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Karlsruhe Bundestagswahl 2013: Ticker aus dem Karlsruher Rathaus

Am Wahlsonntag waren 206.000 Karlsruher aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Doch wie haben sie gewählt? Welcher Kandidat aus dem Wahlkrei­­s 271 Karlsruhe-Stadt schafft es in den 18. Bundestag? Im Karlsruher Rathaus werden die Ergebnisse aus der Fächerstadt ab 18 Uhr auf Großbildleinwand präsentiert. Auch die Kandidaten werden im Laufe des Abends erwartet. ka-news ist vor Ort und hält Sie auf dem Laufenden! Stimmen und Ergebnisse im Ticker aus dem Karlsruher Rathaus:

17.50 Uhr:

Hallo aus dem Karlsruher Rathaus! Langsam füllt sich der Bürgersaal. Die Wahllokale haben noch 10 Minuten geöffnet. Es bleibt spannend.

18 Uhr: Wahllokale haben geschlossen

Die Wahllokale haben geschlossen. Deutschland hat gewählt. Doch wir kennen das Ergebnis noch nicht.

18.01 Uhr: Erste Prognosen da

Die ersten Prognosen sind da. Jubel im Bürgersaal für die Prognose der CDU (42,5 Prozent). Auch Jubel als die Prognose für die FDP bekannt wird. Die Liberalen sind derzeit mit 4,5 Prozent nicht im Bundestag. SPD (26,5 Prozent) und Grüne (8 Prozent) können derzeit keine Koalition bilden. Die AfD wäre mit 4,8 Prozent aktuell nicht im Bundestag. Die Piraten holen 2,5 Prozent.

18.05 Uhr: Schwarz-Gelb abgewählt?

Es scheint als wäre Schwarz-Gelb abgewählt.

18.07 Uhr: Wie sieht es in Karlsruhe aus?

Die ersten Prognosen für die gesamte Bundesrepublik sind da. Doch wie sieht es in Karlsruhe aus? Derzeit werden die Urnen in der Fächerstadt fleißig ausgezählt.

18.10 Uhr: Wer holt das Direktmandat?

Kann Ingo Wellenreuther (CDU) sein Direktmandat verteidigen? Wie viele Erststimmen bekommen die Kandidaten von SPD und Grünen, Parsa Marvi und Sylvia Kotting-Uhl? Behalten Karin Binder (Die Linke) und Heinz Golombeck (FDP) ihren Sitz im Bundestag? Wie schneiden die Piratenpartei und die Alternative für Deutschland in Karlsruhe ab?

18.12 Uhr: In Karlsruhe wird fleißig ausgezählt

Für Karlsruhe gibt es bislang noch keine Ergebnisse. Das Wahlamt rechnet damit, dass Kreiswahlleiter Oberbürgermeister Frank Mentrup nach der Auszählung der 194 Urnen- und 60 Briefwahlbezirke gegen 21.30 Uhr das vorläufige amtliche Endergebnis für Karlsruhe verkünden kann.

18.14 Uhr: Erste Hochrechung: 4-Parteien-Parlament?

Laut ersten Hochrechnungen könnte es in Deutschland künftig ein Vier-Parteien-Parlament geben - vorausgesetzt die AfD kommt nicht in den Bundestag. Demnach scheinen eine Große Koalition, Schwarz-Grün oder Rot-Rot-Grün möglich.

18.18 Uhr: Das sagen die Piraten zu den ersten Zahlen

Die Piratenpartei hat es nach den ersten Hochrechnungen wohl nicht in den Bundestag geschafft. Christian Alkemper, Direktkandidat Karlsruhe-Land ist nicht zufrieden. "Unser Kernthema Bürgerrechte, vor allem in Bezug auf Datenschutz, sich nicht bei den Menschen verfangen zu haben", äußerte Alkemper gegenüber ka-news. Parteikollege Martin Bartsch, Kandidat Karlsruhe-Stadt, über den scheinbaren Rauswurf der FDP: "Deutschland braucht eine liberale Partei, die FDP ist das nicht mehr." Beide freuen sich, dass die AfD es nach aktuellen Zahlen wohl nicht geschafft hat. " Da hätte sich die Demokratie einen Dorn in den Fuß getreten", so Alkemper weiter.

