12  

Karlsruhe Parsa Marvi (SPD) zu Asylpolitik: "Müssen gezielte Anreize schaffen"

In der ka-news-Reihe "Zum Thema" präsentieren wir von Montag bis Samstag jeden Tag die Statements der Karlsruher Direktkandidaten zu sechs unterschiedlichen Themenblöcken. In diesem Artikel beschreibt Parsa Marvi (SPD) , wie er zum Thema Asylpolitik steht.

Wie stehen Sie zur aktuellen Asylpolitik und dem Flüchtlingsdeal mit der Türkei? Wieso gibt es kein Einwanderungsgesetz?

"Es gibt bisher leider kein Einwanderungsgesetz, weil CDU und CSU lange gebraucht haben, um sich an die Realität eines Einwanderungslandes zu gewöhnen. Das will die SPD in einer neuen Bundesregierung ändern.

Integration ist die Herkules-Aufgabe der kommenden Jahre. Jahrzehnte mangelnder Integrationsangebote liegen hinter uns. Wir müssen gezielte Anreize für die Ausbildung und Qualifizierung der Menschen mit dauerhafter Bleibeperspektive setzen. Ich werbe für ein "Integrations-BaföG", mit dem wir eine Anschubfinanzierung für die Ausbildung von Zuwanderinnen und Zuwanderern sicherstellen, die später bei Eintritt in den Arbeitsmarkt zurückgezahlt werden muss.

Für mich ist das Grundrecht auf Asyl nicht antastbar. Ich lehne Obergrenzen und Transitzonen ab.

Die Türkei hat den Pfad der Demokratie leider verlassen und viele unschuldige Menschen, darunter Journalistinnen und Journalisten inhaftiert. Man muss Herrn Erdogan und sein Regime in aller Deutlichkeit für diese Politik der Intoleranz und Zerstörung demokratischer Strukturen kritisieren. Seine Einmischung in den Bundestagswahlkampf ist unmöglich. Gleichzeitig war das Flüchtlingsabkommen Deutschland-Türkei im Sinne einer rationalen Flüchtlingspolitik notwendig. Damit konnte vielen Schlepperbanden in der Ägaisroute das Handwerk gelegt werden."

Weitere Statements der Kandidaten

Wie stehen die anderen fünf Direktkandidaten zum Thema Asylpolitik: Zuwanderungsgesetz Ja oder Nein? Wie steht es um den Türkei-Deal mit Recep Erdogan und welche Vorschläge und Ideen haben die Karlsruher Direktkandidaten zum Thema Integration? Hier gibt es die weiteren Statements:

Ingo Wellenreuther (CDU) zur Asylpolitik: "Wir haben die Krise als Chance begriffen"

Michael Theurer (FDP) zur Asylpolitik: "Wir lehnen Obergrenzen ab"

Sylvia Kotting-Uhl (Grünen) zur Asylpolitik: "Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern"

Michel Brandt (Linke) zur Asylpolitik: "Wiederherstellung des Asylrechts" gefordert

Marc Bernhard (AfD) zur Asylpolitik: "Zuwanderung nach kanadischem Vorbild"

Mehr zum Thema
Bundestagswahl 2017 in Karlsruhe: Infos und Ergebnisse der Bundestagswahl 2017: Im Dossier zur Wahl des Deutschen Bundestages am 24. September 2017 sammeln wir die gesamte Berichterstattung rund um die Bundestagswahl 2017. Außerdem: Infos zu den Kandidaten aus Karlsruhe Ingo Wellenreuther (CDU), Parsa Marvi (SPD), Sylvia Kotting-Uhl (Grüne), Michel Brandt (Linke), Michael Theurer (FDP) und Marc Bernhard (AfD).


Alle Ergebnisse aus Karlsruhe und Baden-Württemberg gibt es ab Sonntag im ka-news-Wahlportal: ka-news-Wahlportal

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (12)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Irgendwas_mit_Medien
    (604 Beiträge)

    11.09.2017 22:43 Uhr
    ...Integrationsbafög...
    ...Eintritt ins Berufsleben...
    ...zurückzahlen...


    Da schluck ich meinen Kommentar freiwillig runter.

