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Karlsruhe Digitale Wahlhelfer: Das sind die Alternativen zum Wahl-O-Mat!

In rund vier Wochen steht die Bundestagswahl an. Für alle noch Unentschlossenen wird ab dem heutigen Mittwoch wieder der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung zur Verfügung stehen. Es ist aber nicht die einzige Entscheidungshilfe, die Wählern zur Verfügung steht. Die Konkurrenz für den Wahl-O-Mat wächst.

Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ist wohl die bekannteste digitale Entscheidungshilfe bei Wahlen. Seit der Einführung im Jahr 2002 wurde das Programm nach Aussage der Entwickler über 50 Millionen Mal genutzt. Bei der vergangenen Bundestagswahl sollen über 13 Millionen Nutzer ihre Ansichten mit denen der Parteien abgeglichen haben. 

Inzwischen gibt es den Wahl-O-Mat auch als App für Android- und iOS-Geräte. Am heutigen Mittwoch soll der Wahl-O-Mat für die diesjährige Bundestagswahl um die Mittagszeit starten. Doch längst gibt es auch andere Dienste, die Wählern unter die Arme greifen wollen. Wir stellen Ihnen die größten Wahl-O-Mat-Konkurrenten vor. 

Hier geht es zur Seite der bpb und dem Wahl-O-Mat (Link führt auf externe Seite). 

WahlSwiper: Bundestagswahl trifft Dating-App

Die ebenfalls kostenlose App "WahlSwiper" gilt als eine der größten Konkurrenten des Wahl-O-Mats. Sie soll mit einer modernen und intuitiven Benutzeroberfläche vor allem eine jüngere Zielgruppe ansprechen. Es gibt auch hier eine Version für Android und iOS.

Wie die Entwickler erklären, richtet sich das Prinzip nach der Dating-App Tinder: Stimmt der Nutzer der Position einer Partei zu, wischt er nach rechts, lehnt er sie ab nach links. "Wir haben uns bewusst dafür entschieden, nur Ja- und Nein-Antworten zuzulassen, weil konkrete Positionen der Parteien es einfacher machen, eine Wahlentscheidung zu treffen", so die Verantwortlichen. 

Weitere Informationen zu "WahlSwiper" finden Sie hier. 

DeinWal.de: Tool nimmt Abstimmungen unter die Lupe

Ein weiterer Konkurrent des Wahl-O-Mats: die Internetseite "DeinWal.de". Der Nutzer kann hier in einem Quiz Abstimmungen im Bundestag der letzten Legislaturperiode nachspielen. In der Auswertung sieht man dann, welche Partei im eigenen Sinne abgestimmt hatte. 

Die Verantwortlichen sehen darin den großen Unterschied zu anderen Wahltools: "Hier sagen die Parteien nicht, wie sie zu einem Thema abstimmen würden- hier zählt, wie sie zu einem Thema abgestimmt haben!" Ein Nachteil von "DeinWal.de": Aktuell sind nur die im Bundestag vertretenen Parteien aufgeführt. Die FDP und die AfD fehlen hier folglich. 

Unter diesem Link geht es direkt zu "DeinWal.de".  

Wahl-Navi: Der Wahl-O-Mat für junge Wähler?

Das "Wahl-Navi" ist eine vom Privatsender RTL entwickelte Internetseite und eine dem Wahl-O-Mat recht ähnliche Alternative, welche dem Nutzer 45 Fragen und Thesen zu Parteien, Inhalten und Kandidaten stellt und das Ergebnis dann mit der Position des Users abgleicht. Dieses Wahltool richtet sich eher an jüngere Nutzer. 

Unter diesem Link geht es direkt zu "Wahl-Navi".  

Digital-Thesen-Check: Wie digital denken die Parteien?

Wer sich vor allem über die künftige Rolle der Digitalisierung in Deutschland informieren möchte, ist mit dem "Digital-Thesen-Check" ganz gut beraten. Der "Digitalverein D64", der die Entscheidungshilfe entwickelt hat, hat nach eigener Aussage 41 Thesen mit dem Schwerpunkt Netzthemen erarbeitet und an alle im Bundestag vertretenen Parteien geschickt. Die zusammengefassten Positionen und Antworten sind auf der Internetseite einsehbar. 

Unter diesem Link geht es direkt zum "Digital-Thesen-Check". 

