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Karlsruhe Planungsausschuss tagte: Wohnquartier, Busterminal und Breslauer Straße

Auf dem Gelände der ehemaligen Artilleriekaserne in der Kußmaulstraße soll künftig ein Wohnquartier entstehen. Darüber hinaus plant man einen neuen Busterminal für die Fächerstadt - in die engere Auswahl fällt hierfür der Hauptbahnhof Süd. Auch in der Breslauer Straße soll gebaut werden. Über diese Projekte tagte der Planungsausschuss in nichtöffentlicher Sitzung am 17. Oktober. Den Vorsitz hatte Bürgermeister Michael Obert.

Für den ersten (Wohn-)Hof auf dem ehemaligen Kasernengelände ging aus der Mehrfachbeauftragung eines privaten Investors das Büro "kleyer, koblitz, letzel, freivogel" aus Berlin erfolgreich hervor. Das Büro habe sich gut an den Rahmenplan gehalten - sieht für die Kußmaulstraße vier- bis fünfgeschossige Bauten, mittendrin ein quadratisches Einzelgebäude in Ergänzung zu den denkmalgeschützten Gebäuden sowie eine Tiefgarage vor.

Bekommt Karlsruhe bald ein Busterminal am Hbf Süd?

Ausschussmitglieder wünschten eine durchgängige Öffnung des Geländes. Nach Überarbeitung, so Obert, sei der Entwurf umsetzbar. Das Gremium nahm ebenso zur Kenntnis, dass der hierfür notwendige Bebauungsplan nun erarbeitet und anschließend vorgestellt wird.

Karlsruhe bekommt ein neues Busterminal: Das sei wegen der Liberalisierung des Busverkehrs notwendig. Zur Auswahl stehen hierbei drei verschiedene Standorte. Am sinnvollsten erschien den meisten Mitgliedern der Hauptbahnhof Süd. Das Gelände gehört der Stadt und für ein Busterminal an dieser Stelle sei die Infrastruktur des Hauptbahnhofs nutzbar. Nachteil seien die dann schlechteren Vermarktungsmöglichkeiten für hochwertige Bürobauten. Das Gremium wünscht sich noch dieses Jahr einen Gemeinderatsbeschluss in der Sache. Außerdem ist hierfür am Donnerstag, 7. November, hierfür um 19 Uhr ein Bürgerforum im Rathaus vorgesehen.

Zugestimmt hat der Planungsausschuss auch dem Umbau der Breslauer Straße in der Waldstadt im Zuge anstehender Kanalsanierungen. Ziel ist, den Verkehr durch eine optische Verengung der Straße durch zwei gepflasterte Seitenstreifen ähnlich der Erbprinzenstraße zu beruhigen. Geplant sind außerdem einseitig alternierend fest eingebaute Parkplätze. Dadurch wird die Breite der asphaltierten Fläche von sieben auf 3,50 Meter reduziert. Gewünscht hat sich der Ausschuss eine zügige Realisierung des Gesamtprojektes.

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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (11392 Beiträge)

    20.10.2013 21:52 Uhr
    Ich finde...
    ...Karlsruhe sollte die einmalige Chance nutzen und auf neben das Busterminal auf der linken Seite eine Moschee und auf der rechten Seite ein Asylantenheim zu bauen. Der Vorteil läge auf der Hand: Die vielen Gäste, die durch die Fernbusse und den Bahnhof nach KA reisen oder auf Durchgangsreise sind bemerken die besondere Willkommenskultur in der Stadt und erzählen es weiter. Dadurch können wir noch mehr Fachkräfte anlocken und ein bundesweit einmaliges Wirtschaftswachstum generieren. Ebenso sollten die Wegweiser mit arabischer und türkischer Sprache ergänzt werden, damit auch begabte Fachkräfte die kein Deutsch können zurechtfinden können.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (11392 Beiträge)

    20.10.2013 21:40 Uhr
    Busterminal
    Okay, veranschlagen wir mal 2033 bis das gebaut ist. Planungszeit fünf Jahre, Fünf Jahre für Bürgereinwände, fünf Jahre weil dort jemand irgendwelche Käfer findet, dann Volksabstimmung, dann knapp dafür, dann Beginn des Baus, dann dauerts wieder länger weil dies und das nicht bekannt war... joa so in 20 Jahren steht das Ding - dann gibts vielleicht garkeine Fernbusse mehr weil es ohnehin Schwachsinn ist wenns schon Bahnen gibt...
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  •   80er
    (6186 Beiträge)

    20.10.2013 16:21 Uhr
    Und tatsächlich:
    Mit oder ohne Busterminal ist es hinterm HBF ziemlich chaotisch. Das muss geändert werden. ich bin dafür, dass man unter dem HBF eine riesige Tiefgarage baut, einen Autotunnel von der Südtangente, unterm HBF durch, weiter unterm Stadtgarten durch zum neuen Kriegsstraßentunnel baut.
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  •   tessarakt
    (2356 Beiträge)

    20.10.2013 15:37 Uhr
    Liberalisierung des Busverkehrs
    "Karlsruhe bekommt ein neues Busterminal: Das sei wegen der Liberalisierung des Busverkehrs notwendig."

