750 Beamte hatte die Landespolizeidirektion im Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) zur Gewährleistung des Castor-Transports durch ihren Einzugsbereich eingesetzt. Dabei "war die Sicherheit des Transportes jederzeit gewährleistet", so die Bilanz des RP und der am Einsatz beteiligten Bundespolizei.

Dem Bericht der beiden Behörden zufolge traf der Castor-Transport nach der Fahrt durch Frankreich gegen 14 Uhr im südbadischen Kehl ein. Der Konvoi war zuvor in Folge einer Schienenblockade im rheinland-pfälzischen Berg über Straßburg nach Kehl umgeleitet worden. Nachdem nahe Kehl einige Greenpeace-Aktivisten Rangierarbeiten gestört hatten, verzögerte sich zunächst die Weiterfahrt des Zuges.

Vier Festnahmen

Kurz vor 18 Uhr setzte der Transportzug seine Fahrt in Richtung Karlsruhe fort, wo es zwischenzeitlich zu umfangreichen Aktionen von Kernkraftgegnern gekommen war. Etwa 250 Demonstranten protestierten in und um den Karlsruher Hauptbahnhof und zogen teilweise vor das Polizeipräsidium. Einige Aktivisten überrannten eine Polizeikette und versuchten, im Bereich des Haupt- und Güterbahnhofes die Bahngleise zu blockieren, was letztlich von Einsatzkräften verhindert wurde. So passierte der Castor-Transport die Fächerstadt ungehindert.

Bei den Karlsruher Protestaktionen wurden vier Personen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung vorläufig festgenommen. Alle vier wurden zwischenzeitlich aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen. Die Weiterfahrt über Karlsruhe und Mannheim in Richtung Hessen erfolgte nach polizeilichen Angaben ohne weitere Störungen. Um 20.31 Uhr passierte der Konvoi die Landesgrenze.

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