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Karlsruhe Flüchtlingssituation um Karlsruhe: Immer weniger Personen werden beherbergt

In der vergangenen Woche beschäftigte sich der Kreistag mit der Flüchtlingssituation im Landkreis Karlsruhe. Neben aktuellen Zahlen, gab dieser auch bekannt, dass ein sogenannter Integrationsmanager Kommunen in Zukunft zur Seite stehen soll.

Demnach waren deutlich weniger, nämlich nur noch 1.776 Personen, Mitte Oktober vorläufig in Gemeinschaftsunterkünften und 66 Personen in Wohnungen untergebracht. Bis Jahresende wird sich diese Zahl weiter verkleinern, so das Landratsamt in einer Pressemeldung. Weitere 450 Asylbewerber sollen dann zur Abschlussunterbringung in die Städte und Gemeinden zugewiesen werden. 2.149 Personen wurden in den Kommunen bis Oktober bereits aufgenommen. Zwölf Gemeinden haben ihre Aufnahmepflicht für 2017 bereits erfüllt.

553 Plätze an zehn Standorten zurückgebaut

Im Jahr 2018 werde sich diese Zahl weiter verringern, sei aber dennoch nicht zu vernachlässigen, führte Karlsruhes Landrat Christoph Schnaudigel aus. Er machte darauf aufmerksam, dass in vielen Fällen keine neuen Unterkünfte geschaffen werden müssen und verwies auf das Angebot des Landkreises, Unterkünfte im sogenannten Kombi-Modell bereitzustellen. Rund 1.000 Plätze werden zwischenzeitlich für diesen Zweck an die Kreisangehörigen Städte und Gemeinden vermietet. Insgesamt 2.500 Plätze können es unter Berücksichtigung der Rückbauplätze bis 2019 sein.

Entsprechend der rückläufigen Zahlen sollen die Kapazitäten verringert werden - 553 Plätze an zehn Standorten wurden bereits zurück gebaut. Bis Ende 2019 ist eine Gesamtreduzierung um 1.440 Plätze vorgesehen. Ebenso sollen die neun noch verbliebenen Wohnungen per Mietvertrag an die Städte und Gemeinden übergeben werden. Trotzdem sei der Landkreis in der Lage, auf eventuell steigende Zahlen zu reagieren. Hierzu stehen an mehreren Gemeinschaftsunterkunftsstandorten Erweiterungs- und Reserveflächen für mobile Wohneinheiten zur Verfügung.

Integrationsmanager für die Kommunen

Um die in der Hochphase des Flüchtlingszustroms entstandenen finanziellen Lasten für Integrationsbemühungen abzufedern, hat sich das Land Baden-Württemberg bereit erklärt, Integrationsmanager für die Dauer von zwei Jahren zu finanzieren. Der Kreis hat daraufhin allen Kommunen angeboten, einen einheitlichen Förderantrag zu stellen und das Integrationsmanagement in die Hand zu nehmen.

Vor Ort gehen die Integrationsmanager ihrer Arbeit im Sinne einer aufsuchenden Sozialarbeit und in regelmäßiger Abstimmung mit Gemeinden und Netzwerkpartnern vor. Die meisten Gemeinden hätten bereits signalisiert, von diesem Angebot Gebrauch machen zu wollen, heißt es in der  Pressemitteilung. 

Landkreis bekräftigt Erwartungen an Flüchtlingspolitik

Außerdem stimmten im Kreistag die Verantwortlichen der Fortschreibung des Masterplans und der Umsetzung des Pakts für Integration im Landkreis Karlsruhe einstimmig zu. Des weiteren bekräftigte der Kreistag mit großer Mehrheit die Kernerwartungen der Landkreise an die Flüchtlingspolitik des Bundes und des Landes.

Dabei geht es unter anderem um ein Einwanderungsgesetz um Migration besser steuern zu können und die Fachkräfteversorgung hierzulande zu sichern. Außerdem geht es um eine massive Verkürzung der Verfahrensdauer in Asylangelegenheiten und die Verbesserung des Rückführungsmanagements sowie die weitere Aussetzung des Familiennachzugs sowie um die dauerhafte und vollständige Übernahme flüchtlingsbedingter Unterkunftskosten.