    Ach? Wurden mit der Gesetzesänderung die Kommunen auch gleich verpflichtet, die Infrastruktur für den Fernbusverkehr auszubauen?

    Und eine andere Frage: Werden dafür denn dann wenigstens Benutzungsgebühren fällig?
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  •   80er
    (6186 Beiträge)

    20.10.2013 16:09 Uhr
    Nö,.....
    ...dazu würden sie nicht verpflichtet. Aber so ein Busterminal ist ja - wenn man als Fernbusreisender in Karlsruhe ankommt - das erste was man von KA sieht....und zur Zeit sieht es dort hintern HBF ziemlich scheiße aus. Es regt nicht zum Aussteigen an. Von daher tut die Stadt gut, hier etwas zu ändern. Und ja ich glaube, andere Städte nehmen Nutzungsgebühren dafür, warum dann auch Karlsruhe nicht? Wäre aber mal ein Antrag für einen Stadtrat im Gemeinderat wert, hier nachzufragen, bzw. anzuregen.
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  •   silberahorn
    (11120 Beiträge)

    20.10.2013 07:11 Uhr
    Viel Platz braucht der Busbahnhof nicht. Im Augenblick geht es doch auch.
    Der Nachteil für Benutzer ist, dass schwer erkennbar ist, welche Busunternehmen wo halten und wie deren Fahrpläne sind.
    Für die Busfahrer ist es mit der derzeitigen Hintereinanderreihung auch schwierig, falls sie Verspätung haben und ein Bus an ihrem Halt steht.
    Hauptsächlich bräuchte man gute Hinweistafeln, wie sie bei der Bahn auch vorhanden sind: Abfahrtszeit, Linie, Ziel. Und mehrere Gleise, weil derzeit nur ein Strang (und der zu lang) vorhanden ist.
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  •   80er
    (6186 Beiträge)

    20.10.2013 16:10 Uhr
    Du hast es....
    ....erfasst: Im Augenblick. Denk aber mal fünf oder 10 Jahre weiter.
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  •   silberahorn
    (11120 Beiträge)

    20.10.2013 16:21 Uhr
    Ich habe doch gar nichts gegen einen Neubau. Es würde sich sogar anbieten ein Parkhaus dort hinzustellen, wo jetzt nur die wenigen PKW stehen. Unten könnte man ebenerdig Busse ankommen lassen. Platz ist genug. Im Augenblick ist der viele Platz nur ungeschickt genutzt.
    Aber so dramatisch dann doch wieder nicht. Das Vordach hinterm Bahnhof ist riesig und heute beim Regen konnte man gut Platz finden, obwohl viel los war. Sitzgelegenheiten fehlen. Aber von dort sieht man alle Busse einfahren, weil es eben nur diese eine Einfahrt gibt.
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  •   tessarakt
    (2356 Beiträge)

    20.10.2013 15:46 Uhr
    Und ein Nachteil ...
    an diesen neuen Fernbusbetreibern scheint zu sein, dass die gerne mal diverse Stunden zu spät kommen ...

    Vermutlich ohne jede Info für die Fahrgäste, so dass die gezwungen sind, im Bereich der Bussteige auszuharren und bei jedem ankommenden Bus gucken müssen, ob das nun ihrer ist (weil es ja auch keine festen Positionen gibt) ...
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  •   lynx1984
    (3453 Beiträge)

    20.10.2013 07:39 Uhr
    Momentan geht es doch auch?!?! Mit dem Bushalt?
    Momentan ist am südlichen HBF die totale Katastrophe. Ich fahre fast täglich zum südlichen HBF und immer ist dort Verkehrschaos! Der deutlich zugenommene Busverkehr verschärft die Situation massiv.
    Auch für die Reisenden ist die Situation alles andere als befriedigend. Es gibt nur du kleinen Wetterschutzhäuschen gegen Regen usw. Allein von der Passagieranzahl her reicht das nie. Auch die restliche "Infrastruktur" ist viel zu wenig vorhanden. (Überdachte, warme) Sitzmöglichkeiten, Infos, Verpflegung und Entsorgungsmöglchkeiten, sicherer Zustieg ohne kreuzende Verkehre, ggf. Büros für die Buslinien usw. JETZT gerade entscheidet sich welche Städte regelmäßig mit Fernbussen angefahren werden und wo Zentral-Standorte oder nur Halte vergeben werden. Mit neuer Infrastruktur muss diese einfache Chance endlich mal realisiert werden! Der HBF Süd muss eh überarbeitet werden. Vielleicht gar mit (finanzieller) Beteiligung der Busunternehmen?! Karlsruhe nutze die Chance!
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