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Karlsruhe Banküberfall in Karlsruhe: 19 Schüsse auf "Gentlemen-Räuber"

19 Schüsse haben die beiden Polizisten beim Bankraub in Karlsruhe vor elf Tagen auf die "Gentlemen Räuber" abgegeben. Dies ist das Ergebnis der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Dezernats Sonderfälle/Organisierte Kriminalität des Regierungspräsidiums Karlsruhe sowie der bisherigen kriminaltechnischen Untersuchungen.

Man gehe auch weiter davon aus, dass die beiden Bankräuber zuerst das Feuer eröffnet haben. Dies hätten mehrere Zeugenaussagen bestätigt, so Staatsanwaltschaft und Regierungspräsidium in einer gemeinsamen Presseerklärung. Dennoch würden bei jedem Schusswaffengebrauch durch einen Polizeibeamten grundsätzlich Ermittlungen eingeleitet, um zu klären, ob der Einsatz der Waffe gerechtfertigt war.

Mindestens zehn Schüsse auf die Polizisten

Beide Beamten hatten die Schüsse aus ihrer Polizei-Dienstpistole, eine Heckler & Koch P 2000, benutzt. Das Bankräuber-Paar hatte im Laufe des Schusswechsels mindestens zehn Schüsse auf die Polizisten abgegeben, wobei alle Schüsse wahrscheinlich aus der Waffe des Mannes stammten.

 

Außerdem trug der männliche Täter zwei weitere gefüllte Magazine mit jeweils 14 Schuss Munition am Körper. Bei der Waffe des Täters handelte es sich um eine halbautomatische Selbstladepistole tschechischer Herkunft, 9 Millimeter "Luger". Von der weiblichen Täterin wurde eine halbautomatische Selbstladepistole polnischer Herkunft, 7,62 Millimeter "Tokarew" mitgeführt. Damit schoss sie sich einmal in den Kopf.  Ob sie davor auch selbst einmal auf die Beamten geschossen hatte, ist offen. Ein solcher weiterer Schuss aus ihrer Waffe sei aber kriminaltechnisch nicht auszuschließen.

Woher die Waffen stammen ist nicht bekannt

Woher die beiden Bankräuber die Waffen haben, ist nicht bekannt. Auch ob es dieselben Waffen waren, die die "Gentlemen Räuber" bei vorherigen Überfällen benutzt haben, ist laut Staatsanwaltschaft offen. "Hierzu können wir keine tragfähigen Aussagen machen, da ja bei den vorherigen Überfällen kein Schuss abgegeben worden war", so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber ka-news.

Die 28 Jahre alte Polizeiobermeisterin wurde durch einen Treffer aus der Waffe des männlichen Täters schwer verletzt. Der Streifenwagen der beiden Polizeibeamten wies zudem mehrere Einschüsse auf.  Aufgrund dieses Ermittlungsstandes ist weiter davon auszugehen, dass der Schusswaffengebrauch durch die Polizei im Rahmen der Notwehr geboten war, so Polizei und Staatsanwaltschaft.

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