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Karlsruhe Mühlburg: Gedenkstätte für Carl Benz eingeweiht

Vor 125 Jahren erfand Carl Benz das Automobil. Zu seinen Ehren wurde nun am Ort seiner Geburt in der Mühlburger Rheinstraße 22 das "Carl-Benz-Plätzle" eingeweiht. Eine Sitzbank und eine Infotafel erinnern an das Leben und Schaffen des Karlsruhers. Im September soll an gleicher Stelle der "Ewige Parkplatz von Carl Benz" für den Erfinder des Autos folgen, auf dem dauerhaft ein Nachbau eines der ersten Autos ausgestellt werden soll.

Viel Andrang herrschte am Freitagvormittag an der Ecke Rhein- und Nuitstraße in Mühlburg. Der Grund war die feierliche Einweihung einer Gedenkstätte für den Wegbereiter der Mobilität, den Karlsruher Carl Benz. Denn mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" war das ehemalige Gasthaus "Stadt Karlsruhe" in der Rheinstraße 22 der Geburtsort von Carl Benz, erklärte Bürgermeister Michael Obert bei der Einweihung.

Carl Benz konnte keine Angaben über seinen Geburtsort hinterlassen

Deshalb habe man hier den massiven Gedenkstein mit Sitzmöglichkeit und eine Infotafel über Carl Benz errichtet. "Nehmen Sie diesen Platz an und seien Sie stolz auf den Mühlburger Carl Benz", appelierte Obert an die vielen Interessierten rund um die Gedenkstätte.

Den historischen Hintergrund zu Carl Benz und seinem wahrscheinlichen Geburtsort erforschte Peter Pretsch, Leiter des Stadtmuseums Karlsruhe. Anhand des Geburtseintrags in das Mühlburger Kirchenbuch von 1884 nahm Pretsch die Fährte des Erfinders auf. Durch zwei Taufzeugen kam er auf das ehemalige Gasthaus "Stadt Karlsruhe", das bis in die 1950er in der Rheinstrasse stand. Bei der Geburt Benz' war ein gewisser Martin Kramer der Gastwirt in der Hausnummer 22.

Dieser war einer der Taufzeugen. Anhand des zweiten, Carl Axtmann, konnte eine Verwandtschaft zu Carl Benz hergestellt werden. Somit kam Pretsch zur Erkenntnis, dass Carl Benz, der als Friedrich Michael Weiland geboren wurde, eben in jenem Gasthaus in Mühlburg das Licht der Welt erblickte. Angaben dazu von Benz selbst gab es nicht - denn er habe nicht gewussst, wo genau er in Karlsruhe geboren wurde, so Pretsch.

Blumenkranz zu jedem Geburtstag

Auch Massimo Ferrini, Vorsitzender des Bürgervereins Mühlburg, freute sich über die Einweihung der Gedenkstätte. "Endlich kann man sich in Mühlburg an Carl Benz erinnern." Doch dabei wolle man es nicht belassen: Im September will der Bürgerverein den "Ewigen Parkplatz von Carl Benz" an gleicher Stelle einweihen. In Zusammenarbeit mit der Vogesenschule und einiger Sponsoren werde man den Nachbau eines Dreirads von Carl Benz, eines der ersten Autos überhaupt, dauerhaft ausstellen.

Zu jedem Geburtstag von Carl Benz, am 25. November, will der Bürgerverein zudem einen Blumenkranz an der Gedenkstätte niederlegen, so Ferrini weiter. "Nach 166 Jahren gibt es endlich eine Gedenkstätte", freute sich auch Arnt Bockemüller, Vorsitzender des Vereins Tribut an Carl Benz

Auf den Spuren von Carl Benz: Oldtimer-Korso beim Stadtgeburtstag

Pretsch wies zudem noch auf eine Ausstellung zu Carl Benz im Stadtmuseum hin, die am 16. Juli anläuft. Wer bewundern will, was Carl Benz im wahrsten Sinne des Wortes ins Rollen gebracht hat, der kann sich außerdem am Sonntag im Rahmen des Stadtgeburtstages an einem Oldtimer-Korso erfreuen.