    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (714 Beiträge)

    11.09.2017 18:14 Uhr
    Träum weiter,
    Marvi. grinsen
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Peter_Mueller
    (5 Beiträge)

    11.09.2017 17:08 Uhr
    Herr Schulz hofft auf die kurzentschlossenen...
    ... auf die kurzentschlossenen Wähler, die die SPD überzeugen würde, weil sie die besseren Antworten hätte. Aus dem, was man hier liest, erkennt man jedoch, dass die SPD nicht einmal die Fragen verstanden hat: O-Ton Marvi: "Für mich ist das Grundrecht auf Asyl nicht antastbar. Ich lehne Obergrenzen und Transitzonen ab."
    Und: "Es gibt bisher leider kein Einwanderungsgesetz... Das will die SPD in einer neuen Bundesregierung ändern."
    Wenn aber jeder legal nach Deutschland kommen kann, der Asyl beantragt, warum soll noch irgendeiner die Formalitäten einer Einwanderung nach Einwanderungsgesetz auf sich nehmen? Ohne Obergrenze macht ein Einwanderungsgesetz nicht den geringsten Sinn.
    Eine solche SPD kann ich beim besten Willen nicht mehr wählen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   md47
    (839 Beiträge)

    11.09.2017 12:29 Uhr
    Einwanderungsgesetz der SPD
    Herr Parsa Marvi ,Ihre SPD will das Einwanderungsgesetz ja noch zusätzlich.Wie sagen sie doch so schön ? Das Asylgesetz ist unantastbar und eine Obergrenze und Transitzonen wird es mit der SPD nicht geben ! Es werden sich l.Experten in den nächsten Jahren 100 000 Millionen Menschen auf den Weg nach Europa machen. Leben wir dann auch noch nach dem Motto "Herzlich willkommen" ?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Karlsrator
    (2735 Beiträge)

    11.09.2017 13:20 Uhr
    "100 000 Millionen Menschen"
    ist etwas mehr als das 13-fache der Weltbevölkerung und ziemlich genau das 83-fache der Bevölkerung Afrikas.

    Wo kommen die "l. Experten" in den nächsten Jahren her? Aus benachbarten Galaxien?

    Was die Experten alles wissen ....
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   md47
    (839 Beiträge)

    11.09.2017 13:37 Uhr
    Danke Karlstor
    Es hatten sich in meinem Kommentar drei 000 eingeschlichen.Es sind natürlich 100 Millionen gemeint.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Eckfaehnchen
    (1983 Beiträge)

    11.09.2017 19:32 Uhr
    Und selbst 100 Mio Menschen
    sind zu viele. Wo wollen die denn alle wohnen ? Wovon wollen die alle leben und was wollen die arbeiten ?
    Viele deutsche Städte platzen jetzt schon aus allen Nähten, hier muß eine Obergrenze her und zwar sehr
    schnell.
    Was Afrika braucht ist eine vernünftige Geburtenkontrolle und keine Familien mit 8 oder gar noch mehr
    Kindern für die der Reisbrei nicht reicht. Von der Schulbildung etc. ganz abgesehen. Mir tun diese Kinder
    die nichts haben entsetzlich leid.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Gast68
    (844 Beiträge)

    11.09.2017 10:55 Uhr
    Wenn es so weiter geht
    wird den arbeitenden Bürger ein "Anreiz" überhaupt noch schaffen zu gehen dringend notwendig ...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   maehdrescher
    (635 Beiträge)

    11.09.2017 10:43 Uhr
    Anreiz
    Wir brauchen gewiss nicht noch ein spezielles Flüchtlings-Bafög. Der größte Anreiz wäre schlichtweg, dass die Sozialleistungen so unattraktiv sind, dass die Flüchtlinge entsprechend stark motiviert sind zu arbeiten.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Rambazamba
    (244 Beiträge)

    11.09.2017 09:49 Uhr
    ...wenn wir erst
    Warum stellt die SPD sich immer so dar, als hätten sie die letzten vier Jahre nichts zu melden gehabt? Soweit ich das mitbekommen habe, hat die SPD die vergangene Legislaturperiode mitregiert und auch sämtliche Entscheidungen von Merkel unterstützt und befürwortet. Im Prinzip sagt die SPD: "Wenn wir gewählt werden und an die Regierung kommen, dann machen wir alles anders als in dem Zeitraum, in dem wir regiert haben, denn da wurde alles falsch gemacht."
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 (2 Seiten)

Schreiben Sie Ihre Meinung
Ein neues Posting hinzufügen
Fett Kursiv Link Zitat
Sie dürfen noch Zeichen schreiben