Wörth Zweistündige Verzögerung

Der Castor-Transport hat Wörth erreicht (Archivfoto: ka-news)
Der Castor-Transport aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague hat auf seinem Weg nach Gorleben am Samstagnachmittag gegen 17.15 Uhr Wörth erreicht. Zuvor war der Zug in Frankreich durch Protestaktionen knapp zwei Stunden aufgehalten worden. Wegen angekündigter Proteste hatte die geplante Streckenführung geändert werden müssen. In Wörth werden zurzeit die Lokomotiven gewechselt und das Begleitpersonal ausgetauscht. Die weitere Fahrt führt voraussichtlich über Karlsruhe, Mannheim und Darmstadt in Richtung Fulda.

Französische Anti-Atom-Aktivisten hatten nach einer Pressemitteilung der deutschen Initiativen den Castor-Zug in der vergangenen Nacht bei Serqueux und an zwei weiteren Orten für insgesamt knapp zwei Stunden aufgehalten. Sie hatten Strohpuppen beziehungsweise Netze auf die Schienen geworfen. Vermutlich wegen der Ankündigung von Protesten in Nancy wurde die Streckenführung in Frankreich geändert und die Route über Metz gewählt. Wie auch in Frankreich wird der Zug in Deutschland von einem Großaufgebot der Polizei gesichert.

In Wörth sollen nach Angaben der Atomgegner rund 25 Demonstranten auf einer Straßenbrücke mit Transparenten und Luftballons gegen den Castor protestiert haben. Beim Einschreiten der Polizei sei ein Demonstrant geflüchtet und habe sich leichte Verletzungen zugezogen, als er die Böschung hinabrutschte. Weiterhin finden zur Stunde eine Demonstration an den Gleisen und eine Mahnwache am Wörther Bahnhof statt.

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