Was im Rahmen des Stadtgeburtstags 2015 erstmals veranstaltet wurde, hat sich mittlerweile in eine feste Institution verwandelt: Die Schlosslichtspiele. Mehrere Wochen wird die Fassade des Karlsruher Barockschlosses seither jeden Sommer illuminiert. Mit diesem Jahr lief die Zusage des Gemeinderates für den finanziellen Zuschuss planmäßig aus - wie geht es weiter?

Am Dienstag sollen die Stadträte grünes Licht für die Schlosslichtspiele in den Jahren 2018 bis 2020 geben. Damit soll ein Schritt in Richtung der dauerhaften Etablierung des Formats getan werden, so die Stadt in entsprechenden Unterlagen. Wie es ab 2021 weitergehen soll, wird eine Auswertung nach der kommenden Schlosslichtspielen zeigen.

Schlosslichtspiele sorgen für überregionales Interesse an Karlsruhe

Wie die Stadt in ihrer Beschlussvorlage vorrechnet, haben bislang knapp eine Million Besucher die Kunstwerke auf der Schlossfassade bewundert. So seien im Premierenjahr 2015 von Mitte Mai bis Ende September rund 400.000 Besucher gekommen. 2016 sind es laut Unterlagen in 50 Tagen rund 331.000 gewesen. In diesem Jahr zählten die Veranstalter in 39 Tagen rund 253.500 Besucher.

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Trotz weniger Spieltage und weniger Besuchern in der Summe, zieht die Stadt ein positives Fazit: "Mit durchschnittlich 6.500 Besuchern pro Tag sind die Schlosslichtspiele im dritten Jahr ein Besuchermagnet für Karlsruhe." Darüber hinaus hätten die Schlosslichtspiele dazu beigetragen, dass das Schloss Karlsruhe mehr in den internationalen Fokus gerückt ist.

Kunstwerk ist von städtischem Zuschuss abhängig

Im vergangenen Jahr wurden der rund 1,1 Millionen Euro teuren Veranstaltung 250.000 Euro von Seiten der Stadt zugeschossen. Diese Summe soll auch jeweils in den nächsten Jahren bereitgestellt werden. Der entsprechende Beschluss steht am Dienstag zur Abstimmung. Um die Kosten zu senken, soll beispielsweise mit dem Land als Gelände-Vermieter um einen Nachlass verhandelt werden. Zudem sollen weitere Formate, wie ein "Wein und Genuss"-Fest, neben der Foodtruck Convention, für weitere Einnahmen sorgen.

Auf die Frage, wie die Schlosslichtspiele in Zukunft aussehen können, hat die Stadtverwaltung eine Antwort: "Aktuell ist das Thema "Akrobatik und spektakuläre Stunts" im Gespräch, was eine komplett andere und neue Sichtweise auf das Schloss ermöglichen würde. Auch bei der technischen Umsetzung gibt es Neuerungen (Stichwort: Neue Beamertechnik, 3D), die Einzug in die Überlegungen finden." Insgesamt ist sich die Stadt sicher, dass die "vierte Auflage der Schlosslichtspiele wieder Bekanntes und Beliebtes mit viel Neuem und Spannendem" verbinden wird.

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Alle ausführlichen Unterlagen gibt es auf der Seite der Stadt Karlsruhe: http://web3.karlsruhe.de/Gemeinderat/ris/bi/to0040.php?__ksinr=4668

Aktualisierung, 21. November, 18 Uhr

Die Entscheidung des Karlsruher Gemeinderats am Dienstagabend fiel einstimmig: Mit 45 Ja-Stimmen wurde die Beschlussvorlage angenommen. Redebeiträge gab es keine.

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