18.28 Uhr: Staatssekretärin Splett (Grüne): "Wahlziel verfehlt"

Staatssekretärin Gisela Splett (Grüne) ist vom Wahlergebnis "enttäuscht". Das Ziel sei "eindeutig zweistellig" gewesen. "Wir haben das Wahlziel verfehlt", sagt sie gegenüber ka-news.

18.30 Uhr: Fostiropoulos: "Der FDP trauere ich keine Träne nach"

Linken-Stadtrat Niko Fostiropoulos freut sich über das Abschneiden seiner Partei. "Sollten sich die Hochrechnungen bestätigen, dann wäre die Linke die dritte Kraft im Bundestag." Er hoffe auf eine Rot-Rot-Grüne-Koalition. Sollte die SPD doch Merkel stützen, müsse sie sich auf eine starke Opposition gefasst machen. "Der FDP trauere ich keine Träne nach", so Fostiropoulos.

18.34 Uhr: Erste Bürgermeisterin Mergen glaubt an Große Koalition

Erste Bürgermeisterin Margret Mergen (CDU) freut sich über das starke Ergebnis der CDU. Das sei ein Vertrauensbeweis für Angela Merkel und für die erfolgreiche Finanz- und Wirtschaftspolitik der CDU, so Mergen. Sie wünsche Angela Merkel für die "schwierigen Koalitionsverhandlungen" viel Kraft. Mergen glaubt, dass derzeit eine Große Koalition wahrscheinlich sei, da die "Schnittmengen in der Wirtschaftspolitik" mit der SPD viel größer seien als mit den Grünen.

18.55 Uhr: Erste Ergebnisse aus Karlsruhe

Erste Wahlbezirke ausgezählt, erste Ergebnisse gibt es hier.

18.58 Uhr: Sylvia Kotting-Uhl: "Merkel bleibt Kanzlerin"

Die Karlsruher Bundestagskandidatin von den Grünen, Sylvia Kotting-Uhl, ist im Rathaus eingetroffen. "Ich bin nicht zufrieden. Dieses Ergebnis haben wir nicht angestrebt", sagt sie gegenüber ka-news. Kotting-Uhl macht auch "hausgemachte Fehler" im Wahlkampf der Grünen für das schlechte Abschneiden mitverantwortlich. "Wir haben es nicht geschafft unsere Themen wie beispielsweise die Energiewende als Thema in den Wahlkampf einzubringen", so Kotting-Uhl. Einem Linksbündnis mit der SPD und den Linken erteilt sie eine Absage. "Merkel wird Kanzlerin bleiben. Ihr Ergebnis ist zu stark."  Es widerspreche ihrem Demokratieverständnis, wenn Merkel aufgrund dieses starken Ergebnisses nicht Kanzlerin werden würden. Schwarz-Grün? "Für Koalitionsaussagen st es zu früh", so Kotting-Uhl. Aber die Grünen würden sich Gesprächsangeboten offen gegenüber zeigen.

19.10 Uhr: Bürgermeister Klaus Stapf: "Kanzlerbonus hat mitgespielt"

Auch Bürgermeister Klaus Stapf zeigt sich gegenüber ka-news ebenfalls enttäuscht über das verpasste Ziel der Grünen, sich einen zweistelligen Stimmenanteil zu sichern. "Irgendwas haben wir wohl falsch gemacht." Den starken Sieg der CDU sieht er auch im Kanzlerbonus und der generellen Zufriedenheit mit der Person Angela Merkel begründet. Eine Koalition zwischen Grünen und CDU/CSU hält er für nicht gut: "Das ist kein guter Zeitpunkt, wir müssen erst einmal unser Ergebnis aufarbeiten."

19.20 Uhr: FDP-Stadtrat Hock: "Herbe Niederlage"

FDP-Stadtrat Thomas Hock ist fassungslos: "Dass wir es nicht in den Bundestag schaffen, hätte ich mir nie erträumen lassen. Das ist eine herbe Niederlage." Jetzt müsse die Wahlniederlage aufgearbeitet werden. Eine klare Linie auch in Hinblick auf die Kommunalwahlen im kommenden Jahr sei dringend notwendig, so Hock. Er finde es ungerecht, dass die FDP so abgestraft wurde. "Wir haben in den vergangenen vier Jahren gute Politik gemacht und Deutschland sicher durch die Krise geführt", so Hock.

