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Karlsruhe Nach FDP-Wahlschlappe: Selbstkritik und Aufbruchstimmung in Karlsruhe

Enttäuschung über das Wahlergebnis aber zugleich Kampfbereitschaft bestimmten die erste Sitzung des Kreisvorstands der Karlsruher FDP nach der Bundestagswahl. Schnell seien sich die Anwesenden nach dem Bericht des Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Heinz Golombeck einig gewesen, dass es vor allem Fehler der FDP selbst gewesen seien, die zu dem verheerenden Ergebnis und zum Rauswurf der FDP aus dem Bundestag führten.

In die Besorgnis darüber, wie es vor Ort gelingen soll wieder auf die Beine kommen, hätten sich schnell kämpferische Untertöne gemischt. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

"Liberalen Gedanken nicht vor die Hunde gehen lassen"

"Denn neben der Häme, die aus den Reihen der politischen Gegner entgegen schlägt, registrieren die Verantwortlichen der Karlsruher FDP in ihrem Umfeld zwar Betroffenheit, aber zugleich Aufmunterung", heißt es. Es gebe die spürbare Bereitschaft, "den liberalen Gedanken in der Politik nicht vor die Hunde gehen zu lassen".

Äußerer Beweis seien sechs Neumitglieder, die sich nach der Bundestagswahl spontan entschlossen hätten, der FDP in Karlsruhe beizutreten. So sei aus der anfänglich eher gedrückten Stimmung die Überzeugung geworden, "vor Ort anzugreifen". Sogenannte Einthemenparteien seien angreifbar, es gebe eine Stimmung in der Bevölkerung , die wolle, dass die liberale politische Kraft nicht von der Bildfläche verschwinde.

Allerdings habe die FDP jetzt eine Bringschuld. Es sei an ihr, das Vertrauen in der Bevölkerung zurück zu gewinnen. Und diese Aufgabe beginne vor Ort. Nach Beschluss des Vorstands werde sich demnächst eine Mitgliederversammlung mit der Frage befassen, wie sich die Karlsruher FDP auf dieser Basis inhaltlich und personell aufstelle.

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Kommentare (9)
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  •   Herbert-119
    (1164 Beiträge)

    09.10.2013 21:36 Uhr
    FDP ? Wer braucht eigentlich Liberalalala
    Für echte Libertäre hätte ich allerdings einen absoluten fäbel.
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  •   ha551
    (278 Beiträge)

    08.10.2013 16:33 Uhr
    Natürlich
    junge Personen.
    Entschuldigung, kann vorkommen.
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  •   ha551
    (278 Beiträge)

    08.10.2013 16:32 Uhr
    Der Schuldige bei der
    verheerenden Wahlschlappe ist und bleibt BRÜDERLE. Mit so einer überheblichen Art kann man einfach keine Wahl gewinnen. Hut ab vor RÖSLER, der sofort die Konsequenzen gezogen hat. Mensch BRÜDERLE in dem Alter legt man sich auf das Ruhekissen und läßt dynamische hunge Personen ran.
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  •   80er
    (5534 Beiträge)

    08.10.2013 16:42 Uhr
    Wieso...
    ....Brüderle? Der ist doch der einzige der weiß worauf es im Leben ankommt: Wein und Weiber.... zwinkern
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  •   joka
    (9833 Beiträge)

    08.10.2013 17:02 Uhr
    fehlt nur noch...
    der Rock 'n' Roll... Das rockt!
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  •   ha551
    (278 Beiträge)

    08.10.2013 16:46 Uhr
    Dazu kann ich nur sagen:
    Richtig erkannt. Danke.
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  •   Jago
    (119 Beiträge)

    08.10.2013 10:55 Uhr
    Das sind ja jetzt alles Sozialfälle
    Niebel, Homburger, Brüderle - die finden in der Wirtschaft nix. Na gut, vielleicht Brüderle in einer Gastwirtschaft. Und die neue Hoffnung Lindner (nach Haartransplantation) kanns auch nicht. Derhat ja bereits zu Beginn seiner Karriere als Unternehmer eine Millionen-Pleite hingelegt.
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  •   ALFPFIN
    (5729 Beiträge)

    08.10.2013 14:11 Uhr
    Lindner!
    und seine Millionenpleite,
    genau deshalb ist er ja zur FDP. Unternehmerpartei ,,, gewesen. grinsen
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  •   ALFPFIN
    (5729 Beiträge)

    08.10.2013 10:41 Uhr
    FDP
    "Allerdings habe die FDP jetzt eine Bringschuld. Es sei an ihr, das Vertrauen in der Bevölkerung zurück zu gewinnen." [b][/b]

    Es waren nicht nur die falschen Themen oder die Missachtung der -sagen wir mal - normal verdienenden Bevölkerung, sondern auch Euer Personal in Berlin.

    Das Auftreten, die Arroganz zu uns "Dekadenten", die Querelen untereinander, die einzig und allein dem Machterhalt der einzelnen Personen dienten, ist natürlich immer so. Jetzt liest man, das viele Stellen mit Leuten besetzt bzw. auf Posten geschoben wurden, die man auf unsere Kosten irgendwo unterbringen muss, obwohl sie absolut überfordert sein sollen. Ich meine jetzt nicht das Büropersonal.

    Das politische Gedächtnis der Wähler ist zwar kurz, aber ich hoffe, dass sich diese auch in vier Jahren noch erinnern und nicht FDP wählen.
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