Dort wurde der Autoverkehr in Richtung Süden auf eine Fahrspur begrenzt und daneben ein Radstreifen angelegt. Die CDU-Fraktion ist damit nicht einverstanden: "Im Ergebnis haben die Autofahrer weniger Platz, während viele Fahrradfahrer das Gebiet umfahren und den Radstreifen gar nicht nutzen", so die Fraktionsvorsitzende in einer Pressemitteilung.

Sie erklärt die Position der CDU zum Miteinander von Fahrrad und Autoverkehr: "Wir wollen, dass Karlsruhe fahrradfreundlicher wird – aber nicht autofeindlicher". Ein weiteres Beispiel für die Benachteiligung der Autofahrer sieht der Planungsfachmann der CDU-Fraktion, Stadtrat Tilman Pfannkuch, in der Sophienstraße: "Die Umwandlung in eine Fahrradstraße, in der Autofahrer bestenfalls geduldet werden, hat den Trend fortgeschrieben."

Fahrradstraße

Die übrigen CDU-Mitglieder im Planungsausschuss teilen diese Einschätzung: Wenn sich der Trend fortsetze, werde der motorisierte Individualverkehr aus der Stadt gedrängt, so die Prognose der Stadträte Thorsten Ehlgötz, Albert Käuflein und Sven Maier. Dies hätte jedoch negative Folgen für die Wirtschaft: "Die Radstreifen können noch so breit sein, die Leute werden doch nicht mit dem Fahrrad durch die Stadt fahren, um ein Sofa oder einen Kühlschrank zu kaufen, sondern mit dem Auto die Stadt verlassen und woanders einkaufen.

"Für die CDU-Fraktion gehört zu einem stimmigen Gesamtkonzept zum Individualverkehr, die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen und keine Gruppe zu benachteiligen, unterstreicht Luczak-Schwarz abschließend.