhr werden bis auf weiteres eingestellt.

Entsprechendes gilt für die Fahrten ab und zum Turmberg (NL6, ALT6, ALT11, ALT12, ALT13), ab und zum Hauptbahnhof (ALT14) und ab und zum Durlach Bahnhof (ALT16). Somit verkehren die Nightliner-Linien S2, NL2, NL3, NL4 und NL5 ab Marktplatz erst um 4.30 Uhr.

Zukunft ungewiss

Wie lange die Bahnen und Busse ihre außergewöhnlichen Fahrpläne beibehalten werden, steht noch nicht fest. "Täglich setzt sich ein Krisenstab zusammen und analysiert die Entwicklungen", sagt Sarah Fricke, Pressesprecherin des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV), auf Nachfrage von ka-news.de.

Die KVV sieht sich trotz der Krise aktuell aber gut aufgestellt. "Wir hoffen, dass wir bald wieder zum Alltag zurückkehren können", so Fricke.

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  •   Samoht500
    (864 Beiträge)

    28.03.2020 17:44 Uhr
    Die Pendler sind die....
    Idioten! Gerade auf den Stadtbahnstrecken hat man die Angebote um ca. 60-70 Prozent reduziert. Auch morgens und am späten Nachmittag. Die Menschen die weiterhin arbeiten müssen, müssen drastische Veränderungen in Kauf nehmen. Und ganz schlimm: Die Bahnen werden deutlich voller sein als bisher, mir der Folge, dass das Infektrisiko deutlich steigen wird. Typisch KVV, die Fahrgäste sind einfach nur störendes Beiwerk! In Stuttgart hat man die Fahrplanreduzierung einen Tag durchgehalten. Dann hagelte es Proteste und zumindest in den Stosszeiten kehrte man wieder zur normalen Taktung zurück. Ob sich der genügsame Badener auch wehren wird?! Ich werde es tun und bei vollen Bahnen im Berufsverkehr das Gesundheitsamt informieren.
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  •   Karlsruher1986
    (469 Beiträge)

    29.03.2020 19:34 Uhr
    @samoth500
    Da bin ich ganz Ihrer Meinung.

    Ich muss jeden Tag mit der S5 von Karlsruhe nach Pforzheim fahren.

    Vergangene Woche waren in der Bahn immer konstant 10-15 Leute. Die Bahn ist jedoch 3-4 Mal pro Stunde nach Pforzheim gefahren.

    Jetzt fährt ab Montag die Bahn nur noch 1 Mal pro Stunde. Somit erhöht sich auch das Infektionsrisiko, da sich die Fahrgastzahlen auch erhöhen! Wirklich Sinnvoll erscheint mir die Massnahme nicht.
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  •   andip
    (10278 Beiträge)

    29.03.2020 16:41 Uhr
    Werden sie nicht
    Schon jetzt sind alle Bahnen mit ausgedünntem Fahrplan kaum besetzt. Offensichtlich fährt keiner mehr zur Arbeit..
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  •   Samoht500
    (864 Beiträge)

    29.03.2020 17:07 Uhr
    Die drastische Reduzierung
    auf den Stadtbahnlinien aus dem Umland beginnt erst ab dem 30.03. Hier kommt es dann zu Reduzierungen von oftmals mehr als 50 Prozent des Angebotes. Sogar zu den Pendlerzeiten fahren die Bahnen oftmals nur noch im 60 Minuten Takt. Beispielsweise von Wörth nach Germersheim. Die Menschen die weiterhin arbeiten müssen und auf den ÖPNV aus der Region angewiesen sind, werden deutlich länger von/ zur Arbeit unterwegs sein und deren Infektionsrisiko wird durch die Reduzierung des Platzangebotes deutlich steigen. Ein Irrsinn unter Betracht der Verhaltensregeln...
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  •   microbit
    (68 Beiträge)

    28.03.2020 18:28 Uhr
    60-70 Prozent?
    Wieso 60-70 Prozent Reduzierung? Auf welcher Strecke denn? Es fällt eigentlich nur ca. jeder zweite Zug weg, also 50%, oft aber sogar weniger, weil sonst das Loch zu groß geworden wäre.

    Der Sinn der Maßnahme ist eine Reduzierung der Anzahl an Diensten die zu besetzen sind, sodass möglichst lange dieser Fahrplan stabil gefahren werden kann und es nicht unkontrolliert zu Ausfällen kommt wie es die letzten Tage bereits begonnen hatte. Auch bei der AVG arbeiten Menschen als Fahrer, die sind durch die Krise ebenfalls betroffen, sei es durch eigene Krankheit oder Kinderbetreuung.

    Wie in Stuttgart wird es hier sicherlich nicht laufen, schon alleine weil es hier organisatorisch um einen Eisenbahnverkehr geht, der ist nicht einfach mal so am nächsten Tag auf dem Ursprungsplan zurückzudrehen, immerhin hängt da die Deutsche Bahn als Streckenbetreiber noch mit dran.
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