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Karlsruhe Zugesagt, aber nicht bezahlt

So soll der Betriebshof aussehen
(Foto: ka-news)
Karlsruhes Erster Bürgermeister Siegfried König, die Landtagsabgeordneten Johannes Stober (SPD), Katrin Schütz (CDU) und Gisela Splett (Grüne) sowie der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Jung machten am gestrigen Montag den Spatenstich für den neuen Betriebshof der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK). Den Gebäudekomplex auf der Rückseite der EnBW-Hauptverwaltung in der Gerwigstraße wollen die VBK bis Dezember 2008 in Betrieb nehmen. Ein Problem ist dabei allerdings noch die Finanzierung.

46 Millionen Euro kostet der Bau. 30 Millionen Euro davon hat das Land Baden Württemberg zwar zugesagt, wann die Gelder aus Stuttgart aber kommen, steht jedoch in den Sternen. Falls das Land nicht zeitig zahlt, wird der Bau die Finanzen der Stadt belasten.

Der symbolische Spatenstich (Foto: ka-news)

Für die Erweiterung der Betriebshalle Ost gibt es zwei Gründe - das Platzproblem und das Problem mit dem "Kurvenradius". Auf der 3.600 Quadratmeter großen Fläche soll aber das Platzproblem ab 2008 ad Acta gelegt werden. Der Kurvenradius der Gleise sorgt für unnötige Ausgaben bei den VBK. Die neuen Bahnen brauchen nämlich einen Mindestradius von 25 Metern, bei den alten reichen 21 Meter aus. Der Kurvenradius in der aus dem Jahr 1899 stammenden Betriebshalle Ost beträgt 21 Meter. Deswegen müssen diese Bahnen in die Betriebshalle West gefahren werden. "Für den Umbau muss ähnlich viel Geld investiert werden wie für den Neubau", erklärte der VBK-Pressesprecher Georg Nowak-Hertweck. Ab 2008 werden die VBK 20.000 Fahrten pro Jahr sparen, weil dann die Fahrten zur Betriebshalle West entfallen werden.

Bis Dezember 2008 wird hier der Gebäudekomplex stehen (Foto: ka-news)

Die Halle selbst wird 48 Straßenbahnen aufnehmen können. Sie wird aus zwei Einzelhallen bestehen, in jeder wird es sechs Gleise geben. Auf jedes Gleis passen dann vier Fahrzeuge. Dazu kommt noch eine viergleisige Wartungshalle für acht Bahnen mit Waschgleis und Wartungsgruben. Für das Personal soll ein Betriebsgebäude mit Aufenthaltsräumen für die Fahrer entstehen. Für den Neubau wird insgesamt 5,2 Kilometer Gleis verlegt. Nach der Fertigstellung des ersten Abschnittes steht außerdem noch der dreigleisige Ausbau der Haltestelle Tullastraße auf der Durlacher Allee und ein zweigleisiger Anschluss des neuen Betriebshofs an die Durlacher Allee an.

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