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Karlsruhe Bundestagswahl in Karlsruhe: So haben die Stadtteile abgestimmt

Die Wahllokale sind geschlossen, die Stimmzettel ausgezählt. Auch die Karlsruher Bürger hatten bei der Bundestagswahl fleißig ihr Kreuz gemacht. Im Vergleich der Wahlergebnisse in den einzelnen Stadtteilen der Fächerstadt wird deutlich, was sich schon am Sonntagabend abzeichnete: Die CDU und SPD sind zwar Spitzenreiter, doch als die größten Gewinner gelten die kleinen Parteien.

Bei der diesjährigen Bundestagswahl konnte sich die Karlsruher CDU mit Kandidat Ingo Wellenreuther vor der SPD behaupten. Doch seine Partei und auch die Sozialdemokraten mussten große Verluste der Wählerstimmen hinnehmen - zugunsten von "kleinen" Parteien wie der AfD, der Linken und der FDP. Doch wie haben die Karlsruher Stadtteile genau abgestimmt? Wo konnte sich welche Partei durchsetzen? ka-news hat die Wahlergebnisse der einzelnen Karlsruher Stadtteile analysiert. 

CDU bleibt Spitzenreiter, SPD verliert

Zwar musste die Karlsruher CDU insgesamt starke Verluste hinnehmen, allerdings konnte sie einen Großteil der Stadtteile für sich gewinnen. 20 der insgesamt 27 Stadtteile entschieden mit der Erststimme zugunsten der Christdemokraten und ihrem Direktkandidaten Ingo Wellenreuther. Ähnlich das Ergebnis bei den Zweitstimmen: 22 Stadtteile stimmten hier für die CDU, vier für die Grünen, einen konnte die AfD für sich entscheiden.

Vor allem bei den Zweitstimmen verlor auch die SPD bei der Bundestagswahl an Wählerstimmen. In Hohenwettersbach und der Südstadt konnte sie sich nur als Vierte einordnen, die Innenstadt-Ost wurde sie auf den fünften Platz verbannt. Auch in den restlichen Stadtteilen konnten die Sozialdemokraten nicht zum Spitzenreiter avancieren.

Elf Mal wurde die SPD Dritte, ansonsten blieben sie im Schatten der Christdemokraten auf Platz zwei. Bei den Erststimmen sieht es schon ein wenig besser aus. Sieben Stadtteile konnte der SPD-Kandidat Parsa Marvi für sich gewinnen.

"Kleine Parteien" verzeichnen großen Zuspruch

Die AfD ist die Partei mit dem größten Zuwachs an Wählerstimmen: In sechs Stadtteilen konnte sie sich bei den Erststimmen als drittstärkste Kraft behaupten. Die größte Unterstützung erhielt die Partei in Oberreut. Mit 802 Stimmen kletterte sie mit ihrem Kandidaten Marc Bernhard hier auf Platz zwei, bei den Zweitstimmen wurde sie sogar auf den Spitzenplatz gewählt. 

Sylvia Kotting-Uhl von den Grünen konnte mit ihrer Partei sowohl in der Südweststadt und der Weststadt den zweiten Platz hinter der SPD belegen. Im weiteren Vergleich mit den Stadtteilen schaffte sie es 17 Mal, zur drittstärksten Partei gewählt zu werden, konnte in Oberreut allerdings mit 201 Stimmen nur Platz fünf erreichen. Bei der Wahl der Zweitstimmen konnten sich die Grünen hingegen vier Mal auf dem Spitzenplatz behaupten und wurden in weiteren acht Stadtteilen an die zweite Stelle gewählt.

Etwas abgeschlagen auf den "hinteren Plätzen" landeten die Linke und die FDP. Linke-Kandidat Michel Brandt konnte sich sowohl in 15 Stadtteilen als auch bei der Briefwahl nur als Sechststärkster hervortun. Bei den Zweitstimmen allerdings avancierte die Linkspartei in der Innenstadt-Ost und der Südstadt zum Drittplatzierten. Auch Michael Theurer von der FDP schaffte es außer in Stupferich mit Platz drei nicht, seine Partei weiter nach vorne zu bringen. 15 Stadtteile wählten ihn nur zur fünftstärksten Kraft, sieben sogar nur zur sechsten. 

Hier gibt es die Wahlergebnisse der einzelnen Stadtteile:


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Bundestagswahl 2017 in Karlsruhe: Infos und Ergebnisse der Bundestagswahl 2017: Im Dossier zur Wahl des Deutschen Bundestages am 24. September 2017 sammeln wir die gesamte Berichterstattung rund um die Bundestagswahl 2017. Außerdem: Infos zu den Kandidaten aus Karlsruhe Ingo Wellenreuther (CDU), Parsa Marvi (SPD), Sylvia Kotting-Uhl (Grüne), Michel Brandt (Linke), Michael Theurer (FDP) und Marc Bernhard (AfD).


