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Karlsruhe Weil "Regierung komplett versagt" hat: AfD- Bundestagskandidat Marc Bernhard aus Karlsruhe will erneut nach Berlin

Mit dem Slogan "Deutschland, aber normal" stellt sich der Bundestagsabgeordnete Marc Bernhard von der AfD erneut für die diesjährige Bundestagswahl auf. Zum Wahlkampfauftakt in Karlsruhe fand am gestrigen Donnerstag eine erste Veranstaltung der Partei im Gemeindezentrum in Stupferich statt, die von knapp 40 Teilnehmern besucht wurde. Dabei wird klar: Bernhard, der sich gute Chancen dabei ausrechnet, erneut nach Berlin zu dürfen, will vor allem der "Klimahysterie" der anderen Parteien Einhalt gebieten. Denn die sei Auslöser für viele Konflikte, die in Zukunft auf Deutschland zukommen würden.

Klimaschutz, Wohnungsmarkt, Digitalisierung. Ungefähr so oder so ähnlich kann man sich die Wahlprogramme der meisten Parteien vorstellen. Aus dem Rahmen fällt da die AfD, denn die stellt zur Bundestagswahl quasi das komplette "Anti-Programm" zu den anderen Parteien dar. Dem ist sich auch der noch amtierende Bundestagsabgeordnete Marc Bernhard aus Karlsruhe bewusst.

Bild: Hilde Mari Ahrens

Seiner Meinung nach sei es egal, wen man von den anderen Parteien wähle, denn: "Die FDP sind auch nur gelb angemalte Grüne." Aus diesem Grund möchte er auch für die kommende Legislaturperiode erneut in den Bundestag einziehen, um "die Lebensqualität der Menschen wieder zu verbessern". Denn das habe die Bundesregierung unter Merkel versäumt. Momentan befindet sich Bernhard auf Platz sechs der Landesliste - gute Chancen also für die Wiederwahl.

"Klimahysterie" macht Mieten teuer und gefährdet Arbeitsplätze

Sein Hauptaugenmerk gilt dabei der Abkehr von der "Klimahysterie", die deutschlandweit betrieben werde und auch in Karlsruhe zum Problem geworden sei. Denn die sei letztendlich dafür verantwortlich, dass aufgrund der eingeführten CO2-Steuer die Produktionen ins Ausland abwandern und Arbeitsplätze aufgegeben werden. 

"Der Klimawandel findet statt, aber das meiste CO2 wird nicht von Deutschland produziert, sondern von Ländern, die nicht mal eine CO2-Steuer haben. Ist das dann gerecht?", so Bernhard am Donnerstag. Auch dass das Dieselfahrverbot zugunsten des Klimas beschlossen wurde, kritisiert er: "Die haben eine Hetzjagd auf deutsche Spitzentechnologien veranstaltet, was am Ende zu Diesel-Fahrverboten geführt hat. Damit fällt ein ganz wichtiger Wirtschaftsfaktor weg und durch das Umsatteln auf Elektroautos, der schmutzigsten Antriebsart überhaupt, werden noch mehr Arbeitsplätze wegfallen."

Zirka 40 Menschen nahmen am Donnerstag an der Veranstaltung teil | Bild: Hilde Mari Ahrens

Einen weiteren Punkt zur Kritik findet Bernhard in dem neuen Klimapaket, welches auch vorsieht, Wohnungen klimaneutral aufzurüsten. Denn das mache längerfristig auch die Mieten teurer. "Der Mieterschutzbund sagt, dass dadurch der Preis um zwei Euro pro Quadratmeter steigen wird. Für eine 100 Quadratmeter-Wohnung bedeutet das eine Erhöhung von 200 Euro pro Monat", so der 49-Jährige. "Ich kann doch nicht Klimaschutz machen und den Rest außen vor lassen." 

Dies falle ihm besonders im Anbetracht der jüngsten Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen auf. Der Grund: Die Grünen würden das Geschehen instrumentalisieren. "Dass es hier eigentlich um menschliches Versagen geht, weil die Warnsirenen zurückgebaut und deswegen die Bürger nicht gewarnt wurden, das erwähnt keiner", so Bernhard. 

Regierung hat bei Corona "komplett versagt"

Doch nicht nur die Klimapolitik sieht Bernhard kritisch. Auch bezüglich der Vorkehrungen in der Corona Pandemie wirft er der Regierung "komplettes Versagen" vor. "Die Maßnahmen sind unverhältnismäßig, diese Panikreaktionen sind übertrieben", erklärt er gegenüber ka-news.de. Stattdessen sollen Maßnahmen  - wie die Maske - da zum Einsatz kommen "wo es Sinn" mache. Zum Beispiel, wenn kein Abstand eingehalten werden könne.

Bernd Gögel, AfD-Landtagsfraktionsvorsitzender in Baden-Württemberg.
Bernd Gögel, AfD-Landtagsfraktionsvorsitzender in Baden-Württemberg. | Bild: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Auf die Frage, inwiefern denn die AfD mit den Querdenkern korreliere, antwortet er: "Querdenker setzen sich gegen Einschränkungen ein, aber nur, weil wir in einigen Punkten übereinstimmen, sind wir trotzdem zwei Organisationen." Eine klare Distanzierung dazu sowie es beispielsweise Bernd Gögel gegenüber dem SWR eingeräumt hat, sieht aber anders aus. Gibt es in der Partei etwa Spaltungen?

Bernhard verneint:" Wir sind eine lebendige Partei und wie in jeder Partei gibt es unterschiedliche Meinungen. Das ist nicht wie in der CDU, in der nicht diskutiert wird. Da verlangen die Oberen etwas und die Unteren haben das abzunicken."

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Kommentare (67)
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  •   OtusLocus
    (186 Beiträge)

    01.08.2021 02:08 Uhr
    Oha
    Selten so viele Hetzkommentare am Stück gelesen.
    Sieht so Eure Einstellung zu unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung aus?
    Sollte der Staatsschutz hier mal mitlesen?
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  •   Iglaubsnet
    (1020 Beiträge)

    01.08.2021 20:46 Uhr
    Meinungsfreiheit
    Mit der Freiheit der Meinung haben hier einige Probleme! Gerade die, die anderen vorhalten den Gemeinsinn nicht zu vertreten haben da ein Problem.
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  •   jojo
    (871 Beiträge)

    01.08.2021 22:07 Uhr
    Kein Kommentar
    Ihre Kommentare zeigen deutlich ihre Gesinnung. Dann macht für mich eine weitere Debatte keinen Sinn. Leben Sie weiter in Ihrer schrägen Gedankenwelt.
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  •   tom1966
    (1538 Beiträge)

    04.08.2021 15:34 Uhr
    Wo
    soll die Meinungsfreiheit hier auch nur in die Nähe ihrer Grenzen gekommen sein? Man muss dem Herrn Bernhard ja nicht zustimmen, aber nichts von dem, was er laut diesem Artikel gesagt hat, liegt außerhalb ihrer Grenzen. Und nur weil er zur AfD gehört, kann ihm nicht verboten werden, seine Meinung zu sagen.

    Ich halte die AfD in ihrer derzeitigen Aufstellung für gefährlich (zuviele "Braune" in den Reihen), aber ich muss Herrn Bernhard doch in einigen Punkten zustimmen:
    - Die Folgen, die die so positiv propagierte Umstellung auf das Elektroauto sowohl für die Wirtschaft (Verlust tausender von Arbeitsplätzen) als auch für den Einzelnen haben wird, sind nicht absehbar.
    - So umweltfreundlich, wie dargestellt, ist das E-Auto nicht. In D haben wird noch Glück, hier werden die Rohstoffe, die für die Akkus benötigt werden, nicht abgebaut. Und auch der Strom muss irgendwo herkommen (z.B. importierter Atomstrom aus F).
    - Die Klimakrise lässt sich nur durch globale Maßnahmen in den Griff kriegen
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  •   Iglaubsnet
    (1020 Beiträge)

    01.08.2021 22:24 Uhr
    Ja wer
    schief steht, sieht alles andere als schief an.
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  •   Motorhead
    (695 Beiträge)

    01.08.2021 12:04 Uhr
    Das sind keine Hetzkommentare
    Hetzkommentare sind alle die nach 2015 hier zu lesen warn, als gegen Flüchtlinge gehetzt wurde oder gegen Kinder wenn sie für unsere Umwelt auf die Straße gehen. Sie erinnern sich?
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  •   Iglaubsnet
    (1020 Beiträge)

    01.08.2021 22:10 Uhr
    Da war
    schon einige Hetze dabei, liegt immer im Blick des Betrachters.
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  •   jojo
    (871 Beiträge)

    01.08.2021 11:32 Uhr
    Demokratische Grundordnung
    Heißt auch freie Meinungsäußerung. Das gilt nicht nur für Ihresgleichen, sondern für jeden. Aber ihr Kommentar ist eh ein Outing.
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  •   Iglaubsnet
    (1020 Beiträge)

    01.08.2021 11:40 Uhr
    Dann
    fassen Sie sich mal an die eignen Nase. Sie fragen hier in einem Kommentar nach dem Sinn (Existenzberechtigung) einer zugelassenen Partei.
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  •   jojo
    (871 Beiträge)

    01.08.2021 12:23 Uhr
    Politik...
    ist das Infragestellen anderer Parteien. Und eine Partei, deren Würdenträger als Nazis bezeichnet werden dürfen, ist mehr als fragwürdig. Vielleicht sollten Sie mal ihre Auslegung der Begriffe Politik und Demokratieverständnis überdenken.
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