16:06 Nur Erstimpfungen von Absagen betroffen

In einer weiteren Pressemitteilung gibt das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg bekannt, dass die Terminabsagen, die in einer vorherigen Meldung kommuniziert worden waren, nur Diejenigen beträfe, die eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten sollten. 

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Spätere Termine bleiben zunächst bestehen. Menschen, deren Ersttermin jetzt abgesagt wird, werden gebeten, die Informationen zum Zweittermin vorerst aufzubewahren. Bislang haben in Baden-Württemberg noch keine Zweitimpfungen mit AstraZeneca stattgefunden.

Vulnerable Gruppen haben jetzt Priorität

"Der Impfstopp für AstraZeneca ist eine Vorsichtsmaßnahme. Ich hoffe, dass die nun angesetzten Untersuchungen und Prüfungen helfen werden, die Zweifel auszuräumen. Der dadurch verursachte, deutlich verschärfte Impfstoffmangel und die damit verbundenen Terminabsagen sind sehr frustrierend, für uns genauso wie für die, die eine Absage erhalten", so der Gesundheitsminister Manne Lucha.

Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen), Gesundheitsminister von Baden-Württemberg.
Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen), Gesundheitsminister von Baden-Württemberg. | Bild: Sebastian Gollnow/dpa

"Wir versuchen gemeinsam mit den Impfzentren, möglichst viele Termine durch direkte Umbuchungen auf die beiden anderen Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna zu halten und zeitnah weiterhin zu ermöglichen“, so der Gesundheitsminister weiter.

Die stark verminderten Impfstoffmengen sollen nun genutzt werden, um vulnerable Menschengruppen vorrangig zu impfen. "Deshalb hat die Abarbeitung der Warteliste mit Menschen über 80 und über 65 aus Berufsgruppen aus der ersten Priorität jetzt absoluten Vorrang", führt der Gesundheitsminister fort. 

In Berlin hat es bereits erste Impfungen in Arztpraxen gegeben.
In Berlin hat es bereits erste Impfungen in Arztpraxen gegeben. | Bild: Hannibal Hanschke/Reuters/Pool/dpa

Für die Abarbeitung der Warteliste wird das Terminbuchungssystem zunächst bis einschließlich Montag, 22. März, geschlossen. Für diese Zeit können weder telefonisch noch online Termine in den Impfzentren gebucht werden.

Benachrichtigung über Callcenter

"Die Menschen auf der Warteliste werden direkt durch das Callcenter informiert, wenn ein Termin für sie verfügbar ist. Von Nachfragen bitten wir abzusehen. Wer von heute an (16. März) eine Absage für einen mit AstraZeneca gebuchten Termin erhält, wird hinter den Menschen aus der ersten Priorität auf die Warteliste genommen", heißt es seitens des Ministeriums.

Sobald die Warteliste der über 80-Jährigen abgearbeitet sei, würden jene zum Zug kommen, die bereits einen Termin mit AstraZeneca gebucht hatten und deren Termin nicht auf einen anderen Impfstoff umgebucht werden konnte.

Ein Schild mit der Aufschrift "Impfen - Bitte warten! Sie werden aufgerufen." ist in einem Impfzentrum angebracht.
Ein Schild mit der Aufschrift "Impfen - Bitte warten! Sie werden aufgerufen." ist in einem Impfzentrum angebracht. | Bild: Felix Kästle/dpa/Archivbild

"Menschen, die bereits gestern eine Terminabsage erhalten haben, müssen wir um Entschuldigung bitten. Diese müssen sich um einen erneuten Impftermin bemühen, sobald die Terminbuchung wieder geöffnet ist. Die technischen Voraussetzungen lassen es leider nicht zu, die Daten der gestern abgesagten Termine wiederherzustellen und diese Personen auf die Warteliste zu setzen". heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

12:12 Keine AstraZeneca-Termine bis Montag, 22. März

"Aktuell betrifft das rund 15.000 Impfungen pro Tag. Spätere Termine bleiben zunächst bestehen. Spätestens am Montag, 22. März, findet eine weitere Telefonschaltkonferenz der Gesundheitsministerkonferenz statt. Danach wird über den weiteren Verlauf entschieden, sollten nicht bereits vorher neue Informationen vorliegen", heißt es seitens des Ministeriums für Soziales und Integration.

Auf einem Tisch stehen die Ampullen mit dem Astrazeneca-Impfstoff.
Auf einem Tisch stehen die Ampullen mit dem Astrazeneca-Impfstoff. | Bild: Nicolas Armer/dpa/Archivbild

Wer bei der Terminbuchung eine korrekte E-Mail-Adresse angegeben habe, soll per Mail über die Absage informiert werden. Eine telefonische Information sei jedoch " angesichts der großen Menge an abzusagenden Termine" nicht für alle Betroffenen durchführbar.

Alle für diese Woche gebuchten Termine mit AstraZeneca sind abgesagt.

Termine mit Biontech und Moderna sind nicht betroffen

Sofern auf der Terminbestätigung der Impfstoff nicht vermerkt sei, lasse sich anhand des Abstands zwischen Erst- und Zweittermin feststellen, um welchen Impfstoff es sich handelt. Bei einem Abstand von 9 Wochen und mehr handelt es sich um einen Termin mit AstraZeneca.

Auch Deutschland setzt Corona-Impfungen mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca vorsorglich aus.
Auch Deutschland setzt Corona-Impfungen mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca vorsorglich aus. | Bild: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Kürzere Abstände bedeuten hingegen, dass die Termine auf Biontech oder Moderna gebucht sind. Termine mit diesen beiden Impfstoffen sollen unverändert stattfinden. Eine direkte Umbuchung der abgesagten Termine sei aufgrund des Impfstoffmangels nicht möglich.

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Auch in Karlsruhe sollen die Termine mit Moderna und Biontech wie vereinbart stattfinden. Auch die mobilen Impfteams werden weiter ihrer Arbeit nachgehen.

"Die Impfzentren werden von uns gebeten, alle über 80-Jährigen, die von dieser Terminabsage betroffen sind, entweder auf einen anderen Impfstoff umzubuchen, oder sie alternativ auf eine eigens zu führende Warteliste zu setzen. Die Termine für alle anderen müssen leider ersatzlos verfallen", so das Ministerium für Soziales und Integration.

 
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