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Karlsruhe Weg von der klassischen Tourist-Info: In Karlsruhe können sich Besucher individuelle Stadtpläne erstellen

Seit November 2019 hat Karlsruhe eine eigene Tourist-Information. Im sogenannten "Schaufenster" am Marktplatz können Besucher unter anderem ihren eigenen personalisierten Stadtplan erstellen. An verschiedenen Stationen können je nach Interessen Informationen zu Sehenswürdigkeiten in Karlsruhe gesammelt und gespeichert werden. Wie das funktioniert: ka-news.de hat sich vor Ort umgeschaut.

Stadtpläne, Broschüren und Veranstaltungs-Übersichten: Fast jede größere Stadt hat eine Tourist-Info. Auch in der Fächerstadt gibt es seit November 2019 das "Schaufenster Karlsruhe". Doch warum braucht die Stadt eine Touristen-Information, wenn man sich in Zeiten von Smartphones, Google Maps, Tripadvisor und Co. auch alle Tipps und Infos online holen kann?

Stadtplan "to go"

Das besondere an der neuen Einrichtung am Karlsruher Marktplatz: Hier können sich Besucher mithilfe moderner Technik einen personalisierten Stadtplan der Fächerstadt erstellen. Hierzu werden Informationen über die unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten an den Stationen der Tourismus-Information gesammelt und auf einer Speicherkarte - "QR-Card" genannt - gesichert.

Anschließend können diese Daten anonym am Informationsschalter durch Routen erweitert und auf das eigene Smartphone hochgeladen werden. Jeder Besucher bekommt so seinen individuellen Stadtplan "to go". Doch wie funktioniert das genau?

1. Der Interactive Table

Die erste Station zum individuellen Stadtplan bildet der Interactive Table. Hierbei handelt es sich um einen Tisch, auf welchem per Touch-Funktion Kategorien wie Kultur, Sport oder Wirtschaft angewählt werden können. Zu den jeweiligen Kategorien können Informationen abgerufen werden.

Guido Wolf, MdL für Justiz, Europa und Tourismus erkundet den interactive table der Tourist-Information Karlsruhe.
Guido Wolf, MdL für Justiz, Europa und Tourismus erkundet den Interactive Table der Tourist-Information Karlsruhe. | Bild: Sarah Franke

Gewünschte Daten können dann auf einer QR-Card, also einer Speicherkarte mit QR-Code, gesichert werden. Am Interactive Table werden Besuchern auch erste Bilder möglicher Sehenswürdigkeiten zu ihrem individuellem Profil vorgeschlagen.

Über einen QR-Code können die Daten anonym auf einer Karte gespeichert werden.
Über einen QR-Code können die Daten anonym auf einer Karte gespeichert werden. | Bild: Sarah Franke

2. Die CI-Wall

Weiter geht es an der CI-Wall, einem Bildschirm, auf dem verschieden Sehenswürdigkeiten Karlsruhes angezeigt werden. Hier können Besucher mehr Informationen zu ihren zuvor favorisierten Kategorien erhalten. Hierzu können - wieder per Touch-Funktion - Sehenswürdigkeiten oder Orte in Karlsruhe angetippt werden. Daraufhin erscheinen weitere Informationen zur gewählten Auswahl. Gewünschte Informationen wandern auch hier wieder auf die QR-Card.

An der CI-Wall erhalten Besucher mehr Informationen über Sehenswürdigkeiten und können diese wieder speichern.
An der CI-Wall erhalten Besucher mehr Informationen über Sehenswürdigkeiten und können diese wieder speichern. | Bild: Sarah Franke

3. Die Audio-Shower

An der nächsten Station wartet die sogenannte Audio Shower. Sie bietet Besuchern die Möglichkeit, erste Erfahrungen über die Geräuschkulisse von Karlsruhe zu sammeln. Eine neue Technologie ermöglicht es, über Lautsprecher Geräusche aus Orten in Karlsruhe zu hören, beispielsweise aus dem Karlsruher Zoo.

