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Karlsruhe Weniger Flüchtlinge: Landkreis Karlsruhe baut Unterbringungsplätze zurück

Wie viel Platz braucht es in den Gemeinschafsunterkünften für Asylbewerber im Landkreis Karlsruhe? In der Sitzung des Verwaltungsausschusses des Kreistags am vergangenen Donnerstag stellte Landrat Christoph Schnaudigel die aktuellen Zahlen und Prognosen für das laufende Jahr vor.

Konkrete Maßnahmen wird der Kreistag in seiner Mai-Sitzung beschließen, wie es in der Pressemitteilung des Landratsamts heißt. Die Entwicklung lasse sich aber bereits jetzt abschätzen. Die Verwaltung werde vorschlagen, einige Liegenschaften wieder zurück zu bauen oder zur anderweitigen Nutzung anzubieten.

"In der Vergangenheit war insbesondere der Landkreis gefordert, neue Unterkünfte für ankommende Asylbewerber in der vorläufigen Unterbringung zu schaffen", heißt es in einer Pressemeldung der verantwortlichen Stelle im Landkreis.

Zahl der benötigten Plätze geht zurück

Die Aufgabenverteilung verschiebe sich nun - der Landkreis benötigt nach wie vor eine große Zahl an Plätzen in Gemeinschaftsunterkünften, perspektivisch rechnet die Landkreisverwaltung jedoch damit, dass die aktuell gut 3.600 Plätze Plätze auf unter 2.000 bis Ende 2019 abgebaut werden könnten, sofern sich die Zugangszahlen wie erwartet entwickelten. 

Verstärkt sind nach Aussage des Landratsamts nun die Städte und Gemeinden in der Verantwortung: "Sie sind für die Anschlussunterbringung zuständig. Das bedeutet, sie müssen Unterkünfte für die zugewiesenen Asylbewerber vorhalten, deren Asylverfahren abgeschlossen ist oder bereits zwei Jahre läuft."  Die Prognose des Landkreises liegt bei 2.600 Personen, die im Laufe des Jahres den Städten und Gemeinden zur Unterbringung zugewiesen werden.

"Kombimodell-Lösungen" mit den Städten vereinbaren?

Landrat Christoph Schnaudigel appellierte in der Sitzung dafür, dass die Städte und Gemeinden in Ihren Bemühungen nicht nachlassen, ausreichend Wohnraum für die Menschen zu schaffen. "Der Landkreis bietet den Städten und Gemeinden, dort wo es möglich ist, Kombimodell-Lösungen an".

Die Städte und Gemeinden können dabei Gemeinschaftsunterkünfte, die bisher dem Landkreis zur vorläufigen Unterbringung dienten, für die Anschlussunterbringung weiter verwenden. Mit mehreren Städten und Gemeinden hat der Landkreis bereits entsprechende Vereinbarungen geschlossen.

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  •   Malerdoerfler
    (3670 Beiträge)

    17.04.2017 08:05 Uhr
    Erst Aufbau, dann Rückbau
    Da wird schon ganz schön Geld verpulvert.
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  •   Mondgesicht
    (1595 Beiträge)

    16.04.2017 10:45 Uhr
    Rückbau
    Ob das eine gute Idee ist? So wie die Wahlprognosen aussehen, wird Frai Merkel mit deutlicher Mehrheit wieder gewählt. Und so bald - aus welchen Gründen auch immer - die Flüchtlingsströme nach Europa wieder massiv steigen, wird genau das passieren, was schon 2015 passierte.

