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Karlsruhe Schlägereien in LEA: Polizist nach Spuckattacke dienstunfähig

Zu zwei Schlägereien in der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) musste das Polizeirevier Karlsruhe-Oststadt mit weiteren Unterstützungskräften in der Nacht zum Donnerstag ausrücken. Zwei Asylbewerber trugen teils massive Kopfverletzungen davon, ein Sicherheitsbediensteter wurde leicht verletzt und ein Polizeibeamter ist nach einer Spuckattacke dienstunfähig geworden.

Laut Polizei hatte zunächst der Sicherheitsdienst der Einrichtung gegen 20 Uhr die Beamten nach einer vorausgegangenen Körperverletzung alarmiert. Ein 23-jähriger Syrer war von den Sicherheitskräften im Vorraum der Pforte auf einem Stuhl sitzend festgehalten worden. Noch vor dem Eintreffen der Polizei zog der 23-Jährige unvermittelt den Stuhl unter sich hervor und schlug einem der Wachmänner ein Stuhlbein in den Genitalbereich.

Um weitere Angriffe abzuwenden, musste der Mann gefesselt werden. Er verhielt sich - wohl nicht zuletzt wegen seines erheblichen Alkoholeinflusses - auch gegenüber den eingetroffenen Polizeibeamten derart aggressiv, dass er zur Verhinderung weiterer Störungen in Gewahrsam genommen werden musste.

Polizist nach Spuckattacke dienstunfähig

Nach einer Schlägerei, die kurz nach Mitternacht in derselben Unterkunft gemeldet worden war, bot sich den Streifenbeamten ein ganz anderes Bild. Dem 35-jährigen Geschädigten einer Gefährlichen Körperverletzung war offenbar ein Glas ins Gesicht gestoßen worden. Der aus Tunesien stammende Mann lag mit klaffenden, stark blutenden Gesichtswunden auf dem Boden und wurde bereits von Anwesenden Personen erstversorgt.

Zudem unterstützte ein vor Ort geeilter Beamter des Polizeireviers Oststadt die Ersthilfe mit Verbandsmaterial. Bei der Übergabe an den Rettungsdienst schrie der bereits im Rettungswagen liegende Mann den helfenden Beamten ohne erkennbaren Grund an. Völlig unvermittelt spuckte der 35-Jährige dann ein Speichel-/Blutgemisch in dessen Augen und geöffneten Mund. Bis zur Klärung, ob eine ansteckende Krankheit übertragen worden sein könnte, bleibt der Streifenpolizist dienstunfähig.

Asylbewerber belästigt Klinikpersonal

Wie sich hierzu später herausgestellt hat, steht ein 21 Jahre alter Algerier unter Tatverdacht, dem 35-jährigen Tunesier die Verletzungen zugefügt zu haben. Der 21-Jährige war gegen 23.15 Uhr in einer Durlacher Klinik aufgefallen, nachdem er mit einer Kopfverletzung vom Fahrdienst der Asylunterkunft dorthin gebracht worden war.

Im Anschluss an die Behandlung verlangte der Asylbewerber, wieder zurück in die Unterkunft gebracht zu werden. Als dies von einer Angestellten im Empfangsbereich abgelehnt werden musste, begann der Mann herumzubrüllen und zeigte in seiner Verärgerung gegenüber der Beschäftigten mehrfach sein entblößtes Glied. Anschließend entfernte er sich in unbekannte Richtung. Derzeit dauern die Ermittlungen des Polizeireviers Oststadt insbesondere zur Klärung der Sachverhalte und Tatbeteiligungen noch an.

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  •   Schweiz
    (1 Beiträge)

    01.03.2015 16:14 Uhr
    An alle ad-hoc-Kritiker jeglichen vermeintlichen Fehlverhaltens Dritter:
    Uniform anziehen, selbst erleben und dann urteilen.

    Im Übrigen: Ich wollte nicht von einem Blut-Speichel-Gemisch im Gesicht getroffen werden. Traumatisierte Person hin oder her. Schon gar nicht, wenn ich dieser Person zuvor noch Hilfe geleistet habe. Da hält sich mein Verständnis doch sehr in Grenzen.

    Ich glaube, da stehe ich nicht alleine!
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  •   Wein
    (64 Beiträge)

    02.03.2015 23:34 Uhr
    das ist die Version, die der Polizist berichtet!
    warten wir erstmal ab, was der Verletzte sagt.
    Bevor man sich nicht beide seiten angehört hat, kann man sich kein Bild machen.
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  •   Schnee
    (83 Beiträge)

    01.03.2015 13:46 Uhr
    Wenn ein Polizist nach ein bisschen Blut und Spucke schon dienstunfähig ist
    frage ich mich, wie die Verletzungen der Polizisten nach der letzten Demonstration zu Stande gekommen sind.

