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Karlsruhe Bei Karlsruher Bürgern nachgefragt: Wen wünscht ihr euch als Nachfolger von Angela Merkel?

Olaf Scholz (SPD), Armin Laschet (CDU) oder Annalena Baerbock (Grüne)? Nach 16 Jahren unter Angela Merkel wird der begehrte Posten des Bundeskanzlers wieder frei. Wer soll also nun das neue "Oberhaupt von Deutschland" werden? ka-news.de hat sich mit den Bürgern auf Karlsruhes Straßen unterhalten. Fest steht: So wirklich einig sind sich die "Fächerstädtler" nicht.

Das Rennen ist eröffnet. Nachdem die amtierende Bundeskanzlerin, Angela Merkel, verkündete, bei den diesjährigen Wahlen nicht mehr anzutreten, begannen die Parteien ihre Spitzenkandidaten auf das prestigeträchtige Amt vorzubereiten.

Inzwischen haben sich drei Kandidaten herauskristallisiert, unter denen die Entscheidung fallen wird. Annalena Baerbock von den Grünen, Armin Laschet von der CDU und Olaf Scholz von der SPD. Das Problem: In Deutschland wird der neue Regierungschef nicht direkt vom Volk gewählt, sondern auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom gesamten Bundestag. Aber wen sieht das Volk, in diesem Fall die Karlsruher, am ehesten an der Spitze?

"Scholz weiß sich durchzusetzen"

Sehr eindeutig fällt zum Beispiel die Antwort von Christa Hübner aus. Die 59-Jährige sehe definitiv den SPD-Kandidaten in dieser Rolle. Der Grund: "Es wirkt vernünftig und weiß, sich durchzusetzen." Auf die Frage, was sie von den anderen Kandidaten halte, antwortet sie knapp: "Gar nichts!"

ka-news.de Leserin Sabine findet, dass Scholz der Nachfolger von Angela Merkel werden sollte. | Bild: Verena Müller-Witt

Auch die 29-jährige Sabine tendiert am ehesten zum 63-jährigen Scholz. "Ich denke, es kommt sehr auf die Koalitionsverträge an, aber im Grunde könnte hier jeder Kandidat die Nase vorne haben. Aber ich finde, Scholz hat bislang den besten Eindruck gemacht."

"Laschet wirkt inkompetent"

Anders sieht das die 21-jährige Xenia. Sie würde gerne erneut eine Frau als Regierungschefin sehen: "Annalena Baerbock wirkt für mich einfach sympathisch. Der Scholz zwar auch, aber ich fände es gut, wenn es nochmal eine Frau wird." Wen sie aber definitiv ausschließen würde, wäre CDU-Kandidat Armin Laschet. Denn: "Er wirkt so inkompetent und konservativ"

Annalena Baerbock kann sich eine Online-Meldeplattform zur Ermittlung von Steuerbetrügern auf Bundesebene vorstellen.
Kanzlerkandidatin der Grünen: Annalena Baerbock (Grüne) | Bild: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Elena Distefano tendiert zwar auch zur weiblichen Seite des Wahlkampfes - allerdings nicht zu Baerbock. "Ich würde es bevorzugen, wenn Angela Merkel weitermachen würde. Die hat das gut gemacht und sie hat Erfahrung damit."

Keiner der Kandidaten?

Noch keine Gedanken über den neuen Bundeskanzler hat sich wiederum der 33-Jährige Philipp gemacht. "Es wird eh nichts anders werden. Die Politik wird ja nicht vom Kanzler gemacht, deswegen verfolge ich das auch nicht weiter. Ich kann aber sagen, dass ich definitiv keine Grünen wählen werde."

Union-Kanzlerkandidat Armin Laschet: Eine neue Umfrage sieht die Union bei 21 Prozent.
Union-Kanzlerkandidat Armin Laschet. | Bild: Kay Nietfeld/dpa

Auch Xenia Köhler ist sich noch nicht sicher, welchen Kandidaten sie präferieren soll. "Ich habe mich noch nicht wirklich damit auseinandergesetzt. Ich denke aber, dass ich keine der großen Parteien hier bevorzugen würde. Ist ja nichts gescheites dabei rumgekommen."

Was sagt das Netz? 

Denselben Ansatz verfolgen auch viele ka-news.de Leser, die sich bei unserer Facebook-Umfrage zu Wort gemeldet haben. "Definitiv keinen von den drei Kandidaten", möchte die Userin Carmen. Der Grund: "Das Vertrauen in diese Politik ist schon lange verloren gegangen.

Vor den Wahlen wie immer große Versprechungen und schlussendlich ändert sich nichts." Deutliche Worte findet auch Andi: "Bei der Auswahl befürchte ich das Schlimmste, egal von welcher Partei."

Auffallend: Viele der Kommentatoren sprechen sich zwar nicht konkret für einen der drei Kandidaten aus, sondern gegen eine komplette Partei. In diesem Fall, wäre das dann die CDU. 

