"Es handelte sich überwiegend um sogenannte 'Lichter- oder Montagsspaziergänge' gegen die aktuellen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie", teilte das Ministerium mit. Strobl sagte am Dienstagmorgen im ARD-Morgenmagazin zudem: "Das Demonstrationsgeschehen ist ein sehr, sehr großes." Der CDU-Minister warnte deutlich vor den Konsequenzen: "Der Rechtsstaat schaut nicht weg", sagte er. "Wer so etwas organisiert, macht sich strafbar."

Seit Wochen gehen Gegner der Corona-Politik vielerorts in Baden-Württemberg auf die Straße. Nicht immer kündigen sie die Demonstrationen an, sondern treffen sich als sogenannte Spaziergänger. Weil sie sich in Sozialen Netzwerken verabreden, weiß die Polizei manchmal nicht im Voraus, wo eine Aktion stattfindet. Sie muss unter anderem kontrollieren, dass die Corona-Regeln eingehalten werden. Bei derartigen Protesten hatte es immer wieder Ausschreitungen gegeben. Am Montagabend blieb es dagegen im Land weitgehend friedlich. Auch bundesweit hatten am Montagabend Zehntausende Menschen in vielen Städten gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert.

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