Angesichts der hohen Infektionszahlen und des drohenden Kollapses auf den Intensivstationen gilt es umso mehr, sich und andere zu schützen. OB Mentrup und Landrat Schnaudigel appellieren deshalb erneut an alle, die eine Corona-Schutzimpfung erhalten könnten, diese aber bislang nicht in Anspruch genommen haben, sich impfen zu lassen.

Nachfrage an Impfungen steigt

Dass die Nachfrage nach Impfungen steigt, werten beide als gutes Zeichen. Die Ankündigung der Landesregierung, die Zahl der mobilen Teams zu erhöhen und Impfstützpunkte einzurichten, begrüßen Oberbürgermeister und Landrat ausdrücklich, betonen aber, dass die Stadt- und Landkreise nicht für den Betrieb von Impfstellen oder mobilen Impfstellen zuständig sind und das Impfen in erster Linie durch die niedergelassenen Ärzte erfolgen muss. "Einmal mehr helfen wir im Interesse einer hohen Impfquote aus und erwarten, dass die uns entstehenden Kosten auch vollumfänglich ersetzt werden", verkünden beide. 

Frank Mentrup
Frank Mentrup | Bild: Carsten Kitter

In Anbetracht der angespannten Infektionslage prüfe die Stadt Karlsruhe, welche Maßnahmen für eigene Veranstaltungen ergriffen werden sollten.  Mentrup könne sich hier eine 2G-plus-Regel vorstellen. "Dies sollte aus meiner Sicht auch auf Landes- und Bundesebene eingeführt werden, um die aktuelle Infektionswelle zu brechen", betont das Stadtoberhaupt. Voraussetzung hierfür wäre dann eine Rückkehr der kostenlosen Bürgertests, wie bereits mehrfach von Mentrup gefordert.

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Bei der Variante 2G-plus müssen sich Geimpfte und Genesene zusätzlich testen lassen, um mit einem negativen Ergebnis dann Zutritt zu Veranstaltungen oder zur Gastronomie zu erhalten. In diesem Sinne erneuert Mentrup auch seine Kritik an der Abschaffung kostenloser Bürgertests, die nach einer Entscheidung der Bundesregierung am 11. Oktober umgesetzt wurde.

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"Angesichts der aktuellen Entwicklung brauchen wir diese Testangebote auch für Geimpfte, die sich und ihre Familien schützen wollen." Er hält kostenlose Bürgertests in Kombination mit einer noch stärkeren Nutzung des wieder ausgebauten Impfangebots für notwendig, um die Entwicklung beherrschbarer zu machen

 
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