Guido Wolf hört sich in der Audio Shower die Geräuschkulisse des Karlsruher Zoos an.
Guido Wolf hört sich in der Audio Shower die Geräuschkulisse des Karlsruher Zoos an. | Bild: Sarah Franke

Zusätzlich zu den Geräuschen können weitere Informationen zu den jeweiligen Orten abgerufen werden. Die Technologie macht es zudem auch möglich, dass ausschließlich der Besucher unter der Audio Shower die Geräusche hört.

4. Das Show Case

Die vierte Station bildet das Show Case. Eine Art Vitrine stellt unterschiedliche, wechselnde Objekte aus Karlsruhe aus. Über eine Touch-Funktion können weitere Informationen zu den jeweiligen Objekten eingeholt werden. Auch diese Daten können wieder auf der QR-Card abgespeichert werden.

Katharina Aguilar, Drittel Architekten erklärt die Funktionen des Show Case.
Katharina Aguilar vom Architekturbüro Drittel Architekten erklärt die Funktionen des Show Case. | Bild: Sarah Franke

Zur Zeit befindet sich im Show Case der E-Roller niu und ein Bambi-Preis aus der Majolika Keramik Manufaktur.

Ein Bambi im Show Case der Tourist-Information Karlsruhe.
Ein Bambi im Show Case der Tourist-Information Karlsruhe. | Bild: Sarah Franke

5. Die 360-Grad-Video-Experience

Den Rundgang beschließt eine 360-Grad-Video-Experience. Hier bietet sich die Möglichkeit, Panoramabilder von unterschiedlichen Orten in Karlsruhe zu sehen. Über eine weitere Audio Shower werden auch hier Informationen zum jeweiligen Bild weitergegeben. 

Die 360-Grad-Experience gibt erste Eindrücke von Karlsruhe.
Die 360-Grad-Experience gibt erste Eindrücke von Karlsruhe. | Bild: Sarah Franke

6. Stadtplan auf das Smartphone laden

Nachdem alle Stationen angelaufen wurden, haben Besucher die Möglichkeit, am Schalter der Tourismus-Information weitere Daten auf ihre QR-Card zu laden oder auch Routen einzeichnen zu lassen. Wer den QR-Code auf seiner Karte dann mit seinem Smartphone einscannt, erhält seinen eigenen Stadtplan mit den zuvor gesammelten Informationen auf sein Handy. Diesen kann man jederzeit von überall abrufen.

"In Karlsruhe ist die modernste Touristik-Information Deutschlands entstanden"

"In Karlsruhe ist die modernste Touristik-Information Deutschlands entstanden", sagt Torsten Dollinger, Geschäftsführer der Karlsruhe Tourismus GmbH (KTG). Und die ist nun ausgezeichnet worden: So hat Guido Wolf, Minister für Justiz, Europa und Tourismus, dem Schaufenster am vergangen Freitag einen Förder-Scheck im Wert von 53.554 Euro überreicht. 

Übergabe der Fördergelder durch Guido Wolf MdL für Justiz, Europa und Tourismus. (v.l. Michael Homann, Vorsitzender der Geschäftsführung Stadtwerke Karlsruhe; Guido Wolf; Torsten Dillinger, Geschäftsführer KTG Karlsruhe Tourismus GmbH)
Übergabe der Fördergelder durch Guido Wolf MdL für Justiz, Europa und Tourismus. (v.l. Michael Homann, Vorsitzender der Geschäftsführung Stadtwerke Karlsruhe; Guido Wolf; Torsten Dillinger, Geschäftsführer KTG Karlsruhe Tourismus GmbH) | Bild: Sarah Franke

"Gemeinsam mit 26 weiteren kommunalen Projekten ist das Schaufenster Karlsruhe Teil einer wichtigen Initiative des Landes Baden-Württemberg", so KTG-Chef Dollinger und ergänzt: "Mit dem Schaufenster Karlsruhe möchten die Stadtwerke Karlsruhe die Innenstadt beleben und einen Informationszugang schaffen für die wichtigen Themen der Zukunft: Digitalisierung, Energie und Mobilität."