Sozial-O-Mat: Eine Wahl und die Auswirkungen 

Wer sich ausschließlich für soziale Themen interessiert, kann auf der Internetseite "Sozial-O-Mat" der Diakonie Deutschland zurückgreifen. Anhand von zwölf Thesen zu den Themen Familie, Flucht, Armut und Pflege kann der Nutzer hier seine Meinung mit den Aussagen von sechs großen Parteien vergleichen. Das Besondere: Der Nutzer kann beim "Sozial-O-Mat" einsehen, welche Auswirkungen die politischen Entscheidungen auf das Leben von einzelnen Menschen haben. 

Unter diesem Link geht es direkt zum "Sozial-O-Mat". 

Mehr zum Thema
Bundestagswahl 2017 in Karlsruhe: Infos und Ergebnisse der Bundestagswahl 2017: Im Dossier zur Wahl des Deutschen Bundestages am 24. September 2017 sammeln wir die gesamte Berichterstattung rund um die Bundestagswahl 2017. Außerdem: Infos zu den Kandidaten aus Karlsruhe Ingo Wellenreuther (CDU), Parsa Marvi (SPD), Sylvia Kotting-Uhl (Grüne), Michel Brandt (Linke), Michael Theurer (FDP) und Marc Bernhard (AfD).


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Kommentare (13)
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  •   ALFPFIN
    (5733 Beiträge)

    31.08.2017 11:29 Uhr
    Digitale Wahlhelfer
    In meinem Umfeld haben wir auch schon als junge Leute gewählt und man glaubt es kaum, wir haben uns ganz eigenständig Gedanken gemacht, so auf die ganz konservative Art, nämlich unseren eigenen eingebauten Wahlhelfer eingeschaltet, landläufig nennt man das Hirn, vornehmer ausgedrückt Verstand. Und siehe da, dieser Verstand hat uns die Hand geführt und wir konnten unser Kreuzchen bei der Partei, die wir wählen wollten, auf dem Wahlzettel machen.

    Eigentlich steckt ja da nur im Zeitalter der modernen Kommunikation Stimmenfang mit diesen digitalen Wahlhelfern dahinter. Für manche ist es wohl eher ein Spielzeug. Ah, guck Treffer, die Partei kreuzen wir an.
    Oder sie wollen nur spielen. grinsen
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  •   Aussie
    (545 Beiträge)

    31.08.2017 10:36 Uhr
    Ich halte von diesen Wahlhelferlein gar nix.
    Die Legislaturperiode war lange genug um zu wissen, welche Partei wofür steht.
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  •   maehdrescher
    (640 Beiträge)

    31.08.2017 08:51 Uhr
    Sind diese digitalen Wahlhelfer
    wenigstens "politisch korrekt" programmiert? Ich meine, so dass keinesfalls die Wahlempfehlung AfD hinten rauskommt? Alles im Dienste der guten Sache schließlich...
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  •   Propagandahilfskraft
    (1104 Beiträge)

    31.08.2017 13:27 Uhr
    Die AfD wird nicht totgeschwiegen!
    Hallo,

    man kann die AfD anwählen und bekommt durchaus seine Übereinstimmung damit. AfD und Spezialdemokraten (SPD), also die verschiedenen Geschmacksrichtungen des rechten Randes, kamen bei mir auf knapp unter 50%. Da hat bei mir sogar die corruptdemokratische Union (CDU) sogar mehr Prozente bekommen. Das mag aber auch an den aufsummierten Promille der bayrischen Schwesterpartei liegen?

    Aber Vorsicht! Viele Parteien basteln sich hyperopportunistische Wahlprogramme. So kam bei mir Kriegsbündnis 99/Die OlivgrünInnen auf über 60%, obwohl ich 161% Anti-Grün bin. Ähnlich opportunistisches Verhalten konnte ich auch bei der mit dem Kriegsbündnis 99/Die OlivgrünInnen etwa gleich auf liegenden NPD erkennen. Dies ist mir aber schon bei vorherigen Wahlen bzgl. der NPD aufgefallen.

