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Karlsruhe Schulz in Karlsruhe: "AfD ist eine Schande für unsere Nation!"

Am Samstag stoppte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz auf seiner Wahlkampftour in Karlsruhe. Auf dem Platz der Menschenrechte vor dem Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) hat Schulz zu über 1.500 Menschen gesprochen. Der Ton war bestimmt und kämpferisch - die AfD bezeichnete er als rechtsextrem und hetzerisch, Bundeskanzlerin Merkel wurde zur "Weltmeisterin des Ungefähren".

Für die Alternative für Deutschland (AfD) hatte Martin Schulz in seiner einstündigen Rede am Samstag folgende Worte: "Diese Organisation der Hetzer ist keine Alternative für Deutschland. Sie ist eine Schande für unsere Nation!" Schulz bezeichnete die AfD weiterhin als "rechtsextrem" und kritisierte ihre Sprache als "die Sprache der Totengräber der Weimarer Republik".

"AfD ist rechtsextremistisch"

Schulz bezieht sich damit auf den Umgang von Björn Höcke und Alexander Gauland mit der Zeit des Nationalsozialismus - konkret auf Höckes Forderung nach einer "180 Grad-Wende in der Erinnerungspolitik" und Gaulands Äußerungen, die Deutschen dürften stolz auf "die Leistungen deutscher Soldaten" im Ersten und Zweiten Weltkrieg sein.

"Diese Partei, die die Herren Gauland und Höcke vertreten, ist inzwischen so rechtsextremistisch, dass Frauke Petry als gemäßigter Flügel gilt", sagte Schulz in Karlsruhe, "da können wir uns ausrechnen, was wir vom radikalen Flügel zu erwarten haben." Die extreme Rechte zeige wieder ihr böses Gesicht, daher sei man mehr denn je als Deutsche verpflichtet, Europa stark zu machen, so Schulz.

Schulz: Gesellschaft muss zusammenhalten

Gegenüber seiner Gegner, die ihn mit dem "Charme eines Eisenbahnschaffners" und "Ausstrahlung eines Sparkassenmitarbeiters" beschreiben, forderte Schulz mehr Respekt. "Mich trifft das nicht, aber mich besorgt die Verachtung, die aus diesen Aussagen spricht. Was ist denn an einem Eisenbahnschaffner oder einem Sparkassenmitarbeiter so schlecht?"

Ein Busfahrer, der für den sicheren Transport seiner Insassen sorge, verdiene den gleichen Respekt wie ein Herzchirurg, der Leben durch Herztransplantationen rettet - beide seien für Menschenleben verantwortlich. Man müsse zusammenhalten und dürfe sich nicht durch eine zunehmende Verrohung der Sitten als Gesellschaft auseinander reißen lassen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte Schulz in seiner Rede als "Weltmeisterin des Ungefähren" und bezeichnete das Thema Rente als klare Differenz zwischen den beiden Kanzlerkandidaten. Viele Themen seien beim TV-Duell zwischen den beiden nicht diskutiert worden - Schulz erklärte sich "jederzeit bereit" für ein zweites TV-Duell, egal ob "bei Tag oder Nacht zu Wasser, Land oder Luft".

"Deutschland kann es besser gehen!"

Schulz versäumte es nicht, am Samstag seine Wahlversprechen auszuführen: Der SPD-Kandidat will sich für mehr Generationengerechtigkeit, ein stabiles Rentenniveau und ein stabiles Rentenbeitrittsalter einsetzen. Die Bedingungen in der Pflege sollen verbessert werden, die "Würde im Alter" will Schulz zur "zentralen Staatsaufgabe" machen. Für die CDU ist "sozial, was Arbeit schafft", so Schulz, die SPD will "gleichen Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort".

Sozialer Ungerechtigkeit will Schulz mit der Einführung einer Bürgerversicherung, einer Verschärfung der der Mietpreisbremse, einem Rechtsanspruch von Rückkehr von Teilzeit in Vollzeit, Lohngleichberechtigung für Frauen gegenüber Männern sowie für Leiharbeiter gegenüber Facharbeitern und mehr Investitionen in den Wohnungsbau begegnen. "Deutschland geht es gut, der Satz stimmt", so Schulz, "aber Deutschland kann mehr. Deutschland kann es besser gehen!" Daher werde man bis zum Schluss für einen Sozialdemokraten als Bundeskanzler kämpfen.

Wichtig sei, überhaupt wählen zu gehen - appellierte Schulz am Samstag vor allem an die jungen Wähler: "Denkt an Brexit, denkt an Trump." Wählen zu gehen, stärke die Demokratie. Nur so könnten rechtsgerichtete und populistische Politiker und Parteien klein gehalten werden, erklärte Schulz.