19.31 Uhr: SPD-Kandidat Marvi sieht trotz Niederlage "starkes Ergebnis"

SPD-Bundestagskandidat Parsa Marvi hat den Einzug in den Bundestag verpasst. Er holte rund 30 Prozent im Wahlkreis Karlsruhe. Aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen für die SPD sei das aber ein "sehr gutes Ergebnis", so Marvi gegenüber ka-news. "Wir haben in Karlsruhe Volksparteicharakter." Im Bund habe die SPD nur wenige Prozent gewonnen, im Land habe die SPD nur 20 Prozent geholt. Marvi gratuliert seinem Konkurrenten Ingo Wellenreuther zum Wahlsieg, fordert aber, dass künftig die Stadt Karlsruhe besser von ihren Abgeordneten in Berlin vertreten werden solle. Zu seinen eigenen Zukunftsplänen sagte SPD-Kreisvorsitzender Marvi: "Ich bin erst 31. Wir haben noch viel vor. Wir machen die SPD in Karlsruhe künftig noch stärker. Ich freue mich auf weitere Aufgaben und die Kommunalwahl 2014."

19.54 Uhr: Karin Binder: "Linke ist starke Kraft in der deutschen Politik-Szene"

Karin Binder, Bundestagskandidatin von den Linken, stellt sich auf Opposition ein. "Wir sind eine starke Kraft in der deutschen Politik-Szene", sagt sie gegenüber ka-news. Ein Rot-Rot-Grünes-Bündnis ist für Binder nicht vorstellbar. "Es läuft alles auf große Koalition raus." Und gerade dann sei eine starke Linke wichtig für eine starke Opposition. Binder zu den Verlusten: "Wir dürfen 2009 nicht als Maßstab sehen. Das war ein Überraschungserfolg." Als Partei habe sich die Linke stabilisiert. Daher sei sie mit dem aktuellen Ergebnis auch zufrieden.

20.01 Uhr: Patrick Meinhardt fliegt raus: "Bundesergebnis ist Katastrophe"

Der FDP-Bundestagabgeordnete für Mittelbaden, Patrick Meinhardt, scheidet nach acht Jahren aus dem Deutschen Bundestag aus. Er erklärt dazu in einer Pressemitteilung: "Das ist die schlimmste Niederlage, die die FDP seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland hatte. Es ist ganz einfach eine Katastrophe, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Das einmal in der Bundesrepublik Deutschland Kommunisten im Parlament sind und Liberale draußen, hatte ich nicht für möglich gehalten. Aber ich bin ein Kämpfertyp und die mittelbadische FDP hat einen gigantischen Wahlkampf hingelegt. Deswegen müssen wir jetzt auch die Kernzone für die Erneuerung der Liberalen sein."

20.10 Uhr: Wahlsieger Ingo Wellenreuther (CDU): "Das ist überragend"

Der Wahlsieger ist im Rathaus angekommen. CDU-Bundestagsabgeordneter Ingo Wellenreuther: "Ich freue mich sehr über dieses tolle Ergebnis. Das ist ein überragendes Ergebnis für unsere Kanzlerin, für die Union und für Karlsruhe." Wellenreuther freute sich darüber, dass er das Wahlergebnis von 2009 sogar noch habe "toppen" können. "Es waren harte 1,5 Jahr für mich." Aber die Karlsruher hätten nicht vergessen, was er in den letzten elf Jahren für diese Stadt getan habe, so Wellenreuther.

20.18 Uhr: OB Mentrup gratuliert Wellenreuther

Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) hat soeben Ingo Wellenreuther im Rathaus für seinen Wahlerfolg gratuliert. Zur Bundestagswahl wollte sich Mentrup nicht äußern. Er verkündet demnächst als Kreiswahlleiter das voraussichtliche amtliche Endergebnis für Karlsruhe. Aktuell sind 222 von 254 Wahlbezirken ausgezählt.

20.34 Uhr: SPD-Landtagsabgeordneter Stober: "Wir werden uns der CDU nicht an den Hals werfen"

"Nein, ich bin mit dem Ergebnis nicht zufrieden", sagt der Karlsruher SPD-Landtagsabgeordnete Johannes Stober auf ka-news-Nachfrage. "Unser Ziel war eine rot-grüne Mehrheit." Parsa Marvi habe aber ein "hervorragendes Ergebnis" in Karlsruhe eingefahren. "Parsa hat einen tollen Wahlkampf gemacht", so Stober. Eine Große Koalition scheine zwar derzeit wahrscheinlich, aber "wir werden uns der CDU nicht an den Hals werfen", so der SPD-Politiker.

