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Karlsruhe Hauptbahnhof Süd: Stadt will Areal kaufen - Umgestaltung in Sicht

Fünf Millionen Euro - so viel wird der Kauf eines Areals südlich des Karlsruher Hauptbahnhofs in der Nähe der Fautenbruch- und Schwarzwaldstraße kosten. Einstimmig und ohne Diskussion genehmigten Stadträte den Erwerb des rund 19.000 Quadratmeter großen Grundstücks und machtenh damit den Weg frei für eine Umgestaltung des südlichen Hauptbahnhofs.

Viele Karlsruher sind sich einig: In Sachen Attraktivität hat der Süden des Hauptbahnhofs Nachholbedarf. Geht es nach dem Stadtentwicklungskonzept, dann soll auf diesem Areal eine neue "Visitenkarte Karlsruhes" entstehen. Wie genau das 46.000 Quadratmeter große Grundstück südlich des Hauptbahnhofs aussehen wird, soll Ende des Jahres entschieden werden. 

"Stadt kann Zukunft des Areals nun selbst gestalten"

Ein erster Schritt wurde in der Gemeinderatssitzung am Dienstag Abend getan: Einstimmig beschlossen Stadträte den Kauf mehrerer Grundstücke in der Nähe der Fautenbruch- und Schwarzwaldstraße. 19.677 Quadratmeter umfasst das Gebiet. Der Kaufpreis beträgt dabei fünf Millionen Euro und ist am 15. Dezember dieses Jahres fällig. Bislang gehört das Grundstück noch der "aurelis Asset GmbH", die 2002 als Tochter der Deutschen Bahn AG gegründet wurde. 

Zusammen mit dem Stadtplanungsamt hat die Bahntochter nach Angaben der Stadt einen Bebauungsplan entlang der Südseite der Fautenbruch- und Schwarzwaldsstraße entwickelt. Aurelis habe sich dabei mit 50 Prozent an den Planungskosten beteiligt. "Die Übernahme der gesamten Flächen hat für die Stadt den Vorteil, dass sie als alleinige Grundstückseigentümerin die Weiterentwicklung des Raumes hinter dem Hauptbahnhof Süd selbst gestalten kann", heißt es in der Beschlussvorlage, "hinsichtlich eines möglichen Standorts für den dringend benötigten Busbahnhof ist dieser Erwerb sinnvoll." 

60.000 Euro für Boden-Aufbereitung

Gleichzeitig kommen weitere Kosten auf die Stadt zu. Der Grund: Das Gelände ist kampfmitteltechnisch noch nicht untersucht. Als Grundstückseigentümerin muss die Stadt die Kosten hierfür übernehmen. Gleichzeitig muss der Untergrund laut eines Gutachtens des Ingenieurbüros "dplan" für schätzungsweise 60.000 Euro aufbereitet werden. Aurelis hat sich laut Beschlussvorlage bereit erklärt, sich mit 90.000 Euro an den Mehrkosten für die Entsorgung von Material zu beteiligen. 

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  •   kampion
    (1296 Beiträge)

    23.10.2014 21:01 Uhr
    wo
    "Klicken Sie sich durch den zweiten Teil der Fotostrecke und schauen Sie auf Ihre Stadt."

    Wo sind diese Fotos?
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (166 Beiträge)

    23.10.2014 19:48 Uhr
    Filetstück
    Baut halt ein Asylantenheim hin. Dann braucht man sie nicht vom Hauptbahnhof durch eine fremde Stadt schicken. Würde doch ideal passen.
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  •   dipfele
    (6033 Beiträge)

    24.10.2014 10:58 Uhr
    so ein Quatsch !
    Es geht um einen Busbahnhof. Die Stadt bezahlt und die privaten Busunternehmer machen mit Dumpingpreisen die Bahn kaputt. Die Busse müssen ja nicht mal Maut bezahlen! Hier geht es um privaten Reibach, den DU mit Deinen Steuern unterstützt. Etwas tiefgründigere Argumente wären angebracht.
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  •   bergdoerfler
    (1695 Beiträge)

    23.10.2014 15:13 Uhr
    Wird dann dort ein Luxusbordell
    für die dort in der Gegend fliegenden Bordsteinschwalben gebaut?
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  •   Matthiashase
    (34 Beiträge)

    23.10.2014 12:48 Uhr
    Wem gehörte das Gelände früher?
    Dann hoffen wir mal, dass die Bahn das Grundstück früher nicht von der Stadt für die Nutzung kostenlos übereignet bekommen hat und der Steuerzahler jetzt für etwas zahlen darf, was ihm eigentlich eh schon gehört(e).
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  •   Beiertheimer
    (1399 Beiträge)

    23.10.2014 10:39 Uhr
    Hat sich endlich ein Dummer gefunden
    der das ach so tolle Filetstück endlich kauft.
    Wer trägt eigentlich das Risiko wenn der Boden kontaminiert ist?
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  •   Rundbau-Gespenst
    (13039 Beiträge)

    23.10.2014 21:02 Uhr
    Beiertheim hätte es ja zurückhaben können,
    gegen entsprechendes Geld versteht sich...

    grinsen
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  •   kommentar4711
    (3456 Beiträge)

    23.10.2014 12:28 Uhr
    Filetstück
    Ja, das Filetstück. vielleicht sollte man einfach einen Kinderspielplatz hinbauen und einsehen, dass sich keiner dafür interessiert.
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  •   dipfele
    (6033 Beiträge)

    24.10.2014 10:53 Uhr
    am Thema schon wieder....
    ... vorbei gedacht. Es geht um einen Busbahnhof, den die Stadt und damit auch DU finanzierst, damit private Busunternehmer mit Dumpingpreisen die Bahn kaputt machen. Also der alte Juso Spruch, von 1960, Verluste werden sozialisiert- Gewinne privatisiert hat noch nichts an Aktualität verloren. Und die hiesige kleinkarierte SPD samt SPD OB machen kennen nicht. In KA gibt's ja auch keine Jusos.
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  •   kommentar4711
    (3456 Beiträge)

    24.10.2014 11:12 Uhr
    Bussbahnhof
    Jaaaaaaa, das Thema Fernbusse. Das geht mir auch sehr gewaltig auf den Zeiger. Die Bahn muss alles weitestgehend selbst zahlen und noch eine Dividende an den Staat überweisen, die Busse zahlen werde für die Nutzung der Straßen noch der Bahnhöfe. Klasse. Klar sind die billiger. Dazu noch die Arbeitsbedingungen der Fahrer.

    Das ist aber nur ein Teil dessen, was auf dem fraglichen Gelände entstehen soll, da träumt man auch noch von weiteren gewerblich genutzten Immobilien. Gibt ja keinen Leerstand in der Stadt....
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