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Karlsruhe Koalitionspoker: Wie wär's mit Schwarz-Rot - ohne die CSU?

Angela Merkel ist nach der Bundestagswahl ziemlich mächtig. Aber auch alle Macht bringt nichts, wenn es nicht für eine Regierung reicht. Die CDU braucht einen Koalitionspartner. Derzeit werden die verschiedensten politischen Farbenspiele heftig diskutiert - vor allem eine Große Koalition zwischen CDU/CSU und SPD und ein schwarz-grünes Bündnis werden immer wieder genannt. Doch es gibt noch eine ganz andere Möglichkeit. Und zwar eine Große Koalition - ohne die CSU.

Die Große Koalition zwischen CDU/CSU und SPD scheint für viele derzeit die wahrscheinlichste Option. Auch die Kanzlerin favorisierst dem Vernehmen nach aktuell ein Regierungsbündnis mit den Sozialdemokraten. Die Schnittmengen zwischen den beiden Volksparteien sind trotzt aller Unterschiede da. Kompromisse zwischen den beiden Parteien scheinen möglich - wäre da nicht die CSU.

Die bayerische Schwesterpartei der CDU ist bekannt für ihre Alleingänge - und vor allem treibt die CSU einen tiefen Keil zwischen Schwarz und Rot. Denn die gravierendsten inhaltlichen Unterschiede hat die SPD weniger mit der CDU als mit der CSU. Als Beispiel seien hier Betreuungsgeld (CSU beharrt darauf) und die umstrittene Pkw-Maut (Idee von Seehofer) genannt. Zudem gibt sich die CDU erfahrungsgemäß kompromissbereiter als die CSU aus Bayern.

Merkel braucht die SPD. Doch die ringt derzeit um ihre Haltung zu einer Großen Koalition. Nicht wenige in der SPD fürchten, in einer schwarz-roten Koalition ihr Profil zu verlieren und zu wenig durchsetzen zu können, da Bundeskanzlerin Merkel und ihrer Union nur fünf Mandate zur absoluten Mehrheit fehlen. Ohne CSU könnte Merkel die skeptische SPD wohl eher in eine Große Koalition locken.

Eine Abspaltung von der CSU wäre für die CDU durchaus möglich. Die CSU bildet mit der CDU zwar seit Gründung der Bundesrepublik eine gemeinsame Fraktion. Die CSU ist aber schon immer eine selbstständige Partei. Ihre Stimmen und Sitze werden gesondert aufgeführt. So holte die CSU bei der Bundestagswahl 2013 7,4 Prozent der Stimmen. Ihr stehen damit 56 Sitze im Parlament zu. CDU (255 Sitze) und SPD (192 Sitze) würden ohne die CSU gemeinsam auf 447 Sitze kommen - eine komfortable Mehrheit für eine Regierungskoalition.

Warum also trennt sich die CDU im Sinne einer Großen Koalition nicht von der CSU? Ein Blick in die Vergangenheit zeigt übrigens, dass es eine solche Abspaltungs-Diskussion schon einmal gab. Mit dem sogenannten Kreuther Trennungsbeschluss vom November 1976 kündigte die CSU die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU im Bundestag. Im Machtkampf zwischen dem damaligen CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß und dem CDU-Vorsitzenden Helmut Kohl nahm die CSU den Beschluss aber schließlich zurück.

Die Partei von Ministerpräsident Horst Seehofer holte bei der Landtagswahl in Bayern Mitte September 47,7 Prozent der Stimmen - absolute Mehrheit. Die CSU strotzt vor Kraft. Seehofers Kraftmeierei und seine unkalkulierbaren Vorstöße sorgen immer wieder für Unruhe bei der CDU. Auch Angela Merkel dürften die bayerischen Extrawürste zunehmend auf die Nerven gehen. Der bayerische Ministerpräsident fordert, poltert, meckert - wäre es nicht auch im Sinne der Kanzlerin dem Sturkopf aus Bayern mal die Grenzen aufzuzeigen? Wäre das nicht endlich die Chance für Angela Merkel dem überheblichen Horst Seehofer mal eine Lektion zu erteilen? Und einer der so gut poltern kann, der kann doch sicher auch gut Opposition.

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  •   Menschenverstand
    (590 Beiträge)

    27.09.2013 18:24 Uhr
    Die CSU brauchen
    eh nur bayerische Bauern... Deutschland wäre sehr viel regierbarer mit nur CDU+SPD. Die CSU hat echt nur unfassbare A-Gesichter...
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  •   80er
    (6188 Beiträge)

    27.09.2013 18:45 Uhr
    Dein....
    ...Nickname hier ist definitiv nicht auch dein Programm.
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  •   80er
    (6188 Beiträge)

    27.09.2013 18:08 Uhr
    Ich meine es....
    ...mal gut Herrn Damm und sage: dann zerreist es die Union. Sollte es die CDU so tun, wie von Herrn Damm vorgeschlagen, dann ist das konservative Lager gespalten und zwar bedeutungsvoller als die Spaltung auf der linken Seite von SPD, Grüne und LINKE. Die Folge wäre, die CDU müsste in Bayern einen Landesverband gründen und würde dort weit unterhalb der 5 % vor sich hinwurschteln. Die CSU würde versuchen, sich bundesweit auszubreiten und hätte wahrscheinlich in Baden-Württemberg und in Sachsen Erfolg. Wie groß weiß ich nicht, aber größer als die CDU in Bayern. Und genau in beiden Ländern würde die CSU der CDU Stimmen abnehmen. D. h. früher oder später ginge die CDU dort mit der CSU eine Koaliation ein. In Norddeutschen Bundesländern würde die CSU keinen Fuß auf den Boden bekommen. Der CDU würde man es dort aber dennoch übel nehmen, sich von der CSU getrennt zu haben und deswegen Stimmen verlieren. Auf Dauer. Von daher: man kann ja mal drüber nachdenken Herr Damm. Das war es aber schon.
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  •   ramstein
    (49 Beiträge)

    27.09.2013 18:14 Uhr
    Unter 5%???
    Lieber 80er,

    die CSU hat 7,4% der Stimmen erreicht. Schauen Sie sich zur Sicherheit das Wahlergebnis richtig an, bevor Sie wilde Theorien aufstellen zwinkern)
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  •   80er
    (6188 Beiträge)

    27.09.2013 18:19 Uhr
    Äh....
    ....bist du sicher dass wir von dem gleichen reden? Meine unter 5 % bezogen sich für die CDU in Bayern für den Fall der Fälle.....
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  •   ramstein
    (49 Beiträge)

    27.09.2013 16:58 Uhr
    Die Faschingszeit beginnt erst am 11.11.
    Lieber Herr Damm, das ist der bisher unqualifizieteste Kommentar zu den anstehenden Koalitionsverhandlungen. Allerdings könnte man daraus durchaus eine Büttenrede machen. Dazu ein weiterer heiterer Gedanke: CDU/CSU mit der SPD ohne den Landesverband NRW zwinkern)
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  •   ElAnduri
    (325 Beiträge)

    27.09.2013 17:57 Uhr
    Nur weil es unwahrscheinlich ist, ist es doch nicht gleich unqualifiziert, oder?
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