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Karlsruhe "Sicheres Nightlife": Was Karlsruhe gegen Pöbler tun will

Karlsruhe: Stadt der Studenten und Nachtschwärmer. Dank zahlreicher Clubs, Bars und Discos erwacht die Fächerstadt gerade nachts und vor allem an Wochenende zum Leben - doch leider sind damit oft auch negative Aspekte verbunden. Rund 1.500 Einsätze des Karlsruher Ordnungsamtes hingen 2013 mit Disco-Pöbeleien, Beutezügen auf der Tanzfläche und Co. zusammen. Im zehnten Projektjahr soll die Aktion "Sicheres Nightlife" der City-Initiative nun verstärkt werden - künftig wollen Clubbesitzer verstärkt blaue Briefe an schwarze Schafe verteilen.

Um den Faktor Sicherheit zu stärken und dafür zu sorgen, dass sich auch jeder nachts auf den Straßen von Karlsruhe wohlfühlt, hat die City Initiative in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Karlsruhe, der Polizeibehörde und vielen Clubbesitzern bereits 2004 die Kampagne "Sicheres Nightlife" ins Leben gerufen.

Verwarnung nach Club-Pöbelei: Blaue Briefe für schwarze Schafe

Nun, zehn Jahre später verstärkt sich der Handlungsbedarf, das weiß der Leiter des Polizeireviers Marktplatz Friedrich Rüffel: "Wir verzeichnen in den letzten Monaten einen Anstieg an Handy-Diebstählen in Clubs, Vandalismus und gewaltbereiten Pöbeleien in Zusammenhang mit Alkohol - dem wollen wir nun mit härteren Strafen entgegenwirken."

Im Klartext wolle man zum einen präventiv mit Plakaten auf die Aktion und höfliche Umgangsformen hinweisen und zum anderen den schwarzen Schafen mit härteren Strafen begegnen. "Wir haben im Jahr 2013 allein 175 blaue Briefe verteilt", erklärt Ordndnungsamtsleiter Björn Weiße im Rahmen eines Pressegesprächs am Montag. Diese gelten als Verwarnung - "wenn der Störenfried auch nach dem schriftlichen Hinweis erneut Ärger macht, verhängen wir entweder ein nächtliches drei-monatiges Innenstadtverbot oder setzen uns mit der Führerscheinstelle in Verbindung, so in 56 Fällen im vergangenen Jahr - in härteren Fällen kann es sogar sein, dass derjenige zum so genannten Idiotentest gebeten wird."

Die Erstmaßnahme bei kriminellen Aktivitäten im Club sei darüber hinaus ein Hausverbot - allerdings nicht nur für die Disco vor Ort: "Per Handymessenger geht adhoc eine Warnung an alle sich am Projekt beteiligenden Clubbesitzer heraus, die dem ungebetenen Gast dann wiederum auch keinen Einlass gewähren", erklärt Sven Weber, Arbeitskreisvorsitzender "Sicheres Nightlife" und seinerseits Clubbesitzer. Die Kontrolle über die Tanzfläche gewähren zudem vereinzelte Videokameras.

Polizei: "Gerade am Wochenende sind wir in der City überdimensional präsent"

"Gerade in der Nachtgastronomie treffen ganz viele unterschiedliche Interessen aufeinander: Da sind zum einen die Studis, die unbekümmert das Ende der Klausurenphase feiern wollen und zum anderen Anwohner, die auf ihre Nachtruhe bestehen, weil die kleine Tochter pünktlich ins Bett muss", erklärt Weiße - "wir nehmen dabei alle Interessen ernst und versuchen mit Gesprächen, Verwarnungen und Strafen einen guten Kompromiss für alle Betroffenen zu finden." So sei die Reaktivierung der Kampagne "Sicheres Nightlife" eine gute Präventiv-Maßnahme, die es in Zukunft weiter auszubauen und deren Regeln es konsequent zu befolgen gilt.

Dieser Meinung ist auch Polizeieinsatzleiter Rüffel: "Wir erhoffen uns durch diese Aktion künftig weniger Stress, gerade am Wochenende sind wir schon überdurchschnittlich in der City präsent, wenn die Leute in die Clubs strömen." Dabei begrüße man gemeinsam mit der überwiegenden Mehrheit der Partygäste eigentlich eine harmonische Feieratmospähre. Dieses Ziel mache das Kooperationsprojekt aus, wie Citymanager Sascha Binoth am Montag betonte - damit zeige Karlsruhe Vorbildcharakter und habe schon einige Großsstädte deutschlandweit zu ähnlichen Kampagnen inspiriert.

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ka-Clubtester - Feiern in Karlsruhe: Club zum Partymachen in Karlsruhe gesucht? ka-news hat die Karlsruher Studenten nach ihrem Lieblingsclub gefragt. Außerdem im ka-news-Dossier: Alles rund ums Feiern und Partymachen in Karlsruhe - von Absturz bis Türsteher, von Flirten bis Vorglühen, von Party bis Polizei.
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