Am KIT gingen die Studenten durch sämtliche Reihen und reparierten kaputte Tische, so die Besetzer in einer Pressemitteilung. Der Zustand des Hörsaals zeige die Schieflage des deutschen Bildungssystems, beides müsse renoviert werden.

"Mit dieser Aktion wollen wir unterstreichen, dass wir für bessere Bildung streiken und nicht dagegen. Wir wollen den Hörsaal besser verlassen, als wir ihn vorgefunden haben", so Alexander Konrad vom Arbeitskreis Hörsaalinstandsetzung.

Besetzung an der PH unterbrochen

"Wir haben hier ein Zeichen gesetzt", so Noah Fleischer, Pressesprecher der Bildungsstreik Initiative. "Mit dieser Aktion wollen wir auch zeigen, dass der Bildungsstreik eine konstruktive und friedliche Protestbewegung darstellt, welcher sich nachhaltig für die Belange der Studierenden einsetzt." Auch die kaputten Stühle im Hörsaal sollten noch repariert werden.

An der Pädagogischen Hochschule (PH) wird diese Woche die Besetzung unterbrochen, wie die Studenten mitteilen. Die inhaltliche Arbeit des Bildungsstreiks werde jedoch fortgesetzt. Dafür wünschten sich die Besetzer die Unterstützung der Hochschulleitung. Das Plenum werde weiterhin regelmäßig tagen und auch die Arbeitskreise werden ihre Arbeit fortführen.

Die Studierenden werden mit einer Kundgebung und einer Trauerrede vor der Cafeteria daran erinnern, dass durch die aktuellen Entwicklungen des Bildungssystems ein zur Mündigkeit führendes, selbstbestimmtes Lernen erschwert wird.

Hochschulleitung zeigte sich solidarisch

Wie sie weiterhin mitteilen, haben Studierende der PH seit drei Wochen unter einer kritisch-konstruktiven Perspektive Vorschläge zur Reform von Hochschul- und Schulsystem erarbeitet. Die Ergebnisse sehen unter anderem ein selbstbestimmtes Studium, Demokratisierung des Bildungssystems, Reform der BA/MA-Studiengänge, Abschaffung der Bildungsgebühren, der Studienzeitbegrenzung und des mehrgliedrigen Schulsystems vor.

 
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