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Karlsruhe Fernbusbahnhof in Karlsruhe: Finanzschub durch private Investoren?

Nach der Standortentscheidung des Gemeinderats zum zukünftigen Fernbusbahnhof in der Fautenbruchstraße beantragt die CDU-Fraktion eine umfassende Prüfung von Refinanzierungsmöglichkeiten und Betreibermodellen für den Fernbusbahnhof - auch durch private Investoren.

Während am Hauptbahnhof Süd Bäckerei, Tankstelle, Imbisse und ein großer Parkplatz Reisende willkommen heißen, herrscht im Bereich der angrenzenden Fautenbruchstraße noch gähnende Leere. Und doch: Hier soll in den kommenden Jahren ein Fernbusbahnhof für Karlsruhe entstehen. Derzeit halten die Busse noch provisorisch an der Bushaltestelle am Hauptbahnhof-Süd.

Ansiedlung von Bäckereien, Cafés und Reiseläden?

Mehr Angebot will nun die CDU-Fraktion am künftigen Standort schaffen. "Karlsruhe ist ein besonders wichtiger und attraktiver Knotenpunkt im nationalen Fernbusnetz. Wir möchten einen moderaten und leistungsfähigen Fernbusbahnhof, der auch die Wünsche der Passagiere erfüllt. Dazu muss umfassend geprüft werden, ob der Fernbusbahnhof in Eigenregie der Stadt realisiert und betrieben werden muss oder nicht auch durch private Unternehmen oder im Rahmen einer Private-Public-Partnership-Lösung", erklärt der Fraktionsvorsitzende Tilman Pfannkuch.

Bei den nun auf die Standortentscheidung folgenden Planungsschritten sollte auch die Bandbreite unterschiedlicher Betreibermodelle berücksichtigt werden, so die Ansicht der CDU-Stadträte. Die Fraktion konkretisiert ihre Überlegungen durch verschiedene Beispiele, die Einnahmen für den Betreiber des Fernbusbahnhofs zu garantieren. Neben der Vermietung und Verpachtung von Ladenflächen für Bäckereien, Geschäften für Reisebedarf oder Cafés, in denen die Reisenden einkaufen könnten, sind aus Sich der CDU-Fraktion auch Nutzungsgebühren für die Fernbusanbieter und die Vermietung von Werbeflächen mögliche Einnahmequellen.

CDU-Fraktion: Fördermittel denkbar

"Eine Vorfestlegung der Stadtverwaltung auf den Bau und Betrieb des Fernbusbahnhofs in Eigenregie der Stadt wollen wir frühzeitig verhindern, denn beides ist auch für private Investoren interessant. Im Hinblick auf die Haushaltslage der Stadt muss auch geklärt werden, ob und bei welchen Modellen wir nationale und europäische Fördermittel bekommen können", so der wirtschaftspolitische Sprecher und CDU-Stadtrat Thorsten Ehlgötz.

Ausreichend Bussteige, Wartebereiche für Busse, Fahrgäste und Besucher sowie einen optimalen Anschluss an das bestehende ÖPNV-Angebot und ausreichend Parkmöglichkeiten für Fahrräder und Autos seien "infrastruktuerelle Selbstverständlichkeiten", die bei den Planungen zudem berücksichtigt werden müssten. Die CDU-Fraktion erinnert im Zuge dessen an die frühe Forderung der Jungen Union Karlsruhe für einen neuen Fernbusbahnhof in Karlsruhe, der nun auf den Weg gebracht wurde.

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Kommentare (16)
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (6 Beiträge)

    04.01.2015 16:55 Uhr
    Endlich
    Endlich! Endlich! Kann ich da nur dazu sagen!

    Die CDU gibt damit zu, dass sie durch ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik die Stadt Karlsruhe in die Pleite geführt hat, die sich nicht einmal mehr einen eigenen Busbahnhof leisten kann.

    Aber dafür eine Straßenbahn, die unter der Erde fährt und die Fahrzeit verlängert!

    Oder dient die Finanzierung durch einen Investor nur der Korruption? Fragen über Fragen, doch eines bleibt gewiss: Die Stadt Karlsruhe leistet mit der Vergabe des Fernbusbahnhofs an einen privaten Investor ihren Offenbarungseid!
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  •   todi01
    (1208 Beiträge)

    03.01.2015 17:15 Uhr
    Würde ein Betreiber Gebühren
    von den Buslinien erheben, was würde die Busse daran hindern, irgendwo anzuhalten? Ist ja nicht so, als wären die von Schienen oder Landebahnen abhängig.
    Dann hat man einen schönen, großen Busbahnhof für die zwei übrigbleibenden Premiumanbieter, und die Discounter halten auf dem Real-Parkplatz direkt neben der Autobahn.