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Kommentare (16)
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  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (652 Beiträge)

    26.09.2017 22:39 Uhr
    "Toleranz
    wächst mit der Entfernung zum Problem." zwinkern
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  •   Propagandahilfskraft
    (1099 Beiträge)

    27.09.2017 15:33 Uhr
    Sieht irgendwie nicht danach aus.
    Ich habe mir auf der Seite der Stadt Karlsruhe einfach mal die Zweitstimmen für die AfD als Karte anzeigen lassen. Diese habe ich dann mit der Ausländerquote (auch als Karte von der Stadt) verglichen. Die AfD hat in Knielingen, Daxlanden und der Waldstadt viele Stimmen geholt. In Knielingen und Daxlanden gibt es aber relativ wenige Ausländer. Nur in der Waldstadt ist deren Anteil recht hoch. Ok, das sind vermutlich zu großen Teilen Studenten ... da kann man schon mal Ressentiments haben. In den den typischen Kiezen und Stadtteilen mit eher hohem Ausländeranteil und den (fast) ausländerfreien Zonen hat die AfD dann auch wieder nix gerissen. Ist wohl eher eine eine Art Glockenkurve? Keine Ausländer, keine AfD, homöopatische Mengen von Ausländern und viel AfD, „totale Überfremdung“ und wieder weniger AfD.

    Bzgl. der Umweltzonen sind dort unter den Gebeutelten auch viele Wähler von Kriegsbündnis 99/Die OlivgrünInnen. Ist wohl ein Stockholm-Syndrom?
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  •   bier2
    (619 Beiträge)

    26.09.2017 13:26 Uhr
    da sieht man schön wo die Prolls
    wohnen, in meiner Heimat Rüppurr sieht es recht normal aus. Da haben die meisten die dort wohnen auch was gescheites gelernt und verdienen gut. Schade das das Märchenviertel nicht getrennt betrachtet wird..
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  •   joy-03
    (61 Beiträge)

    27.09.2017 08:29 Uhr
    Deine aussage....
    sagt alles .... hochnäsig... Akademiker .... betrachtet Menschen die in der Südstadt, Weststadt, Oberreut, Durlach u.s.w wohnen als Menschen zweiter Klasse .....DIE ja Nix RICHTIGE gelernt habe.

    An deine stelle würde ich mich für dies Aussage SCHÄMEN !!!!!!!
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  •   Tiefland
    (154 Beiträge)

    27.09.2017 13:06 Uhr
    Reg' dich nicht auf...
    der Typ ist es echt nicht wert, das ist dem Bierchen seine Masche hier im Forum, schon seit Jahren ☺. Muss ne ziemlich arme Sau sein, weil er ausser seiner Kohle wohl keine anderen Lebensinhalte hat, dann protzt er sich halt hier so durchs Forum und hofft, dass irgendjemand auf seine Provokationen eingeht. Solche Sackgesichter ignoriert man besser, als ihnen Aufmerksamkeit zu schenken.
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  •   zahlenbeutler
    (1063 Beiträge)

    27.09.2017 10:39 Uhr
    Schämen
    weiß er gar nicht, was das ist , änn Rieberger halt, war aber schon ein paar mal im Ausland, Malle, Ballermann, echt Klasse, Bier mit Sangria
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  •   diwd
    (508 Beiträge)

    26.09.2017 15:44 Uhr
    Und dennoch... das von dass nicht unterscheiden können
    "Schade das das Märchenviertel ...."
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  •   ALFPFIN
    (5679 Beiträge)

    26.09.2017 15:16 Uhr
    @bier2
    Jetzt aber mal nicht so große Töne spucken, das Märchenviertel ist auch nicht mehr das, was es mal war,
    sagt eine aus Rüppurr. grinsen
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  •   bier2
    (619 Beiträge)

    26.09.2017 15:27 Uhr
    aber immer noch besser als der Rest der Stadt
    Rüppurr/Weiherfeld-Dammerstock und Geigersberg mal ausgenommen. Man braucht sich nur die Wahlergebnisse anschauen und kann auf die Bevölkerungsstruktur schließen.
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  •   Rahmdieb
    (665 Beiträge)

    26.09.2017 18:45 Uhr
    Geigersberg?
    Am besten Richtung Turmberg. Hat da nicht mal Manni gewohnt, oh Entschuldigung, residiert?
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