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Karlsruhe Essen gehen in Karlsruhe: Zwei Restaurant-Tester kennen die Geheimtipps

Auf der Suche nach dem richtigen Restaurant, aber keine Ahnung, wo? Dafür gibt es den KakV- den "Karlsruhe Kulinarische Vielfalt". Der Karlsruher Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die kulinarische Vielfalt der Fächerstadt zu zeigen - und zu testen. ka-news hat mit den Gründern gesprochen.

An sich lässt die Gastronomie in Karlsruhe keine Wünsche offen. Doch vor allem Studenten und Zugezogenen fällt es hin und wieder schwer, sich einen Überblick über die Vielfalt an Essensangeboten zu schaffen. Große Plattformen sind dabei meist keine Hilfe: Oft scheinen sie zur Werbeplatzierung genutzt zu werden.

Diesen Eindruck hatten jedenfalls Fabian Dahmen und Mitja Mayer. Bei "einer netten Runde mit Steak und Bier" hatten die beiden dann gemeinsam mit einigen Freunden die Idee zur Gründung des KakV: dem "Karlsruhe kulinarische Vielfalt".

 

Wenn die Internetbewertungen frustrieren

Seit dem 9. Februar 2015 gibt es den KakV jetzt schon. Der Verein teste gastronomische Betriebe in ganz Karlsruhe, erklären die Grüner im Gespräch mit ka-news. Fotos und Bewertungen fände man auf der Homepage www.kakv.de und auf der dazugehörigen Facebook-Seite.

Viele Geheimtipps würden im Internet gar nicht aufgeführt werden, erklärt Dahmen. Er findet, dass die seiner Meinung nach falschen und einseitigen Informationen über die Karlsruher Gastronomie im Netz gerade für Nicht-Karlsruher frustrierend sind. "Wir wollen genau diesen Menschen, aber auch Einheimischen helfen, ihre Stadt besser kennen zu lernen", sagt er.

"Geschätzt haben wir schon 40 bis 50 Tests gemacht", verrät Fabian Dahmen. Die To-Do-Liste sei lang, jede Woche kämen neue Vorschläge von Lesern dazu. Auch Neueröffnungen seien für KakV interessant. "Zuerst haben wir unsere Favoriten getestet", erläutert Dahmen. "Wir wollen ja Positives berichten". Gerade durch die Leser habe die Idee an Dynamik gewonnen. Über die Kriterien habe sich der Verein viele Gedanken gemacht. Stetig werde am KakV weiterentwickelt.

"Wir schalten unseren Menschenverstand ein"

Dabei laufe ein Restaurant-Test "relativ unspektakulär" ab, erzählt Mitja Mayer. Er ist einer der 12 Mitglieder des Vereins. "Wir gehen ganz normal Essen in einer Kneipe". Der einzige Unterschied sei, dass Fotos geschossen werden. Ansonsten habe der KakV kein bestimmtes Schema. "Wir schalten unseren Menschenverstand ein und achten auf alles, worauf man als Gast eben achtet", so Mayer. Vor allem die Qualität der Speisen, die Umgebung und die Bedienungen stünden im Fokus.

Mindestens zwei Personen seien bei einem Test dabei. "Manchmal gehen wir auch zu zehnt. Manchmal zu viert", sagt Dahmen. Auf die Frage, wie viele Speisen bestellt werden, antwortet er lachend: "Es ist nicht wie bei Christian Rach. Wir bestellen nicht die ganze Karte durch, sondern nur ein Gericht pro Person: Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise." KakV wolle die Realität widerspiegeln und nur das beurteilen, was auch bestellt wurde. Den Rest der Karte könne man nicht einfach bewerten.

"Wir versuchen, nicht alle das Gleiche zu bestellen.", erzählt Mayer. Dadurch solle ein so breit gefächertes Urteil wie möglich entstehen. Bisher seien "90 Prozent" der getesteten Restaurants gut bis sehr gut gewesen. Es habe aber zwei oder drei Fälle gegeben, bei denen es nicht gepasst habe und Erwartungen nicht erfüllt worden wären. In solchen Fällen würde der KakV versuchen, "so objektiv wie möglich zu sagen, was nicht gepasst hat", so Dahmen. "Wir werden nie beleidigend". Allerdings habe es Restaurants gegeben, die der Verein nicht nochmal besuchen möchte.

"Flammkuchen und Salat will niemand sehen"

Wie viele Leser die Artikel anschauen, sei von Speise zu Speise unterschiedlich. "Bei Schnitzel-Artikeln schießen die Zahlen nach oben", sagt Dahmen und lacht. "Flammkuchen und Salat will niemand sehen." Auch Artikel über die Sterneküche scheinen die Leser weniger interessant zu finden. Diese seien nach Facebook-Statistik größtenteils zwischen 25 und 35 Jahren alt.

Einen richtigen Rhythmus, wann und wie oft die Tests durchgeführt werden, habe der KakV nicht. Mitja Mayer und Fabian Dahmen sind sich einig: "Wir gehen essen, wenn wir Lust haben. Das ist nie geplant, sondern meist recht spontan." KakV teste aber nicht nur gastronomische Betriebe, sondern auch "aktuelle Veranstaltungen wie das Streetfood-Festival."

"Wir geben Tipps, auf die Leute hingewiesen werden sollen. Viele Trends schwappen gerade aus anderen Städten über", erklärt Dahmen. Begeistert sind die beiden vom "Dinner en blanc": Bei dieser Veranstaltung ziehe man sich weiß an und treffe sich mit Unbekannten zum Abendessen. An einem noch nicht bekannt gegebenen Ort in Karlsruhe. Jeder bringe sein Essen selbst mit.