    Fingernagel abgebrochen?
    Ohne Fremdeinwirkung mit dem Fuß umgeknickt?

    So wie Polizisten auf Demos gepolstert und behelmt sind, wäre es ein Wunder, wenn sie jemandem verletzt würden:

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  •   EinEuroAktie
    (851 Beiträge)

    01.03.2015 17:29 Uhr
    der Dienstunfähige Polizist
    @ Schnee wäre besser mit der auf Ihrem Bild gezeigten Schutzausrüstung zur Hilfeleistung angetretn.Da hätte er auch gleich ein Heilmittel für diesen Menschen dabei gehabt. Und zum besseren verstehen der Nachricht sollten Sie das ganze noch einmal durchlesen,dann nachdenken und danach Schreiben.Ist dass zuviel verlangt oder ist Ihr Hirn überfordert?
    Sie sind doch nur ein armseliges Würstchen aus dem Malscher Kindergarten.
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  •   Quinni
    (99 Beiträge)

    01.03.2015 12:55 Uhr
    Es sind immer 2 Seiten der Medallie
    Auf der einen Seite sage ich:
    Wer sein Gastrecht verspiel sollte wieder abgeschoben werden.. ABER! ABER!
    =====
    Auf der Andere sage ich:
    1) Asylsuchende kommen meistens aus Kriegsgebieten, sind "verstört" und verroht weswegen sie einen höheren Drang zu Gewalt haben.
    2) ist unsere Asyl und Flüchtlingspolitik mangelhaft in Sachen "Psychologische Aufarbeitung und Kultursensibilität". Wie lassen die Aslysuchenden in ihren unterbringungen, meistens in stadtteilen oder gebieten die sowieso schon Sozial "am rande sind" alleine unter sich im bunten mix.
    3) Wir stopfen (NACHWEISLICH mehr als ein Harz4er bekommt) an Geld denen in den hals und die wissen garnicht was mit zu viel Freiheit zu tun ist
    4) Sie bekommen hier keine Arbeit und langweilen sich.
    =======
    Ich denke jeder von uns würde unter Faktorem 1-4 irgendwann "durchdrehen" und dann randalieren.
    Deutschland schafft sich hier ab. Durch falsche Politik (Sozial und Kulturell).

    Durch sowas entsteht PEGIDA. Wir generieren unsere Probleme.
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  •   Schnee
    (83 Beiträge)

    01.03.2015 13:23 Uhr
    Sie verbreiten hier NACHWEISLICH Lügen
    Asylbewerber bekommen nicht mehr Geld als Harz-IV sondern weniger.

    Asylsuchende haben keinen höheren Drang zu Gewalt, das ist nicht weiter als ein rassistisches Vorurteil.

    Es stimmt nicht, dass alle keine Arbeit finden doer sich langweilen würden. Woher wollen sie das überhaupt wissen? Haben sie mit jedem einzelnen gesprochen?
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  •   Amethyst
    (323 Beiträge)

    02.03.2015 12:28 Uhr
    Der Unterschied zu Hartz IV ist marginal...
    ...die meisten holen sich ihr Essen bei der Tafel bzw. Spender liefern es sogar bei ihnen ab.
    Also ist der Posten Nahrung mindestens halbiert und für die Unterkunft kommt der Staat auf.

    Diese Zahlen stammen aus dem Landkreis Donau-Ried, m.W. wird in ganz BaWü dasselbe ausgezahlt:

    Asylbewerber erhalten pro Monat ein Taschengeld von 140 Euro. Das ist für Nahverkehr, Freizeit und Kosten für Telefonate und Internetnutzung vorgesehen. Für Nahrungsmittel gibt es zusätzlich 139,50 Euro. Sollte es Bedarf an Schulausstattung geben, können die Asylbewerber zusätzliches Geld beantragen. Diese Beträge werden bar ausgezahlt. Kleidung und Schuhe im Wert von monatlich rund 30 Euro werden ihnen als Sachleistung gewährt. Gleiches gilt für Gesundheitspflege (Wert: 17 Euro) und Wohnen und Energie (32 Euro). Kommen eine Familie oder Paare, werden die Beträge für die weiteren Personen angepasst.
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  •   helix-reloaded
    (1444 Beiträge)

    01.03.2015 15:01 Uhr
    Du solltes die Finger vom Schnee lassen.
    Von deinem Nick meine ich natürlich.
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  •   helix-reloaded
    (1444 Beiträge)

    01.03.2015 15:26 Uhr
    ah
    +t
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  •   Sandhas
    (1286 Beiträge)

    01.03.2015 13:48 Uhr
    Er hat ja nicht gesagt
    sie BEKOMMEN das Geld, sondern sie KOSTEN mehr!!
    Unterschied begriffen?
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