    Hmmm ... Da fällt mir noch was ein ... Ist Kriegsbündnis 99/Die OlivgrünInnen noch genderkorrekt oder muss es jetzt Kriegsbündnis 99/Die Olivgrünsterninnen heißen? *grübel*

    MfG
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  •   diwd
    (549 Beiträge)

    31.08.2017 14:24 Uhr
    Zitat: ...oder muss es jetzt
    Kriegsbündnis 99/Die Olivgrünsterninnen heißen?
    ....Innen, bitte! zwinkern
    2x zuvor konnten Sie es richtig schreiben. Dieser Gendersch***-Schreibweise sollte allmählich schon ins Blut übergegangen sein. zwinkern
    Was aber sind OlivgrünsternInnen?
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  •   Idiocracy
    (31 Beiträge)

    31.08.2017 03:03 Uhr
    Es gibt leider noch
    sehr viele Menschen, die in einer Wohlfühlglücksbärchen-Blase leben. Meine Tochter (14) nicht mehr, sie hatte auf dem Schulweg eine sexuelle Belästigung eines negriden Flüchtlings. Das war der WahloMat unserer Familie. Und da es nur eine Partei gibt, die das Tollhaus wieder zu einem Land "in dem wir gut und gerne leben" wollen, wählen wir AfD. Alternativlos. Auch oder gerade wegen des Umstandes. dass die etablierten Parteien auf Wählerfang die vor noch einem Jahr von ihnen selbst als rechtspopulistisch bespuckten Aussagen der AfD jetzt vollmundig als "eigene Ideen und Ziele" skandieren. Denken eigentlich die Politiker, das Volk ist so naiv und mit Kurzzeitgedächtnis ausgestattet? Leider haben sie aber teilweise recht damit. Solange das Privatfernsehen blubbert und die Supermärkte Billigessen "Solentgreen" anbieten, ist die Welt in Ordnung. Überraschung. Ein Tritt neben die Sahnehaube, auf der wir schwimmen bringt die kühle Ernüchterung. Beim einen kam sie schon, bei anderen später..
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  •   yokohama
    (3181 Beiträge)

    31.08.2017 02:29 Uhr
    Der Wahl-o-Mat
    ist durchaus eine gute Orientierungshilfe und überprüft mit welchen Parteien die eigenen Positionen am ehesten übereinstimmen.

    Bei mir gab es in etwa folgendes Ergebnis:

    Grüne: 81%
    SPD: 75 %
    FDP: 70%
    CDU: 68 %
    Afd: 32 %

    Trotzdem werde ich CDU wählen. Der Wahl-o-Mat, fragt nun mal nicht, ob ich Mutti weiterhin im Amt sehen möchte und gerade das ist mir am wichtigsten, trotz mancher Meinungsverschiedenheit mit der CDU z. B. in der Familien- und Bildungspolitik.
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  •   Propagandahilfskraft
    (1104 Beiträge)

    31.08.2017 13:07 Uhr
    Der Wahl-O-Mat manipuliert!
    Hallo,

    man kann sich beim Wahl-O-Mat nur eine Auswahl und nicht alle Parteien anzeigen lassen. Dadurch werden die weniger bekannten Parteien massiv benachteiligt. Ich musste mit mehreren verschiedenen Auswahlen mir die Parteien anzeigen lassen. In meinem Fall waren die MLPD und die Piraten durch diese eingeschränkte Auswahl stark benachteiligt. Beide erhielten bei mir über 80% Zustimmung, würden aber nicht in einen ersten Durchgang der größeren Parteien erfasst werden. Der Wahl-O-Mat manipuliert zu Gunsten der bekannten Parteien!

    MfG
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  •   maehdrescher
    (640 Beiträge)

    31.08.2017 08:52 Uhr
    Satte 32 Prozent
    Übereinstimmung mit der AfD? Um Himmels Willen, Yokohama...!!??
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  •   Propagandahilfskraft
    (1104 Beiträge)

    31.08.2017 13:01 Uhr
    Also ich hatte da sogar noch mehr!
    Hallo,

    ich hatte da noch mehr Zustimmung. Die Rechtsaußen von AfD und SPD lagen bei mir knapp unter 50%. Allerdings war das weit abgeschlagen ggü linken Parteien. Kriegsbündnis 99/Die OlivgrünInnen lag sogar bei 60%. Und das obwohl ich gegen den Kosovokrieg 1999 war und den totalen Klassenkrieg von Oben durch die Agenda 2010 bin. Die linken Parteien kamen auf um die 80%. Aber die Spitzenreiter werden wohl kaum in den Reichstag einziehen. Schade, eigentlich schade!

    MfG
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