Ziel des KakV sei, den Nutzern ein breites Bild der heterogenen Gastronomie in Karlsruhe zur Verfügung zu stellen. "Wer sich informieren will, kann sich informieren", sagt Fabian Dahmen. Er ist Vorsitzender des Vereins und betont: "Wir stellen die Informationen gerne und kostenlos zur Verfügung. Wir machen das, weil wir davon überzeugt sind und es auch jede Menge Spaß macht."

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Kommentare (51)
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  •   RechterRand
    (971 Beiträge)

    11.07.2016 12:07 Uhr
    Schon wieder Vielfalt.
    Das wird so langsam zum Unwort des Jahres, ich kanns nicht mehr hören. Fehlt nur noch, dass die Willkommenskultur und der Buntheitsindex bewertet werden. Eventuell noch die Antifaaufkleber an der Tür.
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  •   mcclaney
    (1490 Beiträge)

    11.07.2016 16:09 Uhr
    ...
    Vielfalt schmeckt Ihnen wohl nicht.

    haha
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  •   Kruppstahl
    (1214 Beiträge)

    12.07.2016 00:53 Uhr
    Naja, wer laut Avatar am Daumen lutscht
    hat auch nur zwei zur Auswahl. grinsen
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  •   melotronix
    (3245 Beiträge)

    11.07.2016 10:06 Uhr
    finde es grundsätzlich nicht schlecht
    diese Bewertung zu lesen. Auch wenn sie von Laien abgegeben wurde. Man braucht keine Sternetester um festzustellen, ob das Essen etwas taugt, wie aufmerksam das Personal ist oder wie es mit der Sauberkeit bestellt ist. Nur haben die lieben Jungs und Mädels (auf der homepage bei den Beurteilungen zu lesen) ..wohl nicht so viel wert auf Rechtschreibung gelegt. Teilweise haarsträubende Fehler. Hoffentlich muss man da keine Übereinstimmung mit den Testergebnissen folgern.
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  •   Kruppstahl
    (1214 Beiträge)

    10.07.2016 23:06 Uhr
    Es gehört verboten,
    daß Leute, die keine gelernten Köche sind, Restaurants beurteilen. Erlebnisberichte könnte man es allenfalls nennen.

    "Viele Geheimtipps würden im Internet gar nicht aufgeführt werden, erklärt Dahmen."

    Wenn ein Betrieb nicht im Netz erscheinen will, ist es seine eigene Entscheidung. Diese selbsternannte Tester sollten mal lieber bei den Inhabern nachfragen, ob sie die Fotos vom Restaurant überhaupt veröffentlichen dürfen.
    Da kriegt man echt zu viel, wenn man so was liest.
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (1122 Beiträge)

    11.07.2016 14:52 Uhr
    Es kommt vielleicht immer ein bisschen darauf an,
    für wen diese Tipps und Bewertungen geschrieben sind. Ein Ottonormal, der gerne gut essen geht, kann mit einer Bewertungen, ob das drei oder doch nur ein Stern ist, recht wenig anfangen. Ich behaupte, der würde nicht mal den Unterschied merken.

    Die Qualität der Rohstoffe und die Qualität der Zubereitung kann ein interessierter Laie, der eventuell selbst hin und wieder kocht, allerdings doch recht gut einschätzen. Dafür muss man kein Sternekoch sein.

    Die Zielgruppe und die Professionalität der Tester sollte allerdings bei den Bewertungen auch klar benannt werden. Alles andere wäre anmaßend.

    "Sachkundige Laien", die sich als Experten aufspielen, sind nur schwer zu ertragen.
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  •   andip
    (10627 Beiträge)

    11.07.2016 15:56 Uhr
    Eben
    Die allermeisten Leute,die zum Essen in ein Lokal gehen kochen doch selber oder haben wenigstens etwas Erfahrung damit.
    Es ist schon etwas unangemessen, allen Nichtprofiköchen zu unterstellen,die könnten die Qualität eines Essens prinzipiell nicht erkennen.
    Ob das jetzt auf diese Tester zutrifft,kann ich nicht beurteilen.
    Aber schliesslich kann jeder die getesteten Lokale selber mal aufsuchen und nachprüfen,ob man zu der gleichen Bewertung kommt.
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  •   Kruppstahl
    (1214 Beiträge)

    11.07.2016 15:45 Uhr
    Dann schreiben sie noch so etwas:
    "Leider konnten wir all das erst vor Ort besichtigen, einen Internetauftritt der Pizzeria gibt es nicht; für uns heutzutage nicht nachvollziehbar. "

    Ich verlinke das bewußt nicht, denn diese negativbeurteilung ist eine bodenlose Frechheit.
    Diese Typen haben sich aus so etwas komplett rauszuhalten. Das Restaurant hat sich gegen einen Internetauftritt entschieden und fertig. Jetzt bekommt es auch noch einen unfreiwilligen Auftritt mit einem blöden Spruch. Na danke. Auf solche Leute kann ich getrost pfeifen.
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (1122 Beiträge)

    11.07.2016 15:50 Uhr
    Hammer!
    Wahrscheinlich fließt auch in die Bewertung ein, ob das kostenlose WLAN schnell genug ist.
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  •   Kruppstahl
    (1214 Beiträge)

    12.07.2016 00:57 Uhr
    Oder ob man die Toilettenspülung per App auslösen kann...
    ...
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