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  • unbekannt
    (4000 Beiträge)

    18.06.2011 19:34 Uhr
    Also, wenn ich in mein Auto steige,
    isses mir ziemlich wurscht, wer das erfunden hat und wo der gebohrt ist. grinsen
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  •   Crackerjack
    (1418 Beiträge)

    18.06.2011 20:02 Uhr
    Mir auch
    jedoch wollte ich mit meinem dritten Beitrag lediglich meinen, bis dahin voellig unbekannten Hass auf die Schwaben zum Ausdruck bringen. Armer Karle.
    Ich bin ganz sicher, dass er zu seiner Bertha oft gesagt hat: " Dem dreckige Sauschwob haue oine noi".
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  •   Crackerjack
    (1418 Beiträge)

    18.06.2011 13:57 Uhr
    Mit- oder auch Aucherfinder
    Als ehemaliger karlsruher bin natuerlich auch ich auf den Karl sehr stolz, man sollte aber auch nicht vergessen, dass daran auch ein gewisser Gottlieb Daimler beteiligt war.
    Mein lieben badischen Landsleute noegen halt die Schwaben nicht. grinsen
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  •   Petrolhead
    (970 Beiträge)

    18.06.2011 16:09 Uhr
    In Geschichte gefehlt
    Daimler hat parallel zu Benz seine Entwicklung vorangetrieben.

    Wobei er, im Gegensatz zu Benz, auf die Hilfe eines weiteren Konstrukteurs( Wilhelm Maybach) angewiesen war.

    Von Beteiligung kann man da aber nicht sprechen. Bestenfalls von
    Konkurrenz. Und da war Benz mit seiner Patenteinreichung eben
    etwas schneller.
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  •   alpinium
    (5582 Beiträge)

    18.06.2011 16:41 Uhr
    Stimmt, aber etwas sein
    noch ergänzt. Die Klage Daimlers gegen Benz wegen Patentverletzung. Hier hatte Daimler vor Benz ein Bauteil (glaube es war was am Vergaser) patentieren lassen und dem Carl vorgeworfen er hätte es abgekupfert. Was Carl nicht hatte, es war eine der berühmten Paralellentwicklungen.

    Das Patent für den gesamten Motorwagen hatte Benz als erster eingereicht und auch erhalten.
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  •   Petrolhead
    (970 Beiträge)

    18.06.2011 17:19 Uhr
    Es war die Glührohrzündung
    und da stritten sich erbittert Daimler und Otto.

    Gab zwar auch mal irgendeine Streitigkeit mit Benz - aber die war
    nicht sehr dramatisch.

    Stammt die Info aus dem Film Carl und Bertha ? Dieser ist eine einzige historische Katastrophe
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  •   Crackerjack
    (1418 Beiträge)

    18.06.2011 20:37 Uhr
    Richtig
    Eine einzige historische Katastrophe.
    In diesem Zusammenhang habe ich ein sehr aufschlussreiches Bild im Internet gefunden.

    http://www.audrey4.co.za/bulls/Berthacar.jpg
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  •   Petrolhead
    (970 Beiträge)

    18.06.2011 16:14 Uhr
    Kommentar
    war auf Crackerjack gemünzt
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  •   alpinium
    (5582 Beiträge)

    18.06.2011 14:42 Uhr
    Der Gottlieb war Rivale
    und hat den lieben Karl verklagt. Der Gottlieb war an der eigentlichen Erfindung zum Motorwagen nicht im geringsten beteiligt, jedenfalls nicht positiv.
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  •   Crackerjack
    (1418 Beiträge)

    18.06.2011 18:05 Uhr
    Mistkerle
    Da haben diese S-Schwaben doch wirklich die Stirne das Hauptwerk in Zuffenhausen zu bauen.
    Man kann diesen Mistkerlen wirklich nicht ueber den Weg trauen.
    Also fuer mich sind die Typen erledigt.
    Mein Motto von nun an:"Traue keinem Schwaben".
    Zum Glueck wohne ich ja weit weg von diesen Betruegern.
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