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Karlsruhe ANIKA-Kundgebung auf Karlsruher Schlossplatz: "Solidarität ist kein Charity"

Neben der großen Demonstration des 1. Mai-Bündnis Karlsruhe fand am Karlsruher Schlossplatz eine Kundgebung des Netzwerks Anarchismus in Karlsruhe (ANIKA) statt. Dabei prangerten vier Sprecher unter anderem die (finanziellen) Hilfen der Regierung infolge der Corona-Pandemie an und forderten mehr zwischenmenschliche Solidarität. Zirka 60 Menschen sind laut ANIKA zur Kundgebung auf dem Schlossplatz erschienen.

"Große Konzerne wie Daimler oder Lufthansa haben viel Geld bekommen, kostenlos. Sie konnten gar dank staatlicher Unterstützung Dividenden an ihre Aktionär*innen ausbezahlen. Währenddessen gab es für Kleinbetriebe lediglich kleine Coronahilfen, die in vielen Fällen lange auf sich warten ließen; und als Alternative teure Kredite, die viele Unternehmen wahrscheinlich nicht zurück bezahlen können", heißt es seitens des Netzwerks in einer Pressemitteilung.

Kundgebung Netzwerks Anarchismus in Karlsruhe (ANIKA)
Kundgebung Netzwerks Anarchismus in Karlsruhe (ANIKA) | Bild: ANIKA

Auch Themen wie fehlende oder mangelnde Flüchtlings- und Obdachlosenhilfe wurden von dem Netzwerk im Zuge der Demonstration auf dem Schlossplatz kritisiert. Stattdessen forderte das Netzwerk mehr Solidarität und gegenseitige Hilfe - auch im Alltag.

"Diese Akte der Solidarität können zunächst sehr klein sein. Der Verleih eines Werkzeugs oder anderen Dingen an die Nachbarin beispielsweise. Für viele Menschen ist dies leider nicht alltäglich", heißt es in der Pressemitteilung weiter. "Gegenseitige Hilfe und Solidarität ist kein Marketing, kein Charity und soll wenn dann lediglich kritische Sozialarbeit sein."

Hilfs-Projekte in Karlsruhe

Auch in Karlsruhe gibt es laut ANIKA einige Projekte, an denen sich die Bürger beteiligen können.

  • Umsonstladen und Umsonstflohmärkte
  • Essen für Alle
  • Foodsharing
  • Giveboxen
  • Herzprojekt
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  •   melotronix
    (3444 Beiträge)

    04.05.2021 12:04 Uhr
    Die Kernthemen..
    ..bzw. das was thematisiert wird, ist ja nicht aus der Welt, nachvollziehbar und mit guten Ideen versehen. Aber dies alles unter dem Begriff des Anarchismus. Nein Danke.
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  •   silberahorn
    (10788 Beiträge)

    04.05.2021 09:30 Uhr
    an user Kruppstahl und FG1961:
    Ob sie überwacht werden hängt davon ab, was die Ziele sind. Es gibt sicher Missverständnisse, was den Begrif Anarchie angeht. Man kann bei Wikipedia nachschauen, welche Persönlichkeiten als Anarchisten galten.
    Es geht wahrscheinlich eher darum sich untereinander beizustehen und sich keinen staatlichen Hilfsangeboten auszusetzen, weil die von Hierarchien geprägt sind.

    Als Beispiel für einen Anrchisten der 1907 gegen die damalige SPD kämpfte und 1934 in einem KZ starb, kann man Erich Mühsam nennen. In seinem Gedicht "Revoluzzer" klagt er an, dass man bei Demonstrationen Lampen augerissen hatte, die er als Lampenputzer pflegte, um sie als Barrikaden zu benutzen. Damit hat man aus Sicht des Gedichts seine Arbeit nicht wertgeschätzt und ihn verletzt.
    siehe:
    http://www.gedichtsuche.de/gedicht/items/Der%20Revoluzzer%20-%20M%C3%BChsam,%20Erich.html
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  •   kritiker_2014
    (784 Beiträge)

    03.05.2021 22:45 Uhr
    Aktionär*innen?
    Dieser Gender Blödsinn ist so überflüssig wie ein Kropf.
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  •   Kruppstahl
    (1306 Beiträge)

    03.05.2021 23:24 Uhr
    Ist die Anarchie nicht Gegner
    unseres freiheitlich demokratischen Systems? Weshalb darf so etwas stattfinden? Werden die vom Verfassungsschutz überwacht?
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  •   andip
    (11008 Beiträge)

    04.05.2021 12:16 Uhr
    Anarchie
    bedeutet Herrschaftslosigkeit, also einen Zustand ohne einen Herrscher, der alles befiehlt.
    Anarchisten wollen alles direkt untereinander regeln, von daher schliessen sich Anarchie und Demokratie nicht automatisch gegenseitig aus.
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  •   FG1961
    (477 Beiträge)

    04.05.2021 07:06 Uhr
    Dem Anschein nach ist der Ansatz dieser Gruppe
    eher dem sozialen Flügel innerhalb des politischen Spektrums zuzuordnen.
    Und daher per se gut.
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  •   tom1966
    (1342 Beiträge)

    04.05.2021 07:00 Uhr
    !
    Fällt alles unter die Meinungs- und Redefreiheit. Es wird ja niemand verunglimpft und es wird niemand aufgehetzt.
    Was die mögliche Beobachtung durch den Verfassungsschutz betrifft: Wenn dieser veröffentlicht, dass eine Gruppierung oder Partei beobachtet wird, so ist das ein überdeutliches Signal, i.d.R. gelangen solche Ermittlungen erst bei Anschluss an die Öffentlichkeit.
    Die hier schon wiederholt zu lesende Frage "Wird .... vom Verfassungschuttz beobachtet?" erübrigt sich daher nach kurzer Überlegung.
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