Auch Karlsruher sollen von dem Angebot profitieren

Während das neue Angebot des persönlichen Stadtplans vor allem stadtunkundige Besucher ansprechen soll, sollen laut Susanne Wolf von der Teamleitung der Tourist-Information auch Karlsruher Bürger von dem neuen Schaufenster am Marktplatz profitieren können. So sollen in dem Infozentrum unter anderem auch Empfänge, Infotage und  Lesungen stattfinden. Einen Veranstaltungskalender gibt es zur Zeit aber noch nicht. 

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  •   SunCityKA
    (68 Beiträge)

    13.02.2020 09:03 Uhr
    Great!
    I must sagen that is wirklich great. Jede*r Besuchernde*Innen who comes will be totally begeistert!!!
    And vor lauter political and gender correctness plus Denglisch Important-Sprech (!) jed*e*r Besuchernde*Innen will say: It's amazing!!!!

    Seriously??? What a BS!!!!
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (3017 Beiträge)

    12.02.2020 15:18 Uhr
    Was ist bitte in Karlsruhe wirklich
    von touristischem Wert - ich zähle jetzt Schloss, Pyramide , Kunsthalle, ZKM , den Zoo und vielleicht noch den Schlossgarten dazu...mehr sehe ich nicht . Und dafür der Aufwand? Zudem will ich sowas viel eher auf dem Smartphone haben und evtl als einen kleinen Teil davon als Installation an einem der Ort - ich könnte mir im Schloss im Bezug zur Fächerausrichtung das 360 Grad Thema gut vorstellen. Ich persönlich brauche sowas nicht und gehe auch nicht zu so einem Punkt - da bekomme ich die Infos dezentral deutlich einfacher zusammen
    Und die Bilder mit dem CDU- Wolf sprechen Bände - das sieht alles gekünstelt, bemüht und erzwungen aus. Mich würde mal interessieren, wieviel Kohle dafür durch den Kamin geschickt wurde.
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  •   karlsunruhe
    (88 Beiträge)

    12.02.2020 15:43 Uhr
    Wie viel Kohle?
    sehr viel! und alles nach Stuttgart gegangen!
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  •   bergdoerfler
    (1665 Beiträge)

    12.02.2020 11:46 Uhr
    Und alle Informationen analoger Weise sind
    in den Schränken versteckt, so dass man gar nicht weiß, was verfügbar ist.
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  •   karlsunruhe
    (88 Beiträge)

    12.02.2020 09:55 Uhr
    Ergänzung
    Im Zeitalter der Smartphones braucht. Vor allem sind die Einrichtungen oft ausser Betrieb
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  •   karlsunruhe
    (88 Beiträge)

    12.02.2020 09:51 Uhr
    Unnötig und teuer
    Und auch hässlich. Es gab schon eine Tourist-info am Bahnhof, wo sie auch hingehört. Jetzt haben wir einen hässlichen Raum, der immer leer ist und kein Mensch bin Zeitalter
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  •   myopinions
    (1155 Beiträge)

    11.02.2020 22:23 Uhr
    .............also:
    wenn da jemand hinter einem Tresen, Schalter oder counter steht, der sprechen kann, ggfs. sogar mehrsprachig, ist ok.

    Was aber hier zelebriert wird schreckt mich ab!
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  •   Shmuel_K
    (518 Beiträge)

    11.02.2020 21:50 Uhr
    Das erscheintz mir krankhaft, zumal ein Ausländer die Hälfte eh nicht verstehen wird.
    Stadtplan "to go", QR-Card, Interactive Table, Touch-Funktion, CI-Wall, Show Case, 360-Grad-Video-Experience, Audio Shower.

    Man suche im Netz nach: Der denglische Patient.
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