    Dann wird man auch im Landkreis Karlsruhe dankbar sein, wenn man Unterkünfte in Reserve hat, um den zugewiesenen Anteil der nächsten Million aufzunehmen.
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  •   Zutraeger
    (1074 Beiträge)

    16.04.2017 18:27 Uhr
    Zumal
    Herr Trump mit dem Abwurf der MOAB grad den dritten Weltkrieg angefangen hat. Also da kommt schon noch was auf uns zu. Und die Türken nicht vergessen. Es läuft ja auf eine, wenn auch knappe, Mehrheit für den King hinaus. Da könnten sich nicht wenige Neinstimmer auf den Weg zu ihren in Deutschland lebenden Verwandten machen.
    Der ganze Zirkus der letzten zwei drei Jahre war nur ein Vorgeschmack. Das gibt noch Party hier.
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  •   Joerg_Rupp
    (1996 Beiträge)

    16.04.2017 07:40 Uhr
    das muss man sich
    schon auf der Zunge zergehen lassen:
    Zitat von Schnaudigel "Der Landkreis bietet den Städten und Gemeinden, dort wo es möglich ist, Kombimodell-Lösungen an".

    Die Städte und Gemeinden können dabei Gemeinschaftsunterkünfte, die bisher dem Landkreis zur vorläufigen Unterbringung dienten, für die Anschlussunterbringung weiter verwenden.


    Das bedeutet für die Menschen, dass sie trotz Änderung ihres Status in der Gemeinschaftsunterkunft bleiben. Was das für die Perspektive und die Wahrnehmung der Integration bedeutet - bei den vielen Unterkünften weitab von der Bevölkerung - kann sich jedeR selbst ausrechnen. Fakt ist: es gibt keine Wohnungen und es wurde versäumt, welche zu bauen.
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  •   Mondgesicht
    (1595 Beiträge)

    16.04.2017 10:48 Uhr
    Keine Wohnungen
    Das ist ein allgemeines Problem in unserer Region, und bleibeberechtigte Flüchtlinge werden sich da genau so in die "Warteschlange" einreihen müssen wie die Menschen, die schon lange bzw. schon immer hier leben.
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  •   Darth_Vader
    (531 Beiträge)

    17.04.2017 11:31 Uhr
    In Büchig will man ja einen Wald abholzen.
    600 Wohnungen sollen dort entstehen. Ein Schelm, wer Böses denkt.
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  •   Zutraeger
    (1074 Beiträge)

    17.04.2017 13:48 Uhr
    Das kann man
    jetzt bleiben lassen, wird ja genügend frei, sofern man dieses Gelaber glaubt.
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  •   Fizzy_Bubblech
    (386 Beiträge)

    16.04.2017 08:37 Uhr
    Also, nochmal.
    Ich schreibe es auch gaaanz langsam:

    Zitat von Wikipedia sagt: Unter der Bezeichnung Asyl (lateinisch asylum aus griechisch ἄσυλον zu ἄσυλος ‚unberaubt‘, ‚sicher‘, zusammengesetzt aus dem ἀ-privativum und σῦλον ‚Raub‘) versteht man

    -einen Zufluchtsort, eine Unterkunft, ein Obdach, eine Freistatt bzw. Freistätte oder eine Notschlafstelle (Nachtasyl);

    -den Schutz vor Gefahr und Verfolgung

    -die temporäre Aufnahme der Verfolgten


    Temporär bedeutet nicht dauerhaft, vorübergehend.

    Warum sollten also für Schutzsuchende Wohnungen gebaut werden, wenn diese irgendwann wieder gehen?
    Hast du etwa für deinen Syrer extra angebaut?
    Und dieses ewige mimimimi von wegen viel zu weit weg von der Bevölkerung zieht auch nicht. dafür gibt es den ÖPNV. Dieser ist in D wahrscheinlich besser ausgebaut als bspw. in Syrien.
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  •   Joerg_Rupp
    (1996 Beiträge)

    16.04.2017 14:25 Uhr
    vielleicht
    überlegen Sie mal drei Minuten lang, wie es für Sie so wäre, einige Jahre in Gemeinschaftsunterkünften zu wohnen.
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  •   Zutraeger
    (1074 Beiträge)

    17.04.2017 03:29 Uhr
    Vielleicht
    hätte es ihnen gutgetan mal 15 Monate in einer Gemeinschaftsunterkunft zu wohnen. Das formt den Charakter. Ok, ist durch, nicht mehr aufholbar. Aber da haben sie eben einfach einen Rückstand. Tja...
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