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Kommentare (23)
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  •   AlterMann
    (378 Beiträge)

    23.09.2021 18:09 Uhr
    Scholz? Oder Esken?
    Wer Scholz haben will bekommt auf jeden Fall Rot-Grün. Da scheint er sich mit Baerbock bereits einig zu sein.
    Und wenn die FDP nicht das Notrad im Rotgrünen Polit-Getriebe sein will dann kommen auch noch die Linken dazu.
    Und dann ist die Frage ob Scholz sich halten kann, oder nicht doch eher Esken, die scheint in der Partei mehr Unterstützer zu haben wie er.
    Also Scholz wollen und Rot-Rot-Grün mit einer Kanzlerin Esken zu bekommen ist durchaus wahrscheinlich.
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  •   timo
    (3390 Beiträge)

    22.09.2021 07:10 Uhr
    Wer "Jemand anderes" gewählt hat darf gerne mal realistisches Alternativen nennen,
    oder wollen die alle Söder?
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  •   tom1966
    (1570 Beiträge)

    22.09.2021 08:08 Uhr
    Söder
    kommt nach meinem Gefühl einfach besser rüber, als Laschet. Er wirkt authentischer, auch wenn er bisweilen herumpoltert.
    Von den drei realistischen Kandidaten macht Scholz als Person für mich den besten Eindruck. Sein Problem ist der linke Flügel innerhalb der SPD, für den eine Koalition rot - grün -rot die Wunschregierung ist, und eine Bundesregierung mit Beteiligung der Linken geht für mich gar nicht.
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  •   andip
    (11237 Beiträge)

    21.09.2021 15:35 Uhr
    Egal wer Kanzler wird
    Sie/er wird nicht der grosse Diktator sein, der alles befehlen kann und alle anderen haben zu folgen.
    Das war auch Merkel nicht, auch wenn manche das zu glauben scheinen.
    Alles was in einer Regierung geschieht, geht nur in Zusammenarbeit mit allen, die daran beteiligt sind.
    Wer von den Dreien das am besten kann...?
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  •   Waterman
    (6759 Beiträge)

    21.09.2021 14:22 Uhr
    Söder
    hat unseren Verkehrsminister öffentlich gelobt, dass er die meisten MIttel für den Straßenbau in Deutschland nach Bayern geholt hat, mehr als doppelt soviel wie für BW als Beispiel. Den CSU-Provinzlern muss endlich mal eine Pause gegönnt werden nach Herdprämie und Ausländermaut.

    Da Frau Merkel schon früh konsequent alle Rivalen aus dem Weg geschafft hat, benötigt auch die CDU einen längeren Boxenstop zum auffrischen der Reserven.

    Die Frau Bärbock ist sehr begabt und eloquent, sollte aber doch schon mal eine Führungsposition inne gehabt haben, was jetzt ja auch im Bereich des Möglichen ist.

    Mit einem Kanzler, der sich vorher auf Landesebene bewährt hat, dann Bundesfinanzminister war bevor er Kanzler wurde, haben wir schon einmal sehr gute Erfahrungen gesammelt. Scheint ein guter Ausbildungsweg zu sein.

    Irgendwie ahnt das auch das Volk jenseits des "Wir-sind-das-Volk"-Volks und ein solches Szenario erscheint derzeit möglich.
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  •   mueck
    (12330 Beiträge)

    21.09.2021 16:00 Uhr
    !
    Genau, die bayrische Erbmonarchie im Bundesverkehrsmysterium gehört dringend abgeschafft ...
    Revolution jetzt!
    ... mit Bahnsteigkarte natürlich nur ...
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  •   silberahorn
    (10996 Beiträge)

    21.09.2021 16:25 Uhr
    Die Bahnsteigkarte
    kaufen die Leute dann vom Gewinn aus der Riester Rente.
    Das war die genialeste Idee um einen Verwaltungsapparat zu finanzieren. Mist, dass es einige bereits gemerkt haben, dass sie weniger rausbekommen werden als sie einzahlten.
    SPD und Finanzen, vor allem wenn sie sich selbst loben, bewirkt bei mir so ein merkwürdiges Gefühl bei dem ich nicht genau weiß: soll ich lachen oder weinen.

    Und danach, also nach den SPD Kanzlern, kam zweimal 16 Jahre CDU, weil das undankbare Volk es so wollte. Die SPD hat aber durchaus ein paar gute Frauen in RP und MV.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12902 Beiträge)

    21.09.2021 16:25 Uhr
    das war doch von
    Lenin, oder?
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  •   Micha
    (163 Beiträge)

    21.09.2021 12:42 Uhr
    Die CDU
    hat diw Wahl vor drei Montaten verloren - als sie Laschet nominiert haben! Markus Söder ist zwar auch nicht perfekt, aber er macht einen komententen Eindruck. Und vor allen: Auch wenn er mal falsch lag, er stand zu seinem Wort und hat nicht versucht sich rauszureden. Mit Söder wäre es mM besser gelaufen.
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  •   Chris23
    (720 Beiträge)

    21.09.2021 14:10 Uhr
    Söder stand zu seinen Wort?
    Der wechselt sein Meinung doch wie Unterwäsche, sehe ich zwar nicht als so katastrophal an (ist mir lieber als wenn man auf teufel komm raus an seiner Meinung festhält). Ich mag die CDU/SCU zwar nicht, fand dem Kanzler stil der Merkel ganz gut, das sie nicht immer sofort ihre Meinung rausposaunt hat sondern meist erstmal Zeit zum sondieren genommen hat. Kenne aber einige die das anders sehen, für mich war der besonne moderierende Stil aber gut ... Ohne das man aus dem Bauch heraus vielleicht einen falschen Kurs vorgibt.
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