    Sicher ist bei solchen Projekten nur eines: Am Ende zahlt immer der Karlsruher Steuerzahler drauf, weil das Personal in der Verwaltung nicht kompetent genug ist, vernünftig zu wirtschaften.
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  •   mueck
    (12469 Beiträge)

    03.01.2015 21:59 Uhr
    !
    Auch Linien im Fernverkehr müssen genehmigt werden incl. Haltestellen, beim ALDI halten ist also nicht, wenn die Genehmigungsbehörde das nicht will ...
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  •   todi01
    (1208 Beiträge)

    03.01.2015 22:27 Uhr
    Einerseits richtig,
    andererseits wollte die Genehmigungsbehörde auch kein Kaffee-Bike in der Stadt. Reine Wirtschaftsinteressen eines PPP-Partners werden im Zweifel kaum als Sachargument ausreichen.
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    unbekannt
    (692 Beiträge)

    03.01.2015 12:14 Uhr
    Fautenbruchstrasse
    ist top. Wer wird schon aus Osteuropa kommend direkt an den Arbeitsplatz gefahren?
    Da wurde echt mal was gedacht, Respekt. grinsen
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  •   Ohrtunnel
    (1006 Beiträge)

    04.01.2015 04:12 Uhr
    fautebruchstroß
    do habsch rechd ich wollt mi mol bewehrbe uff e stelleanzeig in pforze. Hätt mi koiner naagfahre. Unn des gelt fir des ticket muß ma au noch vorstrecke bevor es amt des zahlt annerschder als bei de Asülante die derfe oifach eisteige unn losfahre brauche nettemol en fahrschein zu löße.

    Aba was solls der job wär eh scheise gewese wenni so drübba nachdenk.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (13039 Beiträge)

    03.01.2015 11:36 Uhr
    ihr kennt Euch aber aus:
    "Bäckerei, Tankstelle, Imbisse und ein großer Parkplatz"

    1) wo sind die Imbisse am Hbf Süd? Der erste ist m.E. in der Unterführung etwa in Höhe Gleis 8.
    2) die Tankstelle soll doch weg, was dann?
    3) ein Backshop ist keine Bäckerei...
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  •   DonHasi
    (1012 Beiträge)

    03.01.2015 10:04 Uhr
    So wie der KSC....
    Der wartet für sein Stadion auch immer noch geduldig auf Investoren...
    Ja wo laufen Sie denn.....
    Wer auf Investoren wartet kann auch auf Regen in der Wüste hoffen...
    Im Lokal gilt: Wer bestellt bezahlt...
    Und wenn die Herren Lohndrücker, Tachoscheibenbescheisser und Leuteausbeuter mit samt Ihren Vergnügungssüchtigen 1-Euro Touristen ein Busterminal haben wollen, sollen Sie es auch bezahlen und zwar komplett.
    Wie sagte einst ein Stadtrat zum KSC:
    Es ist nicht Aufgabe der öffentlichen Hand ein privatwirtschaftliches Unternehmen zu untestützen.
    Also Bitte dann die gleiche vorzügliche Behandlung für alle...
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (692 Beiträge)

    03.01.2015 12:19 Uhr
    Genau!
    Und diese vergnügungssüchtigen 1 Euro Touristen will eigentlich gar niemand. Die stolpern mit einer von daheim mitgebrachten Wasserflasche im Rucksäckle in der Stadt rum, schlafen bei irgendwelchen Freunden oder Bekannten und kaufen das wenige das sie noch brauchen beim Penny.
    Als Gegenleistung füllen sie die touristischen Anziehungspunkte mit ihrer Anwesenheit und stehen den Konsumenten im Weg rum. Vor allem mit ihren bescheuerten Riesenrucksäcken, mit denen sie vermutlich auch schlafen. Die sie aber vollkommen vergessen wenn sie draussen rumlaufen.
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  •   Ohrtunnel
    (1006 Beiträge)

    04.01.2015 04:17 Uhr
    ?
    was bisch du für oiner habbe ärmere leit koi rechd uff uhrlaub? Weisch do lob ich ma die linken die wolle auch das kinner en menschenrecht uff uhrlaub habbe. Bisch bschdimmt so en afd ler oda noch schlimma fdp ler!

    ich wahr üba weinachde au mol inner anndere statt, hab ma heidelberg aageguckt. bin mim zug naagfahre des ticket hat ma mei onkel zu weinachte gschenkt unn hab mei fünf flasche perlebacher mitgnomme. Fotos hab i mim eifon gmacht. Wehn hab i do gschdört?
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