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  •   tomfrance
    (86 Beiträge)

    18.09.2017 13:17 Uhr
    Falsch, Emily
    Falsch angewandte Definition. In der AfD ist keine Überbewertung ethnischer Zugehörigkeit und auch keine gegen den Gleichheitsgrundsatz gerichtete Fremdenfeindlichkeit festzustellen.
    Wenn Du mal Deinen ideologischen Schützengraben verlassen würdest: Die Forderung, unser geltendes Recht anzuwenden und die Massenimmigration nicht zur Einreise nach DE berechtigter Personen zu verhindern, hat nichts mit dem oben genannten zu tun.
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  •   EmilyHobhouse
    (1015 Beiträge)

    18.09.2017 14:05 Uhr
    Anti-Islam
    Die AfD ist eine Anti-Islampartei es stammen sogar einige der Mitglieder aus "der Freiheit", einer nicht mehr existenten Anti-Islampartei, die auch schon verfassungsschtzrelevant war. Überbewertung ethnischer Zugehörigkeit und eine gegen den Gleichheitsgrundsatz gerichtete Fremdenfeindlichkeit ist bei der AfD vorhanden. Lies ihr Programm, höre was die Kameraden in die Mikrophone brüllen. Da es der AfD, außer vielleicht noch den Klimawandel leugnen, komplett an einem Programm fehlt ist Fremdenfeindlichkeit und Islamfeindichkeit gerade der einzige Strohhalm an dem sie sich hochziehen. Beispiele gibt es zuhauf. Eine Schande für Deutschland ist, dass es dafür ca 10% der Stimmen geben wird.
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  •   tomfrance
    (86 Beiträge)

    18.09.2017 14:11 Uhr
    Linker Hatespeech, Emily ...
    ... der keinem Faktencheck standhält. Deine Methode ist verleumderisch, aber nicht besonders subtil.
    Mag sein, dass es AfD-Mitglieder gibt, die vorher in einer dubiosen Partei waren (wobei die AfD da sehr siebt). Das gilt noch viel mehr für "Die Linke" und für die Grünen (bei der "Linken" sind explizit auch heute noch zu hauf Anhänger des Stalinismus aktiv) - und dennoch bezeichne ich beide Parteien als "linksradikal". Wäre auch Quatsch.
    Wenn ich das AfD-Programm lese, ist dort eben nicht das von Dir ohne Beleg behauptete zu finden.
    Wie g'esagt, linker Hatespeech.
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  •   diwd
    (542 Beiträge)

    17.09.2017 20:41 Uhr
    Wobei nachzufügen wäre:
    "hirngewaschen" sofern welches vorhanden.
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  •   EmilyHobhouse
    (1015 Beiträge)

    18.09.2017 06:37 Uhr
    Latein
    Du bist mit deinem Latein immer ziemlich schnell am Ende, wie es scheint.
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  •   ProKA
    (639 Beiträge)

    17.09.2017 17:13 Uhr
    Schulz ist nicht mehr als
    eine Fußnote in der Politik. Mehr gibt es dazu nicht zu schreiben.
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  •   Irgendwas_mit_Medien
    (604 Beiträge)

    17.09.2017 16:56 Uhr
    Ähem...1500? Sind da alle doppelt gezählt worden und die Parteifunktionäre
    und Polizisten dreifach?
    Alleine nach hinten zum Brauerboulevard war Luft ohne Ende. Da stand überhaupt keiner.
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  •   ruejo
    (77 Beiträge)

    17.09.2017 18:56 Uhr
    .....Parteifunktionäre
    die Politprominenz der Genossen war natürlich stark vertreten, selbstverständlich abgeschirmt vom Fußvolk, wie bei allen großen Parteien.
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  •   axel1961
    (218 Beiträge)

    17.09.2017 18:36 Uhr
    2.500
    sollen es jedenfalls lt. Sonntags-BNN gewesen sein.

    Wobei ich die 1.500 für realistischer halte.

    Aber die Stimmung war schon gut. Jedenfalls hat uns die SPD nicht im Regen stehen lassen grinsen
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  •   diwd
    (542 Beiträge)

    17.09.2017 16:50 Uhr
    Eine Schande für unsere Nation ist eher,
    dass ein Herr Schulz, wie heute aus einem anderen ka-news-Kommentarbereich entnommen, hinsteht und Dinge anklagt für die seine SPD steht:
    Die Top Ten der SPD-Sozial-Heuchele
    Diese Heuchelei ist durch gar nichts mehr zu toppen.
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