20.45 Uhr: Warten auf die letzten Wahlbezirke

Mittlerweile sind 241 von 254 Wahlbezirken in Karlsruhe ausgezählt.

21:52 Uhr: Das vorläufige Endergebnis ist da

Ingo Wellenreuther (CDU) 39,5 Prozent
Parsa Marvi (SPD) 29,6 Prozent
Sylvia Kotting-Uhl (Grüne) 13,7 Prozent
Heinz Golombeck (FDP)   3,2 Prozent
Karin Binder (Die Linke)   4,9 Prozent
Martin Bartsch (Piratenpartei)   3,5 Prozent
Marc Jongen (AfD)   4,0 Prozent

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Bundestagswahl 2013: Infos und Ergebnisse der Bundestagswahl 2013: Im Dossier zur Wahl des Deutschen Bundestages am 22. September 2013 sammeln wir die gesamte Berichterstattung rund um die Bundestagswahl 2013. Außerdem: Infos zu den Kandidaten aus Karlsruhe Ingo Wellenreuther (CDU), Parsa Marvi (SPD), Sylvia Kotting-Uhl (Grüne), Karin Binder (Linke) und Martin Bartsch (Piraten) sowie regelmäßige Sonntagsfragen zur Bundestagswahl 2013.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    22.09.2013 23:44 Uhr
    Tipp an die Piraten
    die Dokumentation der Analyse wird übersichtlicher ausfallen, wenn man nicht Fehler auflistet, sondern das, was man richtig gemacht hat.

    "Themen statt Köpfe". Tja, schön wär's wenn das funktionieren würde. Tut's aber nicht. Und das ist bei weitem keine neue Erkenntnis. Wenn man sich der Realität verweigert, kann man nur Fehler machen.

    Ein Fehler war auch viele der Kandidaten auf den Plakaten Grimassen schneiden zu lassen. Wäre schön, wenn die Welt so wäre, dass das alle lustig finden, dass da "mal jemand anders ist". Tut aber keiner. War vorher klar. Wahlkampf ist nicht Facebook, wo man sich kreativ präsentiert. Wahlkampf ist Verkauf, Vertrieb, Marktgeschrei. Da muss man gefallen, nicht krampfhaft anders sein. Klingt traurig. Ist aber so. Wer das nicht kapiert, der muss sich unterstellen lassen, dass er generell ein Problem allgemein mit der Realität und speziell mit der Ökonomie hat. Schön, dass die Piraten sich über die NSA empören, aber traut man Realitätsverweigerern Besserung z
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    22.09.2013 23:41 Uhr
    Tipp an die FDP
    die Dokumentation der Analyse wird übersichtlicher ausfallen, wenn man nicht Fehler auflistet, sondern das, was man in der Regierungs- und Parlamentsarbeit richtig gemacht hat.

    Ich fange mal an...
    ... hmmm ...
    ...
    Steilvorlage NSA-Skandal, versemmelt; streichen
    Herdprämie geschluckt; streichen
    ...
    ...

    fertig.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    22.09.2013 23:39 Uhr
    Tipp an die Grünen
    die Dokumentation der Analyse wird übersichtlicher ausfallen, wenn man nicht Fehler auflistet, sondern das, was man richtig gemacht hat.

    Beim Wahlkampf geht es nicht darum der eigenen Basis zu gefallen, sondern den Wählern. Der Basis gefallen die Tierrechte. Für die Wähler gibt es wichtigeres. Man kann das Thema ja betreiben, wenn man gewählt ist. Stören wird es kaum. Aber im Wahlkampf muss das vorne stehen, was ankommt.

    Der Basis gefällt der Veggie-Day. Der Basis - und wie man vermuten muss auch einigen Spitzenkräften - gefällt daran das Schurigeln der Gesamtbevölkerung. Beim Wahlvolk kommt das schlecht an. Hätte man wissen können. Der Basis geföllt daran auch der Tierschutzaspekt. Das Wahlvolk kratzt das nicht. Der Klimaschutz als Bemäntelung des Ganzen ist dann ein Schuss ins Knie, weil sich jeder Wähler denkt, warum nicht der Klimashcutz insgesamt nach vorne gestellt wird. Können die etwa keine Prioritäten setzen?

    Die Basis, arabisch Al Kaida, feuert gerne in den Rücken.
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