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Asylsituation in Karlsruhe: Schulprojekte, Jobangebote, Integration, Unterkunft - Informationen rund um die Asylsituation in Karlsruhe gibt es immer aktuell auf ka-news.de
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Kommentare (27)
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (960 Beiträge)

    03.12.2017 21:25 Uhr
    Erinnert sich hier jemand noch an den Begriff Requisition?
    Na denn Mahlzeit! Adieu grosszügiger Wohnraum for myself.
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    04.12.2017 00:32 Uhr
    Was meinst
    du damit? Einquartierung? Vergiss es.
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  •   Mondgesicht
    (2799 Beiträge)

    03.12.2017 12:29 Uhr
    Überschrift ist irreführend
    Die Flüchtlinge sind ja nicht weg, sondern nur von der vorläufigen Unterbringung des Landkreises in die Anschlussunterbringung der Gemeinden weiterverteilt.

    Ist das ein redaktioneller Fehler oder politische Absicht, um den Menschen in der Region zu suggerieren, die Zahl nehme ab?
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  •   ALFPFIN
    (7899 Beiträge)

    03.12.2017 12:11 Uhr
    Das weniger Flüchtlinge kommen,
    stimmt nicht so ganz.
    Die deutsche Regierung rechnet 2017 mit bis zu 400.000 Flüchtlingen aus Afrika
    Von Januar bis Ende Mai 2017 registrierten die Behörden 77.148 Asylsuchende

    Also es kommen immer noch sehr viele Asylsuchende aus den afrikanischen Ländern, die zwar mehrheitlich keinen Aufenthaltsstatus bekommen, aber trotzdem hierbleiben werden.
    Und keiner der Politiker, auch jetzt wieder in Afrika, wird gegenüber den teilweise massiv korrupten Despoten, die dort regieren, deutlich und sagt ihnen sie sollen unser Geld nicht in die eigenen Taschen stecken, sondern in die Entwicklung ihrer Länder, damit die Menschen dort eine Chance haben.
    So gesehen wird sich nichts ändern, auch wenn ein Teil der Kriegsflüchtlinge wieder in ihre Heimat gehen.
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    03.12.2017 12:51 Uhr
    Hiergeblieben werden
    ist die richtige grammatikalische Ausführung.
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  •   Wendland
    (146 Beiträge)

    03.12.2017 10:35 Uhr
    Schade
    Das bedeutet ja nur, dass diese Migranten aus den Erstunterkünften weiter verteilt werden. Dadurch werden es ja nicht weniger, sie sind jetzt nur verstreut. Das bedeutet auch, dass für diese Migranten der nächste Schritt erreicht ist, in Deutschland zu bleiben. Das ist schade. Meiner Meinung nach sollten nur die verteilt werden, die tatsächlich hier bleiben dürfen - also ein kleiner Anteil. Die Anderen sind abzuschieben. Aber so wie im Text beschrieben ändert sich nicht wirklich etwas. Leider.
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  •   malerdoerfler
    (6058 Beiträge)

    03.12.2017 16:15 Uhr
    Keine Angst
    Viele davon werden bald wieder nach Hause gehen - mit einer Einbauküche im Schlepptau, oder so ähnlich......

    Überraschend, dass ein Flüchtlingsthema hier mal wieder kommentiert werden darf.

    Auch wenn es sich nur um eine Umverteilung handeln sollte, so wäre dadurch auf jeden Fall eine bessere Integration gewährleistet. Ansammlungen und Clanbildungen wie es in Berlin oder Bremen der Fall ist, sollten auf jeden FAll vermieden werden.
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  •   zahlenbeutler
    (1577 Beiträge)

    03.12.2017 19:49 Uhr
    Haben Sie
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (960 Beiträge)

    03.12.2017 20:57 Uhr
    Oha!
    Aber Vorsicht, wenn Sie in den Keller gehen, die lauern oft hinter jeder dunklen Ecke.
    Sollen diese, längst bekannt, doch von Nazis belegt sein. Oder bin ich etwa diesbezüglich falsch informiert?
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  •   Eckfaehnchen
    (2681 Beiträge)

    03.12.2017 12:56 Uhr
    Hat jemand etwas anderes erwartet ?
    Die hocken hier und bleiben hier und vermehren sich obwohl sie nicht mal für die Kinder selbst sorgen
    können, die sie bereits mitgebracht haben. Das ist keine Hetze, das sind Tatsachen, denen man ins Auge
    sehen muß.
    Das kann nicht einmal mehr der Hosenanzug ändern. Die steht nur hin, macht ihre Raute und sitzt das aus
    was sie angerichtet hat.
    Und Deutschland läßt die eigenen alten Leute im Stich, die das Land aufgebaut und zu dem gemacht haben
    was es heute ist.
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