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Karlsruhe Banküberfall: Selbstmord bestätigt - Paar wohnte in Pforzheimer Hotel

Am Freitagnachmittag betraten die zwei vermutlich seit 15 Jahren gesuchten Gangster die Volksbankfiliale in der Karlstraße und forderten Geld. Wenige Minuten später waren beide tot und eine Polizistin schwer verletzt. Staatsanwaltschaft und Polizei Karlsruhe ziehen nun eine erste Bilanz.

Wie die beiden Behörden mitteilen, gehe es der verletzten Beamtin bereits besser. Nach Auskunft der Ärzte sei nicht mit bleibenden Schäden nach dem bei der Schießerei erlitenen Oberschenkeldurchschuss zu rechnen.

Während die 28 Jahre alte Polizeiobermeisterin noch einige Tage in der Klinik verbleiben muss, laufen die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei Karlsruhe nach wie vor auf Hochtouren. So habe sich nach dem nunmehr vorliegenden vorläufigen Ergebnis der Obduktion der 38 Jahre alten Täterin die Annahme bestätigt, dass sich die Frau mit ihrer Waffe selbst getötet hat.

Der Kriminalpolizei war es bereits am Wochenende gelungen, das Hotelzimmer des Täterpaars in Pforzheim ausfindig zu machen. Dort entdeckten die Ermittler weitere Hinweise zur Identität des aus Tschechien stammenden Paares. So wurden dort persönliche Papiere und Dokumente wie auch Kleidungsstücke beschlagnahmt.

Die Ermittlungsbehörden gehen nun weiter davon aus, dass es sich um die als "Gentlemen-Täter" bezeichneten Serienräuber handele. Letzten Aufschluss daüber soll das zeitnah erwartete Ergebnis der DNA-Analyse geben.

Neue Informationen für Mitte der Woche erwartet

Unterdessen sollen Ermittlungen in Tschechien die Hintergründe der Taten weiter erhellen. Ein besonderes Augenmerk richten die Ermittler dabei auf mögliche Verbindungen des Paars nach Deutschland. Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Karlsruhe bitten die Öffentlichkeit aus ermittlungstaktischen Gründen um Geduld. Die Behörden wollen über den aktuellen Ermittlungsstand bis zur Wochenmitte im Rahmen einer Pressekonferenz umfassend informieren.

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