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Karlsruhe Klimaschutz durch Technologie: Mit diesen Ideen will FDP-Mann Michael Theurer erneut für Karlsruhe in den Bundestag

Aktuell ist Michael Theurer (FDP) einer von fünf Politikern aus Karlsruhe, die in Berlin vertreten sind. Sein erneuter Einzug in den Bundestag gilt aufgrund seiner Spitzenposition auf der Landesliste als sicher. Doch mit welchen Punkten möchte der gebürtige Tübinger die Wähler überzeugen? Diese Frage beantwortet der FDP-Mann am Mittwoch am Rande einer neuen Plakatenthüllung an der Karlsruher Haid-und-Neu-Straße. Wichtig ist Theurer: Die Wirtschaft zu stärken und Klimaschutz durch Technologie zu erreichen.

Entlasten, Entfesseln, Investieren. Sind die drei Worte, die seit Mittwochnachmittag auf einem FDP-Plakat an der Haid-und-Neu-Straße Ecke Hirtenweg zieren. Gemeinsam mit dem Konterfei von Karlsruhes FDP-Direktkandidat für die Bundestagswahl, Michael Theurer, ersetzt das neue Plakat eines, auf dem bisher Christian Lindner zu sehen war. Rund 1.000 dieser Wahlplakate sollen die nächsten zwei Wochen in Baden-Württemberg vom Landesverband der FDP im Theurer-Design aufgestellt werden.

Theurer versucht sich als Handwerker

Am Mittwoch lässt es sich der Karlsruher Direktkandidat und FDP-Landesvorsitzende in Baden-Württemberg nicht nehmen selbst einen Teil des Plakats anzukleben um danach über sein Programm zu informieren. Mit dabei waren neben mehreren Medienvertretern auch Mitglieder der FDP Karlsruhe und der Jungen Liberalen.

Michael Theurer bringt das. letzt von vier Teilen an einem seiner Wahlplakate an.
Michael Theurer bringt das letzte von vier Teilen an einem seiner Wahlplakate an. | Bild: Carsten Kitter

"Wir wollen als baden-württembergische FDP ein starkes Wahlergebnis erzielen, den eine starke FDP in Baden-Württemberg ist ein Garant für eine erfolgreiche Bundestagswahl", eröffnet Theurer, der auf der Landesliste seiner Partei auf Platz eins steht. Ein erneuter Einzug in den Bundestag gilt damit als sicher. 

Theurer beobachte bei der Bevölkerung, dass viele aktuell den Sommer und die neuen Freiheiten nach dem Lockdown genießen. Der Wahlkampf würde dabei noch nicht die große Rolle spielen, die Angst vor einem erneuten Lockdown würde aktuell vorherrschen. "Deshalb ist es für uns als FDP das Wichtigste, dass ein erneuter Lockdown verhindert wird." Dabei solle vor allem der Dreiklang entlasten, entfesseln und investieren eine große Rolle spielen. 

"Entlasten, entfesseln, investieren"

Unterstütz werden soll durch diesen Dreiklang vor allem die Wirtschaft. "Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir eine gespaltene Konjunktur. Teilen der Wirtschaft geht es gut aber insbesondere kleine und mittlere Unternehmen stehen mit dem Rücken zur Wand. Denen wollen wir helfen", erklärt Theurer.

Michael Theurer ist auf Platz eins der Landesliste.
Michael Theurer ist auf Platz eins der Landesliste. | Bild: Carste Kitter

"Entlasten wollen wir die Unternehmen bei den Steuern und Abgaben", so der FDP-Mann weiter. Insgesamt wünsche er sich eine "international fähige Unternehmensbesteuerung." In den USA, Großbritannien, Frankreich und Italien seien die Steuern für Unternehmen bereits gesenkt worden. Dazu müsse in der Bundesrepublik der Solidaritätszuschlag abgeschafft werden.

"Entfesseln kostet den Staat nichts, hier geht es um den Abbau von unnötiger Bürokratie." Theurer habe nach eigenen Angaben der FDP in diesem Bereich 55 Vorschläge gemacht. Als Beispiel nennt er  die Verkürzung der Aufbewahrungsfrist für Steuerunterlagen. Investieren möchte der 54-Jährige in digitale Infrastruktur. "Aber auch in Straße, Schiene und Bildung." 

Klimaschutz durch Technologie

Auch in Sachen Klimaschutz hat Theurer konkrete Vorstellungen. "Als FDP haben wir das harte Konzept eines klaren CO2-Deckels. Wir wollen den Ausstoß hart begrenzen und Emissionszertifikate auf die Sektoren ausdehnen in denen es aktuell noch hakt." Für Theurer seien dies die Sektoren der Wärme und Energie, Verkehr und Landwirtschaft. Man müsse genau hinschauen wo die Ziele verfehlt werden und als "FDP wollen wir Klimaschutz, Wohlstand und den Erhalt von Arbeitsplätzen verbinden."

Dieses Plakat von Michael Theurer wird die nächsten zwei Wochen an der Haid-und-Neu-Straße stehen. Zwei Wochen vor der Wahl wird es dann wieder durch eines von Christian Lindner ersetzt.
Dieses Plakat von Michael Theurer wird die nächsten zwei Wochen an der Haid-und-Neu-Straße stehen. Zwei Wochen vor der Wahl wird es dann wieder durch eines von Christian Lindner ersetzt. | Bild: Carsten Kitter

Hierfür setzt Theurer auf Innovation und Fortschritt. "Einen globalen Effekt kann Deutschland nur erreichen, wenn wir Umwelt- und Klimaschutztechnologie global zum Einsatz bringen." Dadurch hätte die Bundesrepublik viel mehr Einfluss, als wenn sie alleine klimaneutral werden würden. "Das Klima retten wir nicht allein in Deutschland, unser größter Hebel ist die Technologie."

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  •   ALFPFIN
    (7775 Beiträge)

    26.08.2021 14:02 Uhr
    Klimaschutztechnologie
    "Einen globalen Effekt kann Deutschland nur erreichen, wenn wir Umwelt- und Klimaschutztechnologie global zum Einsatz bringen."
    Nun habe ich gerade gelesen, wieviel Kohlekraftwerke in China noch laufen und auch noch neu gebaut werden, Südafrika baut gerade sein größten Kohlekraftwerk, in mehrere asiatischen Ländern wird weiter auf Kohle gesetzt. In Indien hat man zwar einiges getan, muss aber weiter konservative Energie nutzen. Es ist halt so, die indische Hausfrau irgendwo im Hinterland kocht auch noch mit Kohle das Mittagessen.
    Also der globale Effekt der Umwelt- und Klimaschutztechnologie endet schon einmal da, wo sehr viele Menschen "weit draußen in der Welt" Kohlestrom benötigen, um sich beispielsweise zu ernähren. Die moderne Klimaschutztechnologie ist da noch ganz weit weg.
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  •   EiserneEngel
    (92 Beiträge)

    26.08.2021 10:38 Uhr
    so viel zu
    aufgeblähter Bundestag. Waren sitzen bitteschön 5 Politiker aus Karlsruhe im Bundestag? Totale Geldverschwendung
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  •   kommentar4711
    (3296 Beiträge)

    26.08.2021 08:46 Uhr
    Theurer
    Für mich (leider) der einzige wählbare der Karlsruher Kandidaten.
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  •   AhmedDerAufklärer
    (644 Beiträge)

    26.08.2021 13:01 Uhr
    Das
    Warten auf "tolle" neue Technologiern wurde und wird allzu oft als Ausrede fürs Nichtstun gebraucht. Niemand ist gegen neue, sinnvolle Technologien, das aber zusätzlich und ergänzend zu den Einsparungsmaßnahmen.
    Unter dem Motto nach dem "Prinzip Hoffnung" so lange es geht am "Weiter so" festzuhalten (genau das macht die FDP m.E. seit langem) ist für mich unseriös und ruinös.
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  •   kommentar4711
    (3296 Beiträge)

    26.08.2021 13:13 Uhr
    ANTWORT AUF "DAS"
    Stimme ich teilweise zu. Abwarten alleine kann nicht die Lösung sein. Umgekehrt ist es aber auch keine Lösung, Kraftwerke abzuschalten ohne für regenerativen Ersatz zu sorgen oder voll auf Batterie-Autos zu setzen ohne sich mal Gedanken zu machen, wo die dafür benötigten Rohstoffe und der Strom her kommen. Da ersetze ich im Zweifelsfall Pest durch Cholera. Ich würde mir da den Mittelweg wünschen. Bei Autos fände ich z. B. Förderungen für die Umrüstung auf Gasantrieb (wodurch man zwar immer noch fossil unterwegs ist, aber eben mit deutlich weniger Schadstoffen aus dem Auspuff) sinnvoller als Hybridantriebe.
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  •   Minna
    (118 Beiträge)

    26.08.2021 07:38 Uhr
    FDP RAUS!
    diese Partei sorgt nur für ihre eigene Bonzen-Klientel, wer die als Arbeitnehmer wählt dem ist nicht mehr zu helfen.
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  •   tom1966
    (1538 Beiträge)

    26.08.2021 11:32 Uhr
    Was würden Sie sagen,
    wenn hier jemand posten würde: "Raus mit den Grünen aus dem Bundestag wegen ihrer unsozialen Politik!"?
    Sie würden den Post sperren lassen, aber bei der FDP (und anderen Parteien) ist das ok?
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  •   barheine
    (706 Beiträge)

    26.08.2021 07:36 Uhr
    Na hoffentlich verpennt Deutschland diesen Milliardenmarkt nicht auch noch.
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  •   timo
    (3378 Beiträge)

    26.08.2021 07:18 Uhr
    "Entlasten wollen wir die Unternehmen bei den Steuern und Abgaben"
    und ominöse "Technologie" - die FDP überrascht nicht. Die Spenderfirmen freuen sich grinsen
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