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Karlsruhe Windräder verhindern: Bürgerinitiativen gründen Dachverband in Karlsruhe

Über 70 Vertreter von Bürgerinitiativen aus ganz Baden-Württemberg trafen sich am vergangenen Wochenende in Karlsruhe, um über das gemeinsame Vorgehen gegen den ansteigenden Ausbau von Windkraftindustrieanlagen im Land zu beraten. In diesem Rahmen wurde ein Dachverband gegründet, der zu mehr politischer Schlagkraft verhelfen und den Belangen der Initiativen vor Ort politisches Gehör verschaffen solle.

Scharf kritisieren die Bürgerinitiativen in einer Pressemitteilung den Beschluss der Landesregierung Baden-Württemberg, der erlaubt, dass Windenergieanlagen in den kommenden Jahren überall im Ländle errichtet werden können. Immer mehr Widerstand richte sich seitdem gegen Windkraftanlagen, so heißt es in der Pressemitteilung. Dabei bezieht sich die Bürgerinitiative proNaturRaum insbesondere auf neue Bauarten, die ihren Angaben nach Windkraftwerke in der Größe des Stuttgarter Fernsehturms vorsehen.

"Bevölkerung muss in Planung miteinbezogen werden"

"Angesichts der enormen Subventionierung der Windkraft durch das EEG, das die Errichtung von Windkraftanlagen an windarmen Standorten überproportional begünstigt, droht die sinnlose Errichtung einer Vielzahl von Windstationen, die am Ende als Bauruinen unser Landschaftsbild zerstören und die Natur schädigen", so Sabine Lampe, Sprecherin der Bürgerinitiative proNaturRaum Völkersbach-Malsch. Außerdem würden die Immobilienwerte in der Folge drastisch sinken. "Dagegen möchten wir gemeinsam vorgehen und die Bevölkerung aufklären, um ein Umdenken zu erreichen."

Der Zusammenschluss der Bürgerinitiativen soll formal in den nächsten Wochen vollzogen werden. Der Dachverband soll dann die gemeinsamen Ziele angehen: Erreichen möchte man unter anderem die Erhöhung der Abstandsflächen von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung, eine bürger- und umweltfreundliche Neuerung des Bundesgesetzes EEG und die Erhaltung von schutzwürdigen Landschaftsgebieten. Außerdem wolle man insbesondere die Bewahrung der Wälder vor der Zerstörung durch den Bau von Windkraftanlagen und die verpflichtende Einbeziehung der unmittelbar betroffenen Bevölkerung in die Planung bewirken.

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  •   Makamabesi
    (3025 Beiträge)

    24.04.2013 16:59 Uhr
    Und
    unter die Kuppel...........äh ich mag da grad nicht weiterdenken.
    Kommt man da an Kühlwasser?
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  •   Makamabesi
    (3025 Beiträge)

    24.04.2013 17:19 Uhr
    Oder
    Personenfaxgerät.......wird mit radioaktiven Steckrüben betrieben..von Prof.Dr Feinfinger.
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  •   Makamabesi
    (3025 Beiträge)

    24.04.2013 16:55 Uhr
    wird
    dein Protest nicht anerkannt,
    gründe einen Dachverband

    Initiative für mehr Göpel zur Strömerzeugung.
    gebt den Pferden die Arbeit zurück!
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  •   Makamabesi
    (3025 Beiträge)

    24.04.2013 16:47 Uhr
    Jawoll!
    wozu die Dinger! Der Strom kommt doch aus der Steckdose............Ich war letzte Woche in Schleswig-Holstein......wenn die sich über Windräder beschweren würden, OK. Die konnte man garn nicht zählen auf der Halbinsel Eiderstedt (ca. 3000 in Schleswig-Holstein). Na ja, die durften ja auch die schönen AKWs haben. Die machen auch kein Krach, und wenn, dann nur einmal. An die Arbeit, Deutschlehrer!

    Achtung Allergiker: Kann spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten

    Für alle Deutsch- und Grammatik-Fetischisten: Geprüft mit Word Rechtschreibung und Grammatik 2003

    Wer in diesem Text einen Fehler entdeckt, darf ihn behalten und kostenfrei weiterverwenden.

    Beschwerden bitte an William „Bill“ Henry Gates III.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    24.04.2013 16:12 Uhr
    Finde ich prima
    dass sich hier eine ganze Reihe Gemeinden freiwillig zur Untersuchung auf Tauglichkeit als Standort für ein Endlager für radioaktiven Müll melden.
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  •   alpinium
    (5597 Beiträge)

    24.04.2013 22:21 Uhr
    Wieso Untersuchung auf Tauglichkeit melden?
    Die haben sich damit definitiv gemeldet ein Endlager bei sich aufzunehmen!
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  • unbekannt
    (371 Beiträge)

    24.04.2013 15:56 Uhr
    Ja
    zu AKW! Nein zur Verschandelung der Natur durch Wka !
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  •   timo
    (3114 Beiträge)

    24.04.2013 21:52 Uhr
    AKW
    sind ja sooo schön anzusehen... :D

    Stell dir doch eins vor deine Haustür - oder zieh nach Harrisburg. Kann ja nicht mehr weit von dir sein.
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  •   alpinium
    (5597 Beiträge)

    24.04.2013 22:19 Uhr
    Der kann auch nach Fukushima
    umziehen, da gibt es jede Menge freien und billigen Wohnraum. Und beim Aufräumen kann er gleich mithelfen, dann weiß er was alles zu tun ist, wenn der nächste Meiler hochgeht.
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  • unbekannt
    (3577 Beiträge)

    24.04.2013 23:53 Uhr
    Laßt uns fleißig Vögel schreddern !!
    Böse Länder wie Italien und Ägypten fangen Singvögel mit Netzen und ähnlichen veralteten Methoden. Pfui!
    Bei uns hingegen läuft der Vogelmord ökologisch korrekt ab.
    Wir schreddern jährlich Zigtausende von Vögeln und Tausende von Fledermäusen durch gigantische Windräder.
    Klimaschutz statt Vogelschutz. Für die gute Sache, pardon das grüne Gewissen, werden die Vögel an der Öko-Front verheizt.
    Unsere politsch korrekten (oder kastrierten?) Journalisten stören sich daran eher weniger. Kritisches Hinterfragen des Öko-Wahns? Fehlanzeige.
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