Karlsruhe Weihnachtsstadt Karlsruhe: Trotz Regen ist man sehr zufrieden

Weihnachten ist schon lange vorbei und auch von der Weihnachtsstadt Karlsruhe ist schon lange nichts mehr zu sehen. Die Buden sind abgebaut, die 900 Tannenbäume entfernt. Nun ziehen Stadt und Marktamt Bilanz.

Das Datum für die Weihnachtsstadt 2018 steht schon, am 27. November soll es wieder losgehen und Karlsruhe in wundervollem weihnachtlichen Glanz erstrahlen. Da es bis zur Eröffnung noch ein Weilchen dauert, haben die Stadt Karlsruhe und das Marktamt auf die vergangene Weihnachtsstadt zurückgeblickt. Und sind sehr zufrieden mit der Saison. "Vor allem die neue Beleuchtung in der Innenstadt kam sehr gut an, Wir wurden sehr oft darauf angesprochen", sagt Gabriele Luczak-Schwarz, Erste Bürgermeisterin der Stadt, bei einem Pressegespräch. Das hatte einen positiven Effekt, so die Bürgermeisterin weiter. 

Einen weiteren Pluspunkt sieht sie in der Erweiterung der Weihnachtsstadt auf dem Marktplatz - die "Wiege des Karlsruher Christkindlesmarktes", so Armin Baumbusch, Leiter des Marktamts. Mit der Erweiterung erstreckt sich die Weihnachtsstadt Karlsruhe auf vier Plätze in der Innenstadt: die Waldweihnacht am Friedrichsplatz, Kinderland St. Stephan, Stadtwerke Eiszeit vor dem Schloss und eben die Lichterweihnacht am Marktplatz. "Diese Dezentralität hat sich bewährt, dadurch gab es mehr Stellfläche für mehr Beschicker", so Luczak-Schwarz weiter. Sie weiß aber auch, dass es sicher "noch optimierungsbedarf gibt".

Laut einer Umfrage der Citiy Initiative waren über 80 Prozent der Besucher zufrieden, über 90 Prozent wünschen sich, dass der Weihnachtsmarkt in Zukunft auch weiterhin auf dem Friedrichsplatz bleibt. 

Viele Gäste von außerhalb

Gerade die Grenznähe scheint in der vergangenen Saison viele Franzosen angelockt zu haben. "Das ist ein gutes Zeichen für uns als Oberzentrum in der Grenzregion", so Gabriele Luczak-Schwarz. Grund dafür könnte auch die Werbung sein, die im benachbarten Ausland wie in der Schweiz geschaltet wurde. "Wir haben schon früh damit begonnen, das Gesamtprodukt 'Weihnachtsstadt' zu vermarkten", sagt Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der Karlsruhe Tourismus GmbH (KTG). "Ich glaube, das Konzept mit den verschiedenen Inhalten auf verschiedenen Plätzen geht auf!" 

Doch so gern sie es auch könnten, am Wetter kann keiner etwas ändern. Trotz vieler Regentage - 36 Tage über die gesamte Zeit der Weihnachtsstadt - waren laut Stadt alle vier Plätze gut besucht. "Der fliegende Weihnachtsmann ist zum Markenzeichen der Weihnachtsstadt geworden!" Auch die Stadtwerke Eiszeit ist zufrieden: Mit über 60.000 Besuchern konnte vor dem Schloss ein neuer Rekord erreicht werden. 

Vorfreude auf 2018

Nach Weihnachten ist aber auch schon wieder vor Weihnachten. "Wir haben genug Ideen für die Zukunft", sagt Luczak-Schwarz abschließend. Sie weiß aber auch, dass noch viel Arbeit auf Stadt und Marktamt zu kommt. "Wir wollen das Lichtkonzept weiter optimieren." Aber auch auf dem Marktplatz sei noch Verbesserungsbedarf. "Wir können den Weihnachtsmarkt dort noch nicht vergrößern, weil die nötige Infrastruktur fehlt, das muss jetzt Stück für Stück wieder aufgebaut werden", sagt Armin Baumbusch. Spätestens wenn 2020 der Marktplatz wieder ohne Baustellen sein wird, dann müsse man sich eh ein neues Konzept überlegen. "Vielleicht erstrahlt dann auch die Pyramide in schönem Licht!" 

Über 100 Beschicker hatten in der Saison 2017/18 einen Stand auf einem der vier Plätze. Und schon jetzt können sich Budenbetreiber für die kommende Weihnachtszeit bewerben. Bis 30. April läuft die Anmeldefrist. Dass diese Frist nun früher liegt, ist eine der Auswirkungen des Streits um das "Pizzahaus" im Jahr 2016. "So können die Budenbesitzer besser planen, ob sie dann nicht auf einen anderen Weihnachtsmarkt ausweichen möchten", so Baumbusch weiter. Hier haben sich die Wogen mittlerweile wieder geglättet, die Pizzabäckerei der Gebrüder Gebert war 2017 wieder mit dabei. Ob auch auf dem kommenden Weihnachtsmarkt, das wird erst noch entschieden. 

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