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Karlsruhe Zunächst unerlaubt: Ex-Steffi demonstriert für linke Zentren

Am Samstagnachmittag demonstrierten zwischen 70 und 80 Linke unter dem Motto „Autonome Freiräume schaffen und verteidigen“ lautstark in der Karlsruher Innenstadt. Es wurden über 500 Flugblätter verteilt, auf denen die Solidarität mit einem in der vergangenen Woche geräumten besetzten Haus in Erfurt ausgedrückt und ein neues Autonomes Zentrum in Karlsruhe gefordert wurde.

Die unangemeldete Demonstration führte von der Erprinzenstraße über die Kaiserstraße und wurde auf Höhe des Marktplatzes von der Polizei vorerst gestoppt. Weil die Protestverantaltung aber zuvor im Internet und durch Flugblätter angekündigt worden war, war somit kein "spontaner Charakter" mehr gegeben . Die Polizei leitete dementsprechende Maßnahmen ein und war zusätzlich mit einem Vertreter der Zentralen Versammlungsbehörde des Regierungspräsidiums Karlsruhe vor Ort, der die friedliche Versammlung dann in diesem Rahmen dann nachträglich genehmigte, so ein Sprecher der Polizei gegenüber ka-news.

Aus dem "Filetstück" wurde ein Parkplatz

Die Demonstration konnte dann von der Innenstadt in die Südstadt fortgesetzt werden, wo sie am Werderplatz endete. Stephanie Kambeck, Sprecherin der Initiative für mehr selbstverwaltete Freiräume in Karlsruhe und überall begründete die fehlende Anmeldung mit der Repression Versammlungsleitern in der Vergangenheit: "Die fehlende Anmeldung ist eine logische Konsequenz aus der aktuellen Repression gegen Anmelder von Demonstrationen. So läuft aktuell noch ein Verfahren gegen den Anmelder der Demonstration in Karlsruhe im Vorfeld des G8-Gipfels. In anderen Städten gibt es ähnliche Fälle willkürlicher Repression, die wie die aktuelle Gesetzesinitiative der baden-württembergischen Landesregierung zur Verschärfung des Versammlungsgesetzes das Ziel hat, unliebsame Demonstrationen zu verunmöglichen."

Kambeck kritisiert die Räumung des damals als "Filetstück" bezeichneten Areals scharf: "Die Ex-Steffi wurde mit dem Argument geräumt, einen Technologiepark auf dem Gelände hinter dem Hauptbahnhof errichten zu wollen. Doch auch heute, drei Jahre nach der Räumung, ist die einzige Attraktion ein kostenpflichtiger Parkplatz, der täglich von bis zu drei Autos frequentiert ist. Unsere damaligen Vermutungen haben sich bestätigt. Die Stadtverwaltung Karlsruhe wollte mit der Räumung von Anfang an nicht die Realisierung eines 'TIME-Parks' vorantreiben, sondern vielmehr ein unliebsames, weil unkontrollierbares Stück Karlsruher Kultur zerstören."

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Kommentare (8)
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  • unbekannt
    (100 Beiträge)

    27.04.2009 14:53 Uhr
    Was soll das löschen ?
    Gelöscht! Verstoß gegen die Kommentarregel.
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  • unbekannt
    (456 Beiträge)

    27.04.2009 14:32 Uhr
    "r"
    bei "hie"r bitte nachtragen!
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  • unbekannt
    (456 Beiträge)

    27.04.2009 14:31 Uhr
    Heisses Thema!
    Hie geht es schliesslich um unsere guten autonomen Linken!
    Denn Links = gut!!

    @ka-news: Kommentarfunktion abschalten!
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  • unbekannt
    (456 Beiträge)

    27.04.2009 14:13 Uhr
    Dann versuch's ich nochmal...
    und lasse meinen letzten Satz weg. Also:
    Wenn ich an die Ex-Steffi in der Stephanienstr. denke.
    Mon Dieu! Dieses Dreckloch!
    Zwecks unerwünschter "Ausräumer" wurden hier gefüllte Eimer mit Urin so plaziert, daß sich diese über diese "Unerwünschten" entleerten. Allein der Hinterhof musste tagelang ausgeräumt werden....und wer kam damals für die Kosten auf? Wenn diese Leute nun denken, daß sie ein neues Dreckloch errichten müssen, dann sollen die erst mal für die alten Kosten (nämlich Steuerzahler) aufkommen.
    @ka-news: war's nun korrekt?
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  • unbekannt
    (100 Beiträge)

    27.04.2009 14:09 Uhr
    Gelöscht! Verstoß gegen Kommentarregeln.
    aus unserer Stadt !!
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  • unbekannt
    (456 Beiträge)

    27.04.2009 13:14 Uhr
    Wenn ich an die Ex-Steffi denke....
    Gelöscht! Verstoß gegen Kommentarregeln.
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  • unbekannt
    (415 Beiträge)

    27.04.2009 12:28 Uhr
    gute Idee!
    @andip: genau das haben einige Karlsruher auch vor:

    http://naegelmitkoepfen-ev.de/index.php?option=com_content&task=view&id=15&Itemid=32

    Wenn du ihnen dabei helfen willst, kannst in dem Verein mitmachen, oder ihnen z.B. 500 Euro für 2 Jahre ausleihen.
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  •   andip
    (9759 Beiträge)

    27.04.2009 11:55 Uhr
    Wenn die
    ein autonomes Zentrum wollen,dann sollen die sich doch ein Haus suchen und das ordnungsgemäss